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Pfärrle

Eine Augsburger Straße, die zum Stadtbezirk Bleich und Pfärrle gehört, also zum Planungsraum Innenstadt?.

Allgemeines

Die Straße liegt zwischen dem Stephingerberg und der Frauentorstraße. In der Mitte des 14. Jahrhunderts wurde hier eine Häuserreihe für die niedrige Geistlichkeit erbaut, weshalb manche Historiker vermuten, der Name der Straße gehe auf diese Häuser zurück. Eine andere Deutung sieht in dem Namen Pfärrle den Deminutiv von Pfarrei ("kleine Pfarrei") und glaubt, dass der Name von Sankt Stephan herrührt. Diese Pfarrei entstand um 1200 und war die kleinste der so genannten vier Urpfarreien?.

Pfärrle heißt die Straße offiziell seit 1938, als die Nationalsozialisten die alte Aufteilung der Stadt (Litera) aufhoben.

Lange dämmerten Straßen wie das Pfärrle nach dem Zweiten Weltkrieg vor sich hin. Betriebe schlossen, Häuser verfielen und Infrastrukturmaßnahmen unterblieben. In den 1970er Jahren standen dann neue Instrumente der Städtebauförderung zur Verfügung, um die Augsburger Altstadt? zu revitalisieren. Hier hat z. B. die WBG? als Bauherr in dieser Zeit mit viel Eigenkapital viele Wohngebäude im Pfärrle und angrenzenden Straßen erneuert.

Geschichte

Details

Pfärrle 2 ist ein dreigeschossiges Bürgerhaus, das auf das 16./17. Jahrhundert zurückgeht und einen polygonalen Eckerker sowie einen Wellengiebel hat. Das Gebäude liegt zwischen dem Mozarthaus und dem Fischertor und glänzt seit 2009 nach einer aufwendigen Renovierung wieder. Der Eigentümer Ludwig Ehnle, sein Architekt Raymond Fay und viele Handwerker haben dem Gebäude wieder seinen alten Glanz verliehen, was 2009 mit dem Augsburger Fassadenpreis für vorbildlichen Denkmalschutz ausgezeichnet wurde. In dem Gebäude ist das Lauterbacher Stüberl untergebracht.

Pfärrle 18 ist ein Gebäudeensemble, das aus zwei Giebelhäusern mit je zwei Geschossen besteht und einem rückwärtigen dritten Giebel. Im Jahr 1989 wurden dendrochronologische Untersuchungen an dem Haus ausgeführt. Die Ergebnisse: Im ersten Obergeschoss des südlichen, rückwärtigen Baus wurden Balken verwendet, die 1481 gefällt worden waren. Im zweiten Obergeschoss des an der Straße stehenden noröstlichen Gebäudes hat man Bäume von 1697 verbaut. Wahrscheinlich geht der Kern der Gebäudegruppe also auf das 16. Jahrhundert zurück. Um 1600 war hier eine Seidenstickerei untergebracht, was zeigt, dass es sich um ein Handwerkerhaus handelte. Das Haus hat nichts mit dem Augsburger Zuckerhof zu tun. In den Jahren 1989 und 1990 wurde das Ensemble grundsaniert und instand gesetzt.

Pfärrle 28 ist ebenfalls interessant. Der Traufseitbau mit drei Geschossen ist ein Wohnhaus mit Segmentbogenfenstern, der aus dem 3. Viertel des 19. Jahrhunderts stammt.

Lage


Weblinks


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