Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Einkaufen und Arbeiten | Augsburger Branchenbuch | I | Immobilien | PATRIZIA Immobilien AG


PATRIZIA Immobilien AG

Ein Augsburger Immobilienkonzern, dessen Geschäftstätigkeit den Ankauf, die Wertoptimierung und Platzierung von Wohn- und Gewerbeimmobilien umfasst. Eines der führenden vollstufigen Immobilien-Investmenthäuser Deutschlands.

Allgemeines

PATRIZIA ist spezialisiert auf den Ankauf qualitativ hochwertiger Immobilien an wirtschaftlich attraktiven Standorten in Deutschland, deren Optimierung mit dem Ziel der Wertsteigerung sowie dem Abverkauf der Objekte. Dabei deckt PATRIZIA die gesamte Wertschöpfungskette rund um die Immobilie ab. Das Geschäftsmodell ist auf die zeitnahe Platzierung der Immobilien ausgerichtet. Das Augsburger Unternehmen ist Mitglied im SDAX und im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet.

Die PATRIZIA Immobilien AG ist in allen Sparten der Immobilienbranche tätig. Unternehmensbereiche sind Aquisition & Consulting, Asset Management, Wohnungsprivatisierung, Immobilienmanagement, Investment Management, Projektentwicklung, Bautechnik sowie Advisory & Sales. Man arbeitet also als Investor sowie als Dienstleister. Große institutionelle Anleger und die Öffentliche Hand arbeiten mit der PATRIZIA Immobilien AG zusammen, da sie ein Komplettangebot rund um die Immobilie anbietet. Nach Selbstbekundung des Unternehmens steht im Zentrum der Aktivitäten die Schaffung von "maßgeschneiderten, ganzheitlichen Lösungen zur renditeorientierten Optimierung von gemischten Immobilien-Portfolien". Je nach Projekt kann das modular oder als Komplettlösung abgewickelt werden, unter Beteiligung aller PATRIZIA-Unternehmensbereichen oder einzelner Teams. Das Geschäftsmodell basiert auf zwei Säulen, dem Segment Investments und dem Segment Services.

Mittlerweile sind über 200 institutionelle Investoren wie Sparkassen, Altersvorsorgeeinrichtungen, Staatsfonds oder Versicherungen über Patrizia in Immobilien investiert (Stand 2016).

Unternehmensgliederung

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th97---ffffff--Grotenbleken.jpg.jpg

Die PATRIZIA Immobilien AG hat acht spezialisierte Tochterfirmen, die sämtliche Bereiche der Immobilienwirtschaft abdecken:

  • Die PATRIZIA Wohnungsprivatisierung GmbH erledigt die Einzelverkäufe der Wohnungen.
  • Die PATRIZIA Immobilienmanagement GmbH kümmert sich um die Objektverwaltung.
  • Die PATRIZIA Acquisition & Consulting GmbH widmet sich dem Ankauf und der Beratung beim Immobilienerwerb, auch für Dritte.
  • Die PATRIZIA Asset Management GmbH übernimmt das wertorientierte Management der Immobilien, sowohl für Eigeninvestments als auch in Eigentümervertretung.
  • Die PATRIZIA Projektentwicklung GmbH widmet sich der Entwicklung von Wohn- und Gewerbeobjekten.
  • Die PATRIZIA Bautechnik GmbH befasst sich mit der technischen Substanz der Gebäude und durchzuführenden Baumaßnahmen.
  • Die PATRIZIA Advisory & Sales GmbH platziert die Immobilien am Markt und kümmert sich um den Verkaufsprozess.
  • Die PATRIZIA Immobilien Kapitalanlagegesellschaft (KAG) mbH legt Spezialfonds für nationale und internationale Immobilieninvestoren auf.

Standorte

Sitz der Gesellschaft ist Augsburg. Niederlassungen befinden sich in München, Köln, Berlin, Hamburg, Hannover, Dresden und Frankfurt am Main.

Geschichte

Gründungsjahre

Gegründet hat die Firma der Zahntechniker Wolfgang Egger? im Jahr 1984 aufgrund der Erfahrung eines privaten Immobilienverkaufs: Mit Freunden zusammen hatte er ein Haus gebaut und mit viel Gewinn wieder verkauft. Als Name für seine Firma wählte er eine Wortschöpfung, die an die früheren Augsburger Patrizier erinnerte, in deren Tradition er sein Geschäftsmodell sah. Die erste Zeit war die Firma noch als GmbH organisiert und kaufte in deutschen Städten Wohnungen oder baute neue Objekte und suchte dann nach Käufern. Einer der frühen großen Deals war der Kauf aller 769 Wohnungen der Olympia-Pressestadt in München und ihre Privatisierung.

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--Dresden%20Koetzschenbroder%20Str.jpg.jpg

2000 - 2010

2005 betrug der Umsatz knapp 100 Millionen Euro, der Konzerngewinn 36 Millionen Euro. In diesem Jahr beschäftigte das Unternehmen etwa 230 Mitarbeiter. 2006 war der Umsatz auf etwa 238 Millionen Euro gestiegen, die Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich auf 247. Der Zuwachs an Mitarbeitern und Umsatz erfolgte insbesondere im Bereich Immobilienmanagement. Im Jahr 2006 ging die PATRIZIA Immobilien AG auch an die Börse: Seit dem 31. März 2006 ist die PATRIZIA Immobilien AG im Prime Standard der Deutschen Börse gelistet. Der Emissionspreis lag bei 18,50 Euro. PATRIZIA ist Mitglied im SDAX. Ebenfalls 2006 begann das Unternehmen mit der Verwaltung von Immobilienfonds und investierte nicht mehr nur das eigene Geld, sondern auch Gelder von Investoren wie z. B. Versicherungen oder Banken. 2007 gehörten über 13.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten zum Bestand der PATRIZIA Immobilien AG, wovon nicht ganz die Hälfte in München und Umgebung lagen. Im gleichen Jahr hatte das Unternehmen bundesweit mehr als 300 Mitarbeiter. Im November 2007 stockte die First Capital Partner GmbH (FCP), Gräfelfing?, ihren Aktienanteil an der PATRIZIA Immobilien AG von 45,48 auf 50,16 Prozent auf. Der Vorstandsvorsitzende der PATRIZIA Immobilien AG war zu diesem Zeitpunkt zugleich Mehrheitsgesellschafter der FCP. Am 27. November 2007 beurkundet die PATRIZIA Immobilien AG für 200 Mio. Euro Wohn- und Gewerbeimmobilien im Rahmen eines Co-Investments. Gekauft wurden 36 Gewerbeobjekte mit einer Gesamtnutzfläche von etwa 110.000 Quadratmetern in 25 deutschen Städten, dazu noch etwa 11.000 Quadratmeter Wohnflächen in Kaiserslautern.

Im Geschäftsjahr 2008 konnte die AG die Immobilienverkäufe um 146 % auf 1.198 Einheiten steigern, was zu einem Umsatzanstieg von 14,5 % auf 221,3 Mio. € führte. Als operatives Ergebnis wurden 0,8 Mio. € ausgewiesen, eine Steigerung der Ertragskraft um 13,3 Mio. € gegenüber dem Vorjahr. Trotzdem schrieb die Firma 2008 und im 1. Quartal 2009 wegen Wertberichtigungen und Zinssicherungsgeschäften rote Zahlen.

Im Januar 2010 gab die Firma den Verkauf eines Münchener Gewerbeobjekts mit 13 Einheiten aus dem Immobilienbestand ihres Co-Investments PATRoffice Real Estate GmbH & Co. KG mit einer Internal Rate of Return (IRR) auf das eingesetzte Eigenkapital von 28 % bekannt. Bei der PATRoffice Real Estate GmbH & Co KG handelt sich um ein aktives Co-Investment, an dem die PATRIZIA Immobilien AG im Jahr 2010 6,25 % der Anteile hielt. Im März 2010 veröffentlichte die Firma Ihren Jahresabschluss für 2009. Danach konnte sie ihr operatives Vorsteuerergebnis von 0,8 Mio. Euro auf 2,4 Mio. Euro steigern - bei einer Verbesserung des Umsatzes um 13,4 %. Das 1. Quartal 2010 beschloss die PATRIZIA Immobilien AG mit einem operativen Ergebnis von 2,1 Mio. Euro. Damit verbesserte sich das operatives Ergebnis (EBT adjusted) um 6,8 Mio. Euro. Gleichzeitig steigerte die Firma ihre Wohnungsprivatisierungen um 66,4 % auf 183 Einheiten. Am 27. April 2010 gab die Patrizia Immobilien AG bekannt, zwei am Stadtrand von München gelegene Wohnanlagen mit insgesamt 274 Wohneinheiten veräußert zu haben. Der Kaufpreis der Objekte aus den 1980er Jahren betrug 42,1 Mio. Euro. Im August 2010 veröffentlichte die PATRIZIA Immobilien AG ihre Geschäftszahlen das 1. Halbjahr 2010. Danach konnte das operativee Ergebnis (EBT adjusted) um 12,3 Mio. Euro auf 5,0 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2010 erhöht werden. Es konnten 177 Wohnungen im 2. Quartal 2010 privatisiert werden (+20,4 %), 360 im Halbjahr (+40,1 %). Es wurden zwei Blockverkäufe mit 297 Einheiten realisiert (1. Halbjahr 2009: 0), die Bankverbindlichkeiten unter 1 Mrd. Euro gesenkt und die Prognose quantifiziert: EBT adjusted von rund 10 Mio. Euro für das Gesamtjahr 2010. Am 9. Dezember 2010 unterschrieb die PATRIZIA Immobilien AG den Kaufvertrag zum Erwerb der Kapitalanlagegesellschaft LB Immo Invest GmbH. Verkäufer war die HSH Real Estate AG, eine Tochtergesellschaft der HSH Nordbank AG. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Den Erwerb der profitablen LB Immo Invest sah die PATRIZIA als wichtigen Beitrag zum nachhaltigen Ausbau ihres Servicesegments. Zum Kaufzeitpunkt verwaltete die LB Immo Invest GmbH als Immobilien-Kapitalanlagegesellschaft 13 Sondervermögen und war mit einem Nettofondsvolumen von 1,5 Mrd. Euro zum 31.10.2010 die Nummer acht der deutschen Immobilienspezialfondsanbieter bezogen auf das verwaltete Vermögen. Die Fonds investierten vorwiegend in Büro- und Handelsimmobilien, aber auch Pflegeeinrichtungen und Hotels gehörten dem rund 180 Objekten umfassenden Sondervermögen an. Neben dem Hauptstandort Deutschland war die LB Immo Invest in Frankreich, Großbritannien, den USA, in Skandinavien sowie Benelux engagiert. Die Kundengruppe der institutionellen Investoren setzte sich im Wesentlichen aus Sparkassen, Versicherungen und Pensionsfonds zusammen. Mit dem Erwerb der LB Immo Invest reagierte die PATRIZIA auf die steigende Nachfrage nach indirekten Investments: Als etablierte Plattformen sollten sich die LB Immo Invest und die PATRIZIA Immobilien AG ergänzen, um ihren Kunden Anlagemöglichkeiten sowohl in Wohn- als auch in Gewerbeimmobilien anbieten zu können, sowohl in Deutschland als auch international. Die LB Immo Invest GmbH wurde unter ihrer bisherigen Firmierung mit Sitz in Hamburg weitergeführt und als 94,9 Eigenkapital über ein Bankdarlehen, das bis zum 31.03.2015 aus Überschussanteilen der LB Immo Invest vollständig getilgt sein soll.

2011 - 2015

2011

Im Juli 2011 meldete die Firma die Veräußerung von 161 Einheiten (22 % mehr als im 1. Quartal 2011 und ein operatives Ergebnis (EBT adjusted) von 1,1 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2011, davon 0,5 Mio. Euro im 2. Quartal.

2012

Im Februar 2012 kaufte die Firma zusammen mit einem Bieterverbund 21.500 Wohnungen der baden-württembergischen Landesbank LBBW. Dieser Deal war das größte Immobiliengeschäft seit Jahren. Der gekaufte Wohnungsbestand hatte einen Wert von 1.435 Milliarden €. Damals beschäftigte die Firma deutschlandweit etwa 500 Mitarbeiter, davon allein in Augsburg etwa 350, die in einem 2010 für etwa 15 Mio. € erbauten repräsentativen Bürogebäude gegenüber dem Theater Augsburg arbeiteten.

Im Oktober 2012 gab die PATRIZIA Immobilien AG bekannt, in München (Obersendling?) ein 65.000 Quadratmeter großes Entwicklungsgrundstück in der Hofmannstraße von der Siemens Real Estate gekauft zu haben, das bis dahin überwiegend gewerblich genutzt wurde und künftig für Wohnzwecke genutzt werden sollte. Das Investitionsvolumen belief sich auf rund 300 Millionen Euro. Damit baute Patrizia ihre Präsenz am Münchener Markt deutlich aus und stieg auf rund 100.000 Quadratmeter Grundstücksfläche.

Die britische Tamar Capital Group Ltd. ging im Dezember 2012 in das Eigentum der Patrizia Immobilien AG über. Das bis dahin inhabergefürhte Immobilieninvestment- und Asset Management mit Sitz in London besaß Niederlassungen in verschiedenen europäischen Märkten und betreute ein Immobilienvermögen von etwa 690 Mio. €. Mit dem Erwerb der Tamar Capital Group Ltd. stärkte die Patrizia Immobilien AG vor allem die Präsenz in Großbritannien und Frankreich und baute ihr Geschäft im Bereich Gewerbeimmobilien europaweit aus.

Im Geschäftsjahr 2012 erwirtschaftete die Patrizia 20,3 Mio. € EBT adjusted. Unter Berücksichtigung realisierter Marktwertänderungen von Investment Property in Höhe von 23,6 Mio. € betrug das operative Ergebnis 43,9 Mio. €. Die Eigenkapitalquote stieg um 7 % auf 35,4 %. Die Darlehen wurden um 25 % auf 521 Mio. € auf 521 Mio. € zurückgeführt. Die Aktionäre wurden über Gratisaktien im Zuteilungsverhältnis 10 zu 1 am Gewinn beteiligt.

2013

Am 8. April 2013 wurde bekannt, dass sich Vorstand und Verwaltungsrat der Bayern LB? beim GBW-Verkauf zugunsten des von der PATRIZIA Alternative Investments GmbH geführten Investorenkonsortiums entschieden. Mit der Annahme des Angebots kam der Kaufvertrag über die von der Bayern LB? gehaltenen Anteile (50,19 Mio. Aktien; ca. 91,93 %) zustande. Im Zusammenhang mit dieser Transaktion wurden weitere Kaufverträge über Aktienpakete abgeschlossen, sodass insgesamt ca. 96,5 % der Aktien an der GBW AG von den beteiligten Investoren erworben wurden. Die GBW-Gruppe zählte mit rund 32.000 Wohnungen und einer Konzernbilanzsumme (zum 31. Dezember 2012) in Höhe von rund 2,5 Mrd. Euro zu den großen Immobilienunternehmen in Deutschland. Der Vollzug des Kaufvertrags stand unter der Bedingung der Kartellfreigabe. Die PATRIZIA Immobilien AG beteiligte sich als Co-Investor mit ca. 58 Mio. Euro. Das Investorenkonsortium bestand aus verschiedenen langfristig orientierten, deutschsprachigen Investoren. Dazu zählten unter anderem Versorgungseinrichtungen, Versicherungen und Sparkassen. Die PATRIZIA Alternative Investments GmbH, eine 100 %ige Tochtergesellschaft der PATRIZIA Immobilien AG, hatte das Investorenkonsortium bei der Arrangierung, Verhandlung, Strukturierung und Umsetzung der Transaktion beraten und sollte nach deren Vollzug laufende Managementdienstleistungen erbringen. Die GBW Transaktion bildete einen wichtigen Meilenstein der Wachstumsstrategie von Patrizia auf dem Weg zum führenden vollstufigen Immobilien-Investmenthaus Europas.

Nur wenige Tage nach dem Verkauf der 32.000 GBW-Wohnungen an die Patrizia legte der damalige Münchener Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) EU-Beschwerde gegen das Geschäft ein. Die GRÜNEN forderten von der Patrizia eine sozialere Wohnungsmarktpolitik. Mit dem Kauf der GBW-Wohnungen ginge Patrizia eine hohe gesellschaftliche Verantwortung ein, die über die Verpflichtung zu einer löchrigen Sozial-Charta hinaus geht. Eine jährliche Veröffentlichung mit klaren und transparenten Angaben zu Mieterhöhungen und zum Bestand der GBW-Wohnungen sei Pflicht. Die Bayerische Landesbank und Finanzminister Söder hätten den Schutz der Mieterinnen und Mieter aufgekündigt. Für das von der CSU verursachte Landesbankdebakel müssten die Bayerischen MieterInnen in GBW-Wohnungen büßen. Nach dem Kauf von Wohnungen in Baden-Württemberg hätten sich Mieter über starke Mieterhöhungen durch Patrizia beklagt. Dies hätte eine Warnung sein müssen. Beim Schutz der MieterInnen habe die CSU versagt.

Für das Geschäftsjahr 2013 meldete Patrizia ein operatives Ergebnis von 38,1 Mio (-13%). Euro. Damit stieg das EBT gemäß IFRS auf 39,6 Mio. Euro (+38 %). Weitere Kennzahlen waren: Konzernjahresüberschuss (IFRS) 37,2 Mio. Euro (+46 %), Eigenkapitalquote um 6,5 Prozentpunkte auf 41,9 % erhöht, Darlehen inkl. Schuldscheindarlehen um 23 % auf 399 Mio. Euro zurückgeführt; Gewinnbeteiligung der Aktionäre erneut über Gratisaktien im Zuteilungsverhältnis 10:1. Nach Steuern ergab sich ein Konzernüberschuss von 37,2 Mio. Euro, was einer Steigerung um 46 % im Vergleich zum Vorjahr entsprach. 80 % des operativen Ergebnisses kamen 2013 bereits aus Serviceleistungen (Vorjahr: 52 %).

2014

Anfang November 2014 meldete die Firma per Pressemitteilung die Verbesserung ihres operativen Ergebnisses auf 26,3 Mio. Euro (plus 41,1 Prozent) und einen Anstieg ihrer Assets under Management auf 13,5 Mrd. Euro für die ersten drei Quartale des Jahres. In einer Pressemitteilung im März 2015 betonte die Patrizia zum Abschluss des Geschäftsjahres 2014 folgende Punkt: eine Steigerung der Assets under Management um 24 % auf 14,6 Mrd. Euro, ein operatives Ergebnis von 50,2 Mio. Euro (+32 %), Bankdarlehen um 62 % zurückgeführt, die Eigenkapitalquote um 13,4 Prozentpunkte auf 55,3 % erhöht und eine Gewinnbeteiligung der Aktionäre erneut über Gratisaktien im Zuteilungsverhältnis 10:1.

2015

Ab 2015 bot Patrizia neben Fondsprodukten für institutionelle Anleger auch Fonds für Privatanleger an. Ab 2015 wurde die neu gegründete Patrizia Grund Invest? GmbH geschlossene Investmentvermögen im Immobilienbereich aufgelegt. Anleger bekamen die Möglichkeit, sich an den Produkten, die alle Nutzungsarten des Immobilienbereichs abdecken, ab einer Mindestbeteiligung von 15.000 Euro zu beteiligen.

Im Februar 2015 kaufte die Patrizia ein Supermarkt-Portfolio mit 107 Einzelhandelsimmobilien. Der Übernahmepreis betrug 286 Mio. Euro, die Objekte verfügten über eine Gesamtmietfläche von rund 229.000 Quadratmeter und die Einzelhandelsimmobilien befanden sich im gesamten Bundesgebiet. Das Portfolio umfasste vor allem Supermärkte, Discounter und Fachmarktzentren, die mehrheitlich an die bekannten Marken des Lebensmitteleinzelhandels vermietet waren. Mit dieser Akquisition stieg das von Patrizia verwaltete Immobilienvermögen im Einzelhandel auf ca. 1,6 Milliarden Euro. Der Ankauf erfolgt für ein Co-Investment der Patrizia Immobilien AG. Verkäufer war Eurocastle Investment Limited, ein börsennotierter, geschlossener Fonds mit Sitz auf Guernsey. Die Vermietungsquote lag bei rund 95 %.

Im Mai 2015 kaufte die Patrizia über ihre Tochtergesellschaft PATRIZIA UK das 80.000 Quadratmeter große "First Street" Areal in Manchester. Das Gelände war bereits teilweise entwickelt und bebaut: Dazu zählten das 208 Betten umfassende Melia-Innside-Hotel, neun Bar- und Gastronomiebetriebe und ein Parkhaus mit 700 Stellplätzen. Darüber hinaus war das Areal mit einem fertiggestellten Bürogebäude unter dem Namen "First Street No. 1" mit insgesamt rd. 17.000 Quadratmetern bebaut. Zudem bot das gesamte "First Street" Areal Ausbaupotenzial für weitere 93.000 Quadratmeter Bürofläche sowie etwa 500 neue Wohnungen.

Im Juni 2015 verkaufte die Patrizia für rund 1,9 Milliarden Euro 19.800 Wohnungen der Süddeutsche Wohnen, nachdem sie 89 Mio. Euro zuvor in den Bestand der Wohnungen investiert hatte. Käufer war die Deutsche Annington. Die Patrizia hatte die damalige LBBW Immobilien GmbH im Februar 2012 für ein Investorenkonsortium von der LBBW erworben. Ebenfalls im Juni 2015 übernahm die Patrizia vollständig einen skandinavischen Immobilienfonds mit über 14.000 Wohnungen in Deutschland und Schweden (Hyresbostäder i Sverige III Gul AB).

Die ordentliche Hauptversammlung der Patrizia Immobilien AG vom 25. Juni 2015 beschloss, das Grundkapital der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln von 69.385.030,00 Euro um 6.938.503,00 Euro auf 76.323.533,00 Euro nach den Vorschriften der §§ 207 ff. AktG zu erhöhen. Die Kapitalerhöhung erfolgt durch Umwandlung eines Teilbetrags in Höhe von 6.938.503,00 Euro der in der Jahresbilanz der Gesellschaft zum 31. Dezember 2014 ausgewiesenen Kapitalrücklage in Grundkapital. Die Kapitalerhöhung wurde durch Ausgabe von 6.938.503 neuen auf den Namen lautenden Stückaktien (Berichtigungsaktien) mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von 1,00 Euro je Aktie durchgeführt, die an die Aktionäre der Patrizia Immobilien AG im Verhältnis 10:1 ausgegeben wurden.

Zum 30. Juni 2015 zeigte die Patrizia Immobilien AG an, ein Portfolio mit rund 630 Wohnungen in der schwedischen Universitätsstadt Umea verkauft zu haben. Käufer war Lerstenen Invest AB, ein lokaler Investor aus Schweden. Das Wohnungsportfolio verfügte über eine Nutzfläche von rund 35.000 Quadratmeter. Es war Bestandteil des Mitte Mai 2015 von Patrizia übernommenen schwedischen Immobilienfonds Fonds Hyresbostäder i Sverige III Gul AB mit über 14.000 Wohnungen und einem Investmentvolumen von rund 900 Mio. Euro. Mit dem Verkauf der 630 Wohnungen in Umea konzentrierte sich der verbleibende Wohnungsbestand auf Deutschland. Das Portfolio erstreckte sich neben Berlin, wo sich allein über 5.000 Wohnungen befanden, über die Metropolregionen München, Stuttgart, Frankfurt am Main, Köln, Düsseldorf und Hamburg, über fast alle Landeshauptstädte und Ballungsgebiete Westdeutschlands. Der Leerstand lag bei unter 4 Prozent.

Die Patrizia Immobilien AG kaufte im September 2015 für umgerechnet 200 Mio. Euro das Geschäftsquartier "Galleri K" in der Kopenhagener Innenstadt. Das ganze Gebäudequartier mit 20 Geschäften sowie Büros und Wohnungen befindet sich im exklusivsten Teil der bekannten Einkaufsmeile "Stroget". Der Ankauf erfolgte über die dänische Landesgesellschaft für ein Co-Investment mit einer deutschen Pensionskasse. Patrizia übernahm das Quartier in zwei getrennten Transaktionen von dem dänischen Investor Unipension sowie der Bank of Ireland. Das sechsgeschossige Geschäftsquartier "Galleri K" bestand aus mehreren Gebäuden, die zwischen 1752 und 1900 erbaut und in den Jahren 2005/2006 umfangreich saniert und modernisiert wurden. Sie befanden sich auf einem rund 5.400 Quadratmeter großen Grundstück zwischen den bekannten Einkaufsstraßen Pilestraede, Ostergade, Antonigade und Kristen Bernikows Gade und verfügten über eine Gesamtnutzfläche von rund 25.000 Quadratmetern. Die Einzelhandelsflächen beliefen sich insgesamt auf über 13.100 Quadratmeter, weitere ca. 10.00 Quadratmeter entfielen auf Büroflächen. Mit dem Erwerb wurde die Patrizia einer der größten Vermieter von Einzelhandelsgeschäften in der Kopenhagener Innenstadt. Erst zum Jahreswechsel hatte Patrizia ein Gewerbeimmobilien-Portfolio mit zehn Büro- und hochwertigen Einzelhandelsobjekten für etwa 170 Mio. Euro in Kopenhagen erworben.

Am 27. November 2015 schloss die Patrizia Immobilien AG mit der Deutsche Wohnen AG einen Vertrag über den Verkauf des Wohnungsportfolios "Harald" mit mehr als 13.500 Wohnungen in Deutschland ab. Das Portfolio erstreckte sich neben Berlin über die Metropolregionen Kiel, Köln/Düsseldorf, München, Hamburg und Frankfurt am Main sowie weitere Ballungsgebiete Westdeutschlands. Der Kaufpreis lag bei rund 1,1 Milliarden Euro. Das Portfolio wurde von der Patrizia am 18. Mai 2015 in einer Off-Market-Transaktion im Rahmen der Übernahme des schwedischen Fonds Hyresbostäder i Sverige III Gul AB erworben und wurde nun zeitnah gemäß der Investitionsstrategie weiter platziert.

Im Dezember 2015 erwarb die Patrizia Immobilien AG hat ein Einzelhandelsimmobilienportfolio mit 18 Fachmärkten, Supermärkten und Baumärkten bekannter Marken, wie Rewe, Metro, Real, Edeka, Toom und Media Markt mit einer vermietbaren Einzelhandelsfläche von rund 202.000 Quadratmetern. Die Märkte befanden sich in wirtschaftsstarken Regionen in den westlichen Bundesländern Bayern, Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen, Niedersachen, Bremen und dem Saarland. Der Leerstand war mit 1,7 Prozent äußerst gering. Das Portfolio wurde in einen Immobilienspezialfonds überführt, in den Sparkassen, Versicherungen und Pensionskassen investiert waren. Patrizia verwaltete damals europaweit Einzelhandelsimmobilien im Volumen von rund 2,4 Mrd. Euro. Erst im September 2015 hatte PATRIZIA über ihre dänische Tochtergesellschaft ein Einzelhandelsquartier in der Innenstadt von Kopenhagen erworben. Im Oktober 2015 erfolgte über die Tochtergesellschaft PATRIZIA Netherlands die Übernahme eines umfangreichen Einzelhandelsportfolios in den Niederlanden. In Deutschland hatte PATRIZIA im Februar 2015 ein Handelsportfolio mit 107 Supermärkten, Discountern und Fachmarktzentren im gesamten Bundesgebiet erworben.

Im März 2016 vermeldete die Patrizia Immobilien AG ein gutes Geschäftsjahr 2015. So konnte das operative Ergebnis mit 155,3 Mio. Euro mehr als verdreifacht werden. Die Geschäftsaktivitäten wurden auf nunmehr 15 europäische Märkte ausgeweitet. Zum anderen realisierte man Gewinne aus dem Verkauf erfolgreich betreuter und im Wert gestiegener Immobilieninvestments. Ein Beispiel hierfür war die Akquisition und der spätere Verkauf des Harald-Portfolios mit rund 13.500 Wohnungen, die in einer skandinavischen Fondsstruktur börsennotiert waren. Im Fokus stand 2015 die Expansion des internationalen Geschäfts. Das betreute Immobilienvermögen, die sogenannten Assets under Management, wurde um 14 Prozent auf 16,6 Mrd. Euro gesteigert. Dass der außerhalb Deutschlands liegende Anteil um 41 Prozent auf 5,5 Mrd. Euro erhöht werden konnte, dokumentiert das zunehmend an Bedeutung gewinnende internationale Geschäft. So konnte beispielsweise in Großbritannien für einen renommierten asiatischen Investor das Gebäude des berühmten Wachsfigurenkabinetts Madame Tussauds in London für 484 Mio. Euro übernommen werden. In den Niederlanden wurde das größte Einzelhandelsportfolio des Jahres 2015 mit einem Wert von 346 Mio. Euro angekauft. Zudem hat Patrizia im Berichtsjahr eine Landesgesellschaft in Spanien gegründet und verfügt seit 2015 über eine eigene Sparte für europäische Logistikinvestments. Das Transaktionsvolumen summierte sich in 2015 auf 7,2 Mrd. Euro nach 4,1 Mrd. Euro im Jahr 2014. Von den Transaktionen entfielen 4,2 Mrd. Euro auf Immobilienankäufe und 3,0 Mrd. Euro auf Verkäufe. Zudem konnte für das bestehende Portfolio ein positiver Bewertungseffekt von 0,8 Mrd. Euro erwirtschaftet werden. Die Gebühreneinnahmen verdoppelten sich nahezu im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 268,7 Mio. Euro, nach 140,0 Mio. Euro im Vorjahr. Während die leistungsabhängigen Einnahmen erwartungsgemäß bedingt durch den SÜDEWO Verkauf deutlich auf 128,5 Mio. Euro (2014: 19,7 Mio. Euro) anstiegen, konnten auch die Managementgebühren auf 81,5 Mio. Euro (2014: 68,1 Mio. Euro) sowie die transaktionsabhängigen Erträge auf 58,7 Mio. Euro (2014: 52,2 Mio. Euro) deutlich zulegen.

2016 - 2020

Anfang 2016 erwarb die Patrizia mit 250 Mio. Euro einen Immobilienspezialfonds mit 21 Fachmarktzentren, die zusammen 180.000 Quadratmeter Mietfläche überwiegend in Westdeutschland boten. Damit verwaltete die Patrizia europaweit Einzelhandelsimmobilien im Volumen von mehr als 2,6 Mrd. Euro und wurde einer der größten Vermieter von Einzelhandelsimmobilien in Deutschland. Das Portfolio wurde in den neu aufgelegten Immobilienspezialfonds "PATRIZIA Handels-Invest Deutschland II“ aufgenommen, zusammen mit 18 Einzelhandelsimmobilien, die im Dezember 2015 gekauft worden waren.

Am 14. Januar 2016 gab die Patrizia bekannt, dass in 2015 Immobilientransaktionen von 8,7 Mrd. Euro realisiert worden seien. Das Transaktionsvolumen 2015 hat sich damit im Vergleich zu 2014 (4,1 Mrd. Euro) mehr als verdoppelt. Europaweit wurden Wohn- und Gewerbeimmobilien in Höhe von insgesamt rund 4,4 Mrd. Euro für die verschiedenen von Patrizia verwalteten Investmentvehikel erworben (2014: 3,4 Mrd. Euro). Insbesondere außerhalb Deutschlands baute die Patrizia ihre Investmenttätigkeit aus: Im Geschäftsjahr 2015 stieg das Volumen der internationalen Ankäufe um nahezu 50 Prozent auf rund 2,7 Mrd. Euro (2014: 1,8 Mrd. Euro). Insgesamt konnte man von institutionellen Investoren rund 1,5 Mrd. Euro Eigenkapital einwerben, etwa ein Drittel davon außerhalb Deutschlands. Mittlerweile investierten rund 200 Sparkassen, Genossenschaftsbanken, Altersvorsorgeeinrichtungen, Versicherungen oder Staatsfonds europaweit über die Patrizia in Immobilien. Den Ankäufen standen Verkäufe von Wohn- und Gewerbeimmobilien von rund 4,3 Mrd. Euro gegenüber (2014: 0,7 Mrd. Euro). Das Verkaufsgeschäft war dabei geprägt von mehreren Großtransaktionen. So wurde im Juni 2015 die Süddeutsche Wohnen Gmb H? mit knapp 20.000 Wohnungen für rund 1,9 Mrd. Euro verkauft. Im November wurde zudem ein Portfolio mit 13.500 Wohnungen für ca. 1,1 Mrd. Euro abgegeben. In Deutschland konnte Patrizia Ankäufe im Volumen von annähernd 1,8 Mrd. Euro tätigen (2014: 1,6 Mrd. Euro). Unter anderem wurden mehrere Einzelhandelsportfolien im Gesamtvolumen von rund 750 Mio. Euro erworben.

Mitte Januar 2016 verkaufte die Patrizia Immobilien AG eine Hotelimmobilie in Manchester für umgerechnet rund 40 Mio. Euro (30 Mio. £) an eine private britische Unternehmensgruppe. Der Verkauf erfolgte über die britische Tochtergesellschaft PATRIZIA UK & Ireland. Die Immobilie mit 208 Zimmern war für 25 Jahre an die Melia-Gruppe verpachtet. Die Hotelimmobilie gehört zum First Street Areal in Manchester, das PATRIZIA UK & Ireland im Mai 2015 erworben hatte. Das 80.000 Quadratmeter große Gelände war teilweise entwickelt und bebaut. Neben dem Hotel gehörten noch Büro-, Wohn-, Einzelhandelsimmobilien sowie Erholungseinrichtungen zum Areal.

Im April 2016 erwarb die Patrizia Immobilien AG hat ein Portfolio mit Einzelhandelsimmobilien. Das Portfolio umfasste den kompletten Immobilienbestand des German Retail Funds CSGRF von Savills Investment Management mit 25 überwiegend großflächigen Handelsstandorten in den alten Bundesländern. Der Kaufpreis belief sich auf 320 Mio. Euro. Rund 75 Prozent des Portfoliowertes entfiel auf Objekte in Bayern, Baden-Württemberg und Hamburg. Die Immobilien mit einer vermietbaren Fläche von insgesamt rund 183.000 Quadratmeter waren mehrheitlich nach 2005 erbaut oder wurden umfassend modernisiert. Das Portfolio wurde für ein für diese Transaktion neu aufgelegtes Individualmandat erworben. Investor war ein deutsches berufsständisches Versorgungswerk.

Im Mai 2016 meldete die Patrizia Immobilien AG ein gutes erstes Quartal. Die Firma verkaufte etwa 13.500 in Deutschland gelegene Wohnungen und schloss mit einem operativen Ergebnis von 216,9 Mio. Euro bei einem operativen Ergebnis von 14,2 Mio. Euro (gegenüber 7,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Auch der europäische Expansionskurs wurde fortgesetzt, indem 21 Transaktionen getätigt wurden (Transaktionsvolumen 2,2 Mrd. Euro; das entsprach gegenüber dem Vorjahreszeitraum eine Verdreifachung. Man kaufte neben Einzelhandelsobjekten auch Wohnungen in den Niederlanden. Außerdem begann die Patrizia Grund Invest?, die auf Privatanleger spezialisiert ist, mit dem Vertrieb ihres ersten Publikumfonds (z. B. investierte er in Objekte auf dem Campus der RWTH Aachen). Insgesamt warb die Patrizia Immobilien AG im 1. Quartal 2016 fast 510 Mio. Euro Eigenkapital für Investments ein.

Am 16. Juni 2016 beschoss die ordentliche Hauptversammlung der PATRIZIA Immobilien AG eine Erhöhung des Grundkapitals der Gesellschaft aus Gesellschaftsmitteln um mehr als 7,6 Mio. € auf fast 84 Mio. €, was mit der Ausgabe von Gratisaktien an die Aktionäre verbunden war.

Im Juli 2016 erhielt die Patrizia Immobilien AG von der Bayerischen Versorgungskammer (BVK) als Investment Manager ein Mandat über 400 Mio. Euro. Für einen Fonds der BVK sollte die Patrizia ein europaweites Wohnimmobilienportfolio in diesem Volumen aufbauen und die Immobilien als Investment Manager verantworten. Vorgesehen waren Investments sowohl in bestehende Wohnimmobilien als auch in Neubauprojektentwicklungen vor allem in den Niederlanden sowie in der Nordic Region. Bereits im März 2016 hatte die Patrizia für das neu aufgelegte Mandat ein großes Wohnungsportfolio in den Niederlanden angekauft. Das Portfolio umfasste 1.275 Wohnungen an 23 Standorten in verschiedenen überwiegend wachstumsstarken Ballungsgebieten, ein Großteil im sehr starken Ballungsraum Randstad. Schwerpunkte lagen in Amsterdam, Zwolle und Dordrecht. Der Kaufpreis lag bei rund 150 Mio. Euro. Verkäufer waren mehrere von der Holland Immo Group verwaltete Immobilienfonds. Neben den 1.275 Wohnungen in 27 Gebäudekomplexen gehörten auch 4 Gewerbeeinheiten und über 500 Stellplätze zum Portfolio.

Am 19. Juli 2016 meldete die Patrizia Immobilien AG, dass sie ein Portfolio mit neun Büro- und Geschäftsimmobilien in den wirtschaftsstärksten deutschen Metropolen erwarb. Der Kaufpreis belief sich auf über 400 Mio. Euro. Verkäufer war die Allianz Real Estate Germany Gmb H?. Der Ankauf erfolgte für den Immobilienfonds "Patrizia GewerbeInvest Deutschland II", der erst im zweiten Halbjahr 2015 neu aufgelegt worden war. Die neun Immobilien befanden sich in Hamburg, München, Stuttgart, Frankfurt, Hannover und Düsseldorf und verfügten über 2.800 bis 38.000 Quadratmeter vermietbare Fläche. Größtes Objekt im Portfolio war der bekannte Sprinkenhof als Teil des Kontor-Viertels in Hamburg, das zum UNESCO Weltkulturerbe zählt. Insgesamt wurden die Immobilien von rund 180 Mietern genutzt. Zu den Immobilien gehörten zudem etwa 600 Pkw-Stellplätze.

Ende Juli 2017 erwarb die PATRIZIA Immobilien AG ein Portfolio mit zehn großflächigen Einzelhandelsimmobilien für über 200 Mio. Euro. Die Objekte befanden sich fast ausschließlich in etablierten Handelslagen der alten Bundesländer. Der Ankauf erfolgte für den Immobilienfonds "PATRIZIA Handels-Invest Deutschland II", der bereits Ende 2015 zwei vergleichbar große Portfolios erworben hatte und durch den Zukauf auf rund 750 Mio. Euro Gesamtvolumen wuchs. Verkäufer war die in Hamburg ansässige Newport Holding; das Verkaufsverfahren wurde durch Wrangel Real Estate gesteuert. Insgesamt verfügte das zugekaufte Portfolio über eine vermietbare Fläche von ca. 110.000 Quadratmetern. Die Patrizia hatte ihr Engagement im Bereich Einzelhandelsimmobilien in der Vergangenheit stark ausgebaut, so war dies die vierte Großtransaktion innerhalb von zwölf Monaten. Damit verwaltete die Patrizia europaweit Einzelhandelsimmobilien im Volumen von rund 3,2 Mrd. Euro.

Angang August 2016 meldete die Patrizia Immobilien AG, dass im ersten Halbjahr 2016 europaweit Immobilientransaktionen im Volumen von 2,8 Mrd. Euro getätigt wurden. Dabei konnten Immobilien für 1,5 Mrd. Euro angekauft werden. Dem standen Verkäufe im Volumen von 1,3 Mrd. Euro gegenüber, darunter auch das sogenannte Harald-Portfolio mit rund 13.500 Wohnungen und einem Volumen von 1,0 Mrd. Euro. So konnten bei institutionellen und privaten Investoren mehr als 900 Mio. Euro Eigenkapital für Investitionen eingeworben werden und damit mehr als doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2015. Das operative Ergebnis hat sich in den ersten sechs Monaten 2016 auf 231,8 Mio. Euro vervielfacht. Maßgeblichen Einfluss hatte dabei vor allem der Verkauf des Harald-Portfolios, der nun ergebniswirksam wurde. Doch auch ohne die Harald Transaktion wurde das operative Ergebnis im ersten Halbjahr 2016 um mehr als 90 Prozent auf 23,8 Mio. Euro gesteigert, im Vergleich zu 12,5 Mio. Euro im ersten Halbjahr 2015. Erfreulich dabei war insbesondere der Anstieg der Dienstleistungseinnahmen aus der Betreuung der Immobilieninvestments. Sie erhöhten sich gegenüber dem ersten Halbjahr 2015 um mehr als 34 Prozent auf 73,1 Mio. Euro, was neben dem deutlich gestiegenen Transaktionsvolumen auf das Wachstum des betreuten Immobilienvermögens zurückzuführen ist. Dieses erhöhte sich zum 30. Juni 2016 auf 17,2 Mrd. Euro nach 16,6 Mrd. Euro Ende 2015. Im Fokus des ersten Halbjahres stand einmal mehr die Expansion des internationalen Geschäfts. So konnte Patrizia unter anderem im Januar mit einem der größten britischen Pensionsfonds den Bau eines Bürogebäudes in Manchester vereinbaren. Im März gelang es, den bekannten Astro Tower in Brüssel für ein koreanisches Konsortium zu übernehmen. Ebenfalls im März wurde für einen der größten deutschen institutionellen Investoren ein Wohnungsportfolio in den Niederlanden mit 1.275 Wohnungen erworben. In London konnte im Juni zudem ein Entwicklungsprojekt für die Realisierung von rund 200 Wohneinheiten gekauft werden. Daneben gab es Immobilienankäufe in Dänemark, Irland und Spanien.

Mitte Oktober 2016 wurde bekannt, dass die DIM Gruppe das PATRIZIA Property Management übernahm. Es wurde der Übergang der Mitarbeiter, der Verantwortungen und Aufgaben zum 2. Januar 2017 vertraglich vereinbart. Das Property Management der PATRIZIA umfasste bundesweit die gesamte Verwaltung einer Immobilie. Die DIM übernahm das Property Management an den Standorten Augsburg, Berlin, Dresden, Frankfurt a. M., Hamburg, Köln, München und Stuttgart sowie bestehende Verwalter-Verträge für Wohn- wie Gewerbeimmobilien. Wolfgang Egger?, Vorstandsvorsitzender der PATRIZIA Immobilien AG, erklärte, dass sich die PATRIZIA im Zug der strategischen Weiterentwicklung stärker auf das Investment-Management fokussieren wollte. Mit der DIM Gruppe habe man einen kompetenten Dienstleister gewonnen, der die der PATRIZIA anvertrauten Vermögenswerte professionell betreue. Die DIM-Gruppe war damals in den Geschäftsbereichen Property Management, Portfoliooptimierung, Fondsmanagement und Vermietung tätig. Das Immobilienmanagement-Unternehmen verstand sich als Spezialist für Wohnimmobilien, Wohneigentumsverwaltung und Gewerbeimmobilien. Die Unternehmen der DIM verwalteten in Deutschland mit rund 190 Mitarbeitern über 40.000 Wohn- und Gewerbe-Einheiten und 90 geschlossene Immobilienfonds. Das Fondsmanagement betrieb das Unternehmen als Joint Venture gemeinsam mit der bundesweit tätigen Wirtschaftsprüfungs- und Steuerberatungsgesellschaft Roever Broenner Susat Mazars. Bis zu diesem Zeitpunkt verwaltete das PATRIZIA Property Management bundesweit in über 200 Kommunen 16.000 Gewerbe- und Wohneinheiten mit einer Gesamtfläche von 3,7 Millionen Quadratmeter. Etwa drei Viertel dieser bewirtschafteten Flächen waren gewerblich genutzt, ein Viertel entfiel auf die Asset-Klasse Wohnen. Das PATRIZIA Property Management beschäftigte im Oktober 2016 rund 120 Mitarbeiter.

Im November 2016 erwarb die PATRIZIA Immobilien AG ein Portfolio mit 3.488 Wohnungen in den alten Bundesländern. Die Wohnungen befanden sich überwiegend in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und Bayern. Beim Kaufpreis handelte es sich um einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag. Das Portfolio gehörte ursprünglich mehreren niederländischen Privatanlegerfonds. Der Ankauf erfolgt für ein Individualmandat im Auftrag einer großen deutschen Versicherung. Die 3.488 Wohneinheiten verteilten sich auf 49 Objekte und verfügten über eine Gesamtfläche von 223.000 Quadratmeter. Mehr als die Hälfte der Wohnungen befanden sich in Nordrhein-Westfalen, knapp 30 Prozent lagen in Niedersachsen und über 10 Prozent in Bayern. Daneben lagen die Wohnungsobjekte in Hamburg, Hessen, Baden-Württemberg und Berlin.

2016 stieg das betreute Immobilienvermögen, die Assets under Management, von 16,6 Mrd. Euro zum Jahresende 2015 um 6,6% auf 17,7 Mrd. Euro; 6,6 Mrd. Euro der Assets under Management befanden sich damals außerhalb Deutschlands. In den ersten neun Monaten 2016 wurden in Summe Immobilientransaktionen in einem Volumen von 3,6 Mrd. Euro realisiert. Ankäufen im Volumen von 2,1 Mrd. Euro standen Verkäufe von 1,5 Mrd. Euro gegenüber. Zusätzlich wurden im Jahresverlauf Kaufverträge über mehr als 2,1 Mrd. Euro abgeschlossen, davon wurde für 1,1 Mrd. Euro der Besitzübergang noch im Jahr 2016 erwartet. 2016 wurde nicht nur der Ankauf des Astro-Towers in Brüssel für asiatische Investoren abgeschlossen, sondern auch der Ankauf des Commerzbank-Towers in Frankfurt, dem höchsten Gebäude Deutschlands, für ein Konsortium um den koreanischen Investor Samsung SRA Asset Management unterzeichnet." Insgesamt wurde in den ersten neun Monaten 2016 für die Investments bei institutionellen und privaten Kunden 1,5 Mrd. Euro Eigenkapital eingeworben (+ 50 % gegenüber im Vorjahreszeitraum). In den ersten neun Monaten des Jahres 2016 stieg das operative Ergebnis um 125 % auf 252,5 Mio. Euro im Vergleich zu 112,2 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. In 2016 bewies die PATRIZIA mit dem Verkauf des Harald-Portfolios ebenso wie im Jahr 2015 mit dem Verkauf der SÜDEWO ihre Kompetenz als Investment Manager. Das operative Ergebnis ohne die Verkäufe Harald und SÜDEWO verdoppelte sich in den ersten neun Monaten des Jahres 2016 nahezu auf 43,9 Mio. Euro von 24,1 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Die Patrizia Immobilien AG erweiterte im Januar 2017 im Zuge der internationalen Expansion ihren Vorstand. Anne Kavanagh wurde Chief Investment Officer (CIO) und verantwortete sämtliche Investmenttätigkeiten des Konzerns, denn sie verfügte "aufgrund ihrer langjährigen Tätigkeit in den verschiedenen internationalen Investmentmärkten über eine außergewöhnlich große Erfahrung". Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach Investitionsmöglichkeiten in den europäischen Immobilienmärkten gab sich die Patrizia überzeugt, mit ihrer Unterstützung den pan-europäischen Wachstumskurs im Sinne ihrer Kunden erfolgreich fortsetzen zu können. 2016 wurden sowohl das globale Fund Raising Team der Patrizia in den USA, Europa und Australien ausgebaut als auch große Immobilieninvestments für eine wachsende Zahl internationaler Investoren getätigt. Unter anderem wurde der Commerzbank-Tower in Frankfurt am Main für Investoren aus Asien übernommen.

Mitte Februar 2017 veröffentlichte die Patrizia ihr vorläufiges Ergebnis für 2016. Danach übertraf das vorläufige operative Ergebnis von 283 Mio. Euro die Prognose von mindestens 265 Mio. Euro, das verwaltete Immobilienvermögen stieg um 2,0 Mrd. auf 18,6 Mrd. Euro, das Transaktionsvolumen belief sich 2016 auf 7,2 Mrd. Euro und insgesamt wurden 2016 etwa 2,2 Mrd. Euro Eigenkapital bei Investoren weltweit eingeworben. Im März 2017 konnten dann endgültige Zahlen geliefert werden. Danach stieg das verwaltete Immobilienvermögen, die Assets under Management, 2016 wie geplant um 2,0 Mrd. Euro auf 18,6 Mrd. Euro, während das operative Ergebnis mit 283 Mio. Euro die Prognose von 265 Mio. Euro übertraf. Mit dem Verkauf des Harald-Portfolios 2016 wurde nach dem Verkauf der Südewo 2015 erneut ein Geschäftsjahr durch eine sehr profitable Transaktion geprägt. Doch auch ohne diese Transaktion konnte das operative Ergebnis 2016 deutlich gesteigert werden. Bereinigt um den Erlös aus beiden Transaktionen erhöhte sich das operative Ergebnis von 42,7 Mio. Euro 2015 um 69 Prozent auf 72,2 Mio. Euro. Ein wesentlicher Beitrag zum Ergebnis entfiel auf gestiegene Gebühreneinnahmen aus dem Management der Immobilien für Patrizia-Kunden. Die gesamten Managementgebühren stiegen 2016 um 14 Prozent auf 189 Mio. nach 165 Mio. Euro im Jahr 2015, ohne die Gebühren für den Verkauf der Südewo. Mit der Auflage eines pan-europäischen Fonds für Logistikimmobilien bot Patrizia 2016 institutionellen Investoren die Möglichkeit, in einen Markt mit erheblichen Wachstumsperspektiven zu investieren. Nahezu die Hälfte des Zielvolumens des Fonds von 500 Mio. Euro konnte bereits europaweit investiert werden. Insgesamt belief sich das Transaktionsvolumen 2016 auf 7,2 Mrd. Euro, wovon 5,1 Mrd. Euro bereits abgeschlossen und weitere 2,1 Mrd. Euro bereits vertraglich gesichert werden konnten.

Ziel von Patrizia war es, im Geschäftsjahr 2017 und in den folgenden Jahren von einem der führenden europäischen Immobilieninvestmenthäuser zu einem globalen Anbieter für europäische Immobilieninvestments zu werden. So wurde das globale Fundraising-Team der Patrizia, das damals aus einem Netzwerk von Experten in Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Australien und Nordamerika bestand, weiter ausgebaut.

Portfolio

Der Bestand der PATRIZIA Immobilien AG befindet sich innerhalb attraktiver deutscher Ballungszentren, d. h. in Regionen mit steigender Bevölkerungszahl, sehr guten Zukunftsperspektiven, hoher Kaufkraft, hoher Wohnraumnachfrage und geringen Leerstandsraten. So versucht PATRIZIA an steigenden Mietpreisen zu partizipieren.

2007 befanden sich rund 12.700 Wohn- und 500 Geschäftseinheiten im Bestand der Firma, 43 Prozent davon im Münchener Raum, fast 13 Prozent im Raum Köln/Düsseldorf, 11 Prozent im Raum Hamburg und der Rest verteilt sich breit gestreut auf die Wohlstandsinseln der Republik.

In Augsburg hat die Firma zahlreiche Wohnanlagen errichtet, etwa Am Schwalbeneck? oder gegenüber der City-Galerie in der Provinostraße.

Besonderheiten

Die PATRIZIA Immobilien AG hat aus sozialer Verantwortung die PATRIZIA KinderHaus-Stiftung? ins Leben gerufen.

Adresse

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th128---ffffff--patrizia-empfang_augsburg_2014.jpg.jpg

PATRIZIA Immobilien AG
PATRIZIA Bürohaus
Fuggerstraße 26
86150 Augsburg

Tel. 0821 / 50910-000
Fax. 0821 / 50910-999

E-Mail: immobilien(@)patrizia.ag


Weblinks


Hauptseite | Einkaufen und Arbeiten | Augsburger Branchenbuch | I | Immobilien | PATRIZIA Immobilien AG


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis