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Pax

Eine jährliche Veranstaltungsreihe in Augsburg rund um das Augsburger Friedensfest.

Allgemeines

Geschichte

Pax 2005

Im Jubiläumsjahr 2005 gedachte man der 450-jährigen Wiederkehr des Augsburger Religionsfriedens? unter dem Motto Pax 2005. Diese Veranstaltungsreihe kam so gut an, dass sie fortgesetzt wurde.

Am 25. September besuchte der damalige Bundespräsident Horst Köhler den Festakt des Pax-Festivals.

Pax 2006

Am 1. Februar 2006 nahm das damalige PAX-Büro der Stadt Augsburg offiziell seine Arbeit auf und war von da an federführend zuständig für die Organisation des Programms rund um das Friedensfest?. Vorausgegangen war dem Beschluss zur Einrichtung eines städtischen PAX-Büros die Konstituierung eines Kuratoriums PAX mit Beschluss des Stadtrats vom 27. Oktober 2005 (BSV 05/00382), in dem unter dem Vorsitz des Oberbürgermeisters? neben den Fraktionen und anderen politischen Vertretern ein breites Bündnis aus Kultur, Wissenschaft, Religionen, Wirtschaft und Gewerkschaften vertreten war.

Mit diesem Kuratorium wurden die PAX-Jahresthemen diskutiert, die Programme wurden jeweils vorgestellt, es war Raum für Diskussion und gemeinsame Gestaltung der grundsätzlichen Parameter des jeweiligen Festes. Das jeweilige Programm wurde dann im Kulturausschuss? zur Kenntnis genommen. So wurde schon die Erstellung des Programms von einem Gremium begleitet, das die Stadtgesellschaft und die betreffenden Akteure abbildet und die aktuellen Diskurse aus seiner jeweiligen Perspektive kennt.

Pax 2007

Pax 2008

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Eröffnet wurde Pax 08 am 7. Juli 2008 durch einen estvortrag von Prof. Dr. Marita Krauss? vom Lehrstuhl für Bayerische und Schwäbische Landesgeschichte? an der Universität Augsburg im Goldenen Saal des Rathauses. Ein weiterer Höhepunkt war das Hohe Friedensfest am 8. August, wo der Friedenspreisträger der Stadt Augsburg bekanntgegeben wurde.

Im Jahr 2008 stand Pax unter dem Stichwort "Ortswechsel". Dieses Thema bezieht sich auf einen Passus des Augsburger Religionsfriedens, nämlich das „ius emigrandi“, und lässt zugleich viel Raum für Aktualisierung. So beleuchtet es die Geschehnisse um Flüchtlinge und Emigration, es öffnet den Blick auf Vertreibung und Suche, auf Pilgerschaft, auf Mobilität, auf multikulturell geprägte Gesellschaft(en) u. v. m.

Der Augsburger Religionsfriede hatte das ius reformandi festgelegt. Das bedeutete das Recht des jeweiligen Landesherrn, die Konfessionszugehörigkeit in seinem Territorium verbindlich festzulegen (cuius regio, eius religio). Damit verbunden war das ius emigrandi, d. h. das Emigrationsrecht für andersgläubige Untertanen. Katholiken und Lutheraner (ausgenommen waren noch immer Reformierte und Freikirchler) erhielten gegen Zahlung einer so genannten Abzugssteuer das freie Abzugsrecht. Im Augsburger Religionsfrieden wurde also ein Individualrecht festgeschrieben, das im Vergleich zu anderen europäischen Staaten der Zeit, in denen Verfolgung, Vernichtung oder zumindest Einschränkung von Rechten Andersgläubiger an der Tagesordnung waren, als fortschrittlich bezeichnet werden kann. Das ius emigrandi von 1555 wurde auch oft als erstes allgemeines Grundrecht der deutschen Geschichte bezeichnet. Im Mittelpunkten von Pax 2008 stand die vielfältigen Ursachen und Beweggründe des Ortswechsels, der (inneren) Emigration und Migration von Menschen sowie die daraus entstehenden Fragen (Heimat? kulturelle Zugehörigkeit? Anpassung? Identität?). Auch die Perspektive der Migranten wird betrachtet: deren Erfahrungen, Selbstverständnis, (kulturelle) Ausdrucksformen. Damit soll ein entscheidender Beitrag zum Verständnis von Geschichte und Gegenwart wie auch zum friedvollen Zusammenleben unserer multikulturell geprägten Gesellschaft geleistet werden.

Mehr als 80 Veranstalter setzten sich mit diesem Schwerpunktthema auseinander. Auf dem Programm fanden sich etwa 120 Veranstaltungen: Ausstellungen, Vorträge, Lesungen, Führungen, Theater, Filme, Konzerte und Feste bis hin zu Zeitzeugenberichten, Gesprächsrunden über nomadische Kultur und eine peppig-„heimatverbundene“ Modenschau.

Die Veranstalter kamen aus Kirchen und Religionsgemeinschaften, Schulen und Kindergärten, aus dem Sparkassen-Altenheim, der Universität und Hochschule Augsburg?, auch zahlreiche Einzelpersonen, Vereine und Organisationen sowie städtische Einrichtungen engagierten sich. Die Kirchen und Religionsgemeinschaften setzten Pax 2008 mit dem Sonderthema "Pilgerschaft" und religiöser Suche um.

Das Pax-Büro der Stadt Augsburg veranstaltete ein interkulturelles Jugendprojekt, eine Ausstellung, Konzerte und Filmtage. Alle diese Projekte verstanden das Motto als Perspektivenwechsel, sprich als Möglichkeit, mit anderen Positionen und Weltanschauungen in Dialog zu treten.

2017

Im Juli 2017 forderten die GRÜNEN neues Kuratorium einzuberufen, um die Friedensarbeit in der Stadt, und insbesondere die Aktivitäten rund um das Friedensfest?, inhaltlich zu begleiten. Das Kulturreferat? sollte hierzu einen Vorschlag für die Besetzung des Gremiums erarbeiten, der sich am ehemaligen PAX Kuratorium orientiert und um seither neu aufgekommene Aspekte (z. B. Diversity bzw. gesellschaftliche Vielfalt, Umgang mit Konflikten in jüngeren Generationen) erweitern sollte.

Weblinks

Pax-Webseiten der Stadt Augsburg


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