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Pröll, Josef

NS-Widerstandskämpfer aus Augsburg

Leben und Wirken

Josef Pröll wurde am 19. März 1911 in Augsburg geboren.

Als Beruf lernte er Dreher. Weil er Mitglied der Roten Hilfe? und der Augsburger KPD? war, verhaften ihn die Nationalsozialisten? nach der Machtübernahme und sperren ihn im KZ Dachau.

Nach einiger Zeit wurde er entlassen, doch blieb er weiterhin politisch tätig und unterstützte andere von den Nationalsozialisten? Verfolgte. Außerdem sammelte er mit anderen zusammen Gelder für notleidende Familien der verhafteten Nazigegner. Dabei verkaufte er auch Schriften, die sich gegen das Naziregime richteten. Als ihm die Nationalsozialisten? das nachweisen können, wird Josef Pröll 1939 erneut verhaftet und durchläuft die Konzentrationslager Dachau, Natzweiler im Elsass und Buchenwald bei Weimar. Im KZ Buchenwald wird er aktives Mitglied des illegalen Lagerkomitees. Er ist dort "Läufer der Effektenkammer" und wirkt mit vielen anderen an der Selbstbefreiung des Lagers mit. Josef Pröll war insgesamt acht Jahre und sechs Monate in KZ-Haft. Josef Pröll starb am 27. März 1984.

Seine beiden Brüder und seine Mutter sah er nach seiner Befreiung nicht mehr. Alois Pröll? starb im Konzentrationslager Dachau an den Folgen einer "Gestapo-Sonderbehandlung". Der Bruder Fritz Pröll? beging nach langjähriger KZ-Haft im Konzentrationslager Buchenwald/Dora Selbstmord. Und seine Mutter Maria Pröll kam 1944 in Augsburg bei einem Bombenangriff ums Leben.

Ehrungen

Laut Amtsblatt? (Nr. 26 von 2007) der Stadt Augsburg wurde die Pröllstraße? im Juni 2007 auch zum Gedenken an Josef Pröll, der mit Anna Pröll verheiratet war, so bezeichnet.

Weblinks


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