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PCI

genau: PCI Augsburg GmbH; einer der führenden Hersteller von bauchemischen Produkten; Sitz in Augsburg

Allgemeines

Die PCI ist heute eine Tochtergesellschaft des Chemieunternehmens BASF. Sie entwickelt und produziert Systemlösungen für Bau-Profis. Die PCI stellt etwa 300 Produkte für den Baustoff-Fachhandel und den Fliesen-Fachhandel her. Die Produkte sind aufeinander abgestimmt, um die Produktauswahl zu vereinfachen und eine optimale Verarbeitung zu gewährleisten. Der Firmenname PCI ist die Abkürzung von Poly-Chemie-Ingenieurtechnik.

Augsburg ist das Stammwerk der PCI. Hier arbeiten etwa 300 Mitarbeiter in der Verwaltung und etwa 150 Mitarbeiter in der Produktion. Die Augsburger PCI stellt Pulver- sowie Dispersionsprodukte her. Das PCI Werk Hamm produziert mit etwa 100 Mitarbeitern Fliesenkleber, Fugenmörtel und Bodenausgleichsmassen. Und das PCI Werk in Wittenberg produziert mit rund 125 Mitarbeiter Pulverprodukte, Dichtmassen, Silikone, Reaktionsharze sowie Kaltbitumenmassen.

Europaweit arbeiten bei der PCI ca. 1.000 Beschäftigte, die etwa 3.000 Händlerkunden des Fliesen-, Baustoff-, Boden- und Malerfachhandels mit etwa 270.000 Tonnen bauchemischer Produkte versorgen.

Geschichte

Dort, wo sich heute das Werksgelände der PCI in Augsburg ausbreitet, befand sich bis in die 1920er Jahre das Augsburger Pulvermagazin?, das im April 1919 hart umkämpft war, als es um die Niederschlagung der Räterepublik ging.

Gegründet wurde die PCI Augsburg am 25. Juli 1950 als "Poly-Chemie-Ingenieurgesellschaft mbH" in Frankfurt am Main mit der Produktionsstätte in Augsburg. Die beiden Gründer waren Hans W. Schulz, ein Frankfurter Kaufmann, und Karl Strehle, ein Ingenieur aus Augsburg. Ihr Ziel war "Herstellung und Vertrieb von synthetischen Kunststoffen für die Bauwirtschaft und chemisch-technische Beratung". Bereits 1951 führten sie mit einer "Beton-Emulsion" ein neues Produkt im Baustoff-Markt ein und 1955 hatte die Firma bereits 54 Produkte in ihrem Angebot.

Ein großer Meilenstein war 1959 die Markteinführung des zementgebundenen Fliesenklebers PCI FT-Klebemörtel. Man verwendete ihn zur Verklebung keramischer Fließen im Dünnbettverfahren. Das war der erfolgreiche Einstieg der PCI in die Verlegewerkstoffe. Die folgenden Jahre entwickelte die PCI verformungsfähige Verlegewerkstoffe und baute ein umfassendes Fliesenverlegesystem auf.

Die 1960er Jahre waren davon geprägt, dass die PCI eine eigene Dichtstoffentwicklung und -produktion einrichtete, die Marken wie PCI Elritan, PCI Escutan oder PCI Silcoferm auf den Markt brachte.

1968 gründete die PCI die Niederlassung Poly Bauchemie GmbH in Wien.

In den 1970er Jahren entwickelte die PCI Verlegewerkstoffe, die zugleich Abdichtungsfunktionen übernahmen, und sie erfand eine lösungsmittelfreie Grundierung für Gipsuntergründe.

1980 wurde die PCI von der SKW Trostberg AG übernommenen, die 1984 die Umfirmierung der PCI in PCI Polychemie GmbH vornahm.

1981 erfand die PCI den Flexmörtel, einen pulverförmigen und hochverformungsfähigen Spezialkleber für den Fliesenverlegebereich, der heute nicht mehr aus dem Baustoffhandel wegzudenken ist.

1990 ging die Firma in die Schweiz und gründete die PCI Bauprodukte AG in Zürich. Ein Jahr später nahm man Produktionsanlagen in Wittenberg in Betrieb und nannte sich PCI Augsburg GmbH. 1992 die Inbetriebnahme von Produktionsanlagen am Standort Hamm und 1996 folgte die Zertifizierung nach DIN EN ISO 9001. 1999 kam die Zertifizierung nach DIN EN ISO 14001 und im gleichen Jahr gründete die PCI den neuen Vertriebsbereich PCI-Fußbodentechnik.

2001 fusionierten die SKW Trostberg AG und die Degussa-Hüls, was zur Folge hatte, dass die PCI nun in die Degussa AG eingegliedert wurde. 2006 erfolgte die Eingliederung in den BASF Unternehmensbereich Construction Chemicals, nachdem die BASF SE die Degussa Bauchemie übernommen hatte.

Produktentwicklungen wie PCI Nanolight Staubarm kommen aus der Nano- und Leichtmörteltechnologie und stehen für Innovationen nach 2000.

2015 erzielte die PCI einen Jahresumsatz von ca. 250 Millionen € (netto) mit ihren etwa 300 Produkten.

Details

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th93---ffffff--PCI-Werk-Augsburg_2016.jpg.jpg

Die PCI betreit mehrere Entwicklungslaboratorien und nutzt dabei die enge Zusammenarbeit mit den Forschungsbereichen der BASF, um neueste Technologien in innovative Produkte zu verwandeln. Dazu kommen Prüflaboratorien, um eine hohe Produktqualität sicherzustellen. Die Güte der Produkte wird extern durch unabhängige Institute überwacht und ist nach DIN EN ISO 9001/2008 zertifiziert.

Die PCI garantiert flächendeckende und zeitnahe Lieferung im deutschsprachigen Raum. Mit dem Stammgeschäft PCI "Für Bau-Profis" beliefert die Firma den Fliesen- und Baustofffachhandel, die PCI "Mit System verlegen" versorgt den Maler- und Bodenbelagsfachhandel mit dem Produktsortiment der Fußbodentechnik. Über 100 Fachberater und Anwendungstechniker kümmern sich um die Beratung von Handwerkern, Planern und Fachhändlern. Dazu kommt die PCI-Hotline mit technischem Support.

Die PCI bietet über die nach DIN ISO 29990 zertifizierte PCI Akademie ein breit gefächertes Aus- und Weiterbildungsprogramm an. Neben zahlreichen praxisnahen Seminarthemen für den Handel und das verarbeitende Handwerk werden spezielle Modul-Lehrgänge mit zugeschnittenen Lehrinhalten sowie kaufmännische Themen für die eigene Betriebsführung angeboten.

Adresse

PCI Augsburg GmbH
Piccardstraße? 11
86159 Augsburg

Tel. 0821/5901-0
Fax. 0821/5901-372
E-Mail: pci-info(at)basf.com


Weblinks


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