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Pschibul, Esther Irina

Eine Augsburger Künstlerin.

Leben und Wirken

Esther Irina Pschibul wurde am 31. Januar 1976 in Bobingen geboren. 1993 bis 1995 war sie Mitglied im Kunst-LK und schrieb ihre Kunstfacharbeit am Gymnasium Neusäss?. Danach absolvierte sie 1996 ein Schweißerpraktikum und studierte von 1997 bis 2000 an der Berufsfachschule für Holzbildhauerei in München. Anschließend studierte sie bei Prof. Mag. Art. Gerda Fassel an der Universität für Angewandte Kunst in Wien bis 2006 Bildhauerei. 2003 war Esther Irina Pschibul Gründungsmitglied des Kunstvereins "Die.Abendschau" in Wien. In den Jahren 2004 und 2005 studierte sie während ihrer Auslandssemester an der Faculdade de Belas Artes da Universidade Lisboa (Lissabon). 2006 konnte sie in Wien ihr Kunststudium mit Auszeichnung abschließen.

Ab Dezember 2007 arbeitet sie als Freischaffende Bildhauerin mit Atelier im Kulturpark West, Augsburg.

2008 beteiligte sie sich an der Gründung des Orangen Raums, einer temporären und ortsunabhängigen Produzentengalerie in leerstehenden Räumen einer Stadt mit Kunstausstellungen und Diskussions- bzw. Veranstaltungsforen.

Ihr Atelier liegt im Kulturpark West in Zimmer 302. Sie gibt Kunstkurse, in denen eine intensive Auseinandersetzung mit der Form im Vordergrund steht. Schritt für Schritt studieren die Seminarteilnehmer die Form anhand der Natur und lernen sich haptisch mit der Dreidimensionalität auseinanderzusetzen. Das räumliche Sehen wird geschärft und die Entwicklung einer eigenen Handschrift gefördert. So will sie die Grundlage für den individuellen bildnerischen Prozess schaffen. Neben Privatkursen, die in ihrem Atelier stattfinden, doziert sie auch an der Freien Kunst Akademie Augsburg. Hier wird sowohl mit neuartigen (Knetmasse) wie auch klassischen (Ton, Gips, Bronze) Bildhauermaterialien experimentiert.

Werk

Esther Irina Pschibul radiert, arbeitet mit Knetmasse, Schweineblasen, überfahrenen Tieren. Das zeigt, sie will an Grenzen der Kunst gehen, provozieren. Als Bildhauerin arbeitet sie im dreidimensionalen Raum (Installation, Plastik, Skulptur), gerne figürlich.

Während sie in ihrer Studienzeit Materialien wie Gips, Metalle oder Ton bearbeitete, entdeckte sie danach Knetmasse und organische Materialien. Seit sie mit organischen Materialien arbeitet, gehört auch der Geruch als sinnlich wahrnehmbare Ebene zu ihren Werken. Der Betrachter wechselt zwischen Faszination und Ekel.

Presse

Esther Irina Pschibul hat den Weg eingeschlagen, ihrem zentralen Thema, dem Menschen oder der menschlichen Figur, einen eigenen zeitgemäßen Ausdruck zu geben, zu forschen, zu entdecken und das mit Ernsthaftigkeit und Freude am Hinterfragen und neu Schaffen voll vitaler Lebendigkeit und Energie. (Ingrid Fischer-Gamm in "im bilde" 1/07)

Augenzwinkernd und mit feinem Gespür für Anspielungen gestaltet Esther Irina Pschibul ihre Skulpturen. (Augsburger Allgemeine am 11. März 2009)

Ausstellungen

Einzelausstellungen

2007 Medusentöchter, Debütantenausstellung mit Katalogpräsentation, Kulturhaus Abraxas, Augsburg

2008 History will repeat itself, Galerie-2-Fenster, Augsburg

2008 Ich sehe was, was du nicht siehst, Objekt im öffentlichen Raum / Kunstprojekt ORANGER RAUM, Augsburg / Rathausplatz

2009 Krieg unter der Haut, Kunstverein Bobingen

Gruppenausstellungen

2005 auto-retratou, Zisterne der FdBA, Lissabon, und ARTverwandt, St. Peter / Spree, Wiener Neustadt

2006 Internationale Skulpturenausstellung, Kurpark Gersau / Schweiz

2008 Utopie des Raums, Kirgisisches Nationalmuseum für bildende Künste, Bishkek / Kirgisien, 60. Große Schwäbische, Toskanische Säulenhalle, Augsburg, und Der ORANGE RAUM / Überwachung, Kunstprojekt: temporäre Produzentengalerie mit Kunstausstellung, Diskussionsplattform, Musikveranstaltungen & Café, Laden, Augsburg / Innenstadt

2009 Lieber blutig als durch – ein Raumkonzept für Foyer und Galerie des Rathauses, Neusäss, Kunsträume im KT-8 internationale Künstler im KT, KulturTransistor, Kail, und Ostrale 09, Zentrum für zeitgenössische Kunst, Dresden

Auszeichnungen

2002 bis 2003 erhielt sie ein außerordentliches Stipendium für ausländische Studierende der Universität für Angewandte Kunst, Wien, und den Wilhelm-Holczabek-Preis für Bildhauerei, Salzburg.

2003 verlieh ihr die Stadt Neusäss ihren Kunstförderpreis.

2004 bis 2005 bekam sie ein Jahresstipendium (Sokrates) für Lissabon von der Universität für Angewandte Kunst, Wien.

2006 erhielt sie die Katalogförderung der LfA-Förderbank Bayern, München, und die Debütantenförderung des Bayerischen Staatsministeriums für Forschung, Wissenschaft und Kunst, München

Im März 2010 bekam Esther Irina Pschibul den Kunstpreis für Druckgrafik der Stadt Senden?, Kunstverein Senden.

Weblinks


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