Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Tradition und Geschichte | P | Parität


Parität

Allgemeines

Geschichte

Unter anderen ist die Parität dem Lindauer Juristen und Diplomaten Dr. Valentin Heider zu verdanken, denn er vertrat bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden (1648) auch die Anliegen der Augsburger Protestanten, deren Konfession? mit der Konfession? der Katholiken gleichgestellt wurde. Zwar hatten in Augsburg schon 1555 Katholiken und Protestanten Frieden geschlossen (Augsburger Religionsfrieden) und gleichberechtigt in Parität gelebt, doch der Dreißigjährige Krieg? machte dem ein Ende, indem ab 1629 die Protestanten wieder unterdrückt wurden. Bis 1647 hatte Augsburg nur einen katholischen Vertreter bei den Verhandlungen zum Westfälischen Frieden (1648), doch dann baten Augsburger Protestanten Dr. Valentin Heider, sich auch für sie und die Wiedereinführung der Parität einzusetzen. Das tat er auch, obwohl der offizielle Augsburger Vertreter, er war Katholik, dagegen protestierte. Valentin Heider und andere erreichten, dass in sechs Paragrafen des Westfälischen Friedens Regeln für das Zusammenleben der Konfessionen? in Augsburg und drei anderen Städten festgelegt und die Parität rechtlich garantiert wurde. So konnten nach dem Friedensschluss in Augsburg wichtige Ämter wieder gleichberechtigt besetzt werden, etwa das Stadtpflegeramt?. Augsburg würdigte die Leistung Dr. Valentin Heiders dadurch, dass sie 1996 die Valentin-Heider-Straße nach ihm benannte.

Details

Weblinks


Hauptseite | Tradition und Geschichte | P | Parität


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis