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Osramsteg

auch Osram-Steg geschrieben; eine Verbindungsbrücke zwischen dem Proviantbachquartier und Lechhausen, die für die Augsburger Localbahn große Bedeutung hat

Allgemeines

Der Osramsteg in Augsburg verbindet die Berliner Allee? mit der Zugspitzstraße. Hier können Fußgänger, Radfahrer und die Züge der Augsburger Localbahn den Lech überqueren. Mit dem Osramsteg erschloss sich die Augsburger Localbahn ihr Streckennetz in Lechhausen, das im Lechhauser Industriegebiet Augsburg Ost heute mehr als die Hälfte aller Lokalbahnanschlüsse umfasst.

Der Name Osramsteg ist darauf zurückzuführen, dass gleich nach der Brücke auf Augsburger Seite das Osram-Werk Augsburg? liegt (an der Berliner Allee?).

Geschichte

Als Lechhausen 1913 nach Augsburg eingemeindet wurde, forderte der Eingemeindungsvertrag mit Augsburg schon eine Erweiterung des Streckennetzes der Augsburger Localbahn nach Augsburg. Auf diese vertragliche Grundlage ist der spätere Bau des Osramstegs zurückzuführen.

Der Osramsteg wurde 1926 von der Augsburger Localbahn gebaut. Sogleich wurde er von den Beschäftigten der SWA, die aus dem "Arbeiterdorf" Lechhausen kamen, genutzt. Zählungen ergaben, dass mehr als 1.700 Menschen morgens und abends über die Brücke strömten.

1942 legten die Nationalsozialisten? im Südosten des Osramstegs zwei Lager für Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter an. Noch etwas südlicher gab es ein kleineres Barackenlager der Deutschen Arbeitsfront?. Initiiert wurden die beiden Lager am Osramsteg von Augsburger Firmen wie Attinger?, Martini oder Kleindienst?. Schon 1941 hatten sie "Bedarf an einem Platz für Arbeiterlager" bekundet.

Am 15. April 1942 schlossen sich dann etwa 40 Augsburger Unternehmen zusammen, um ein vom damaligen Stadtbauamt? angewiesenes Lager IV zu errichten und zu betreiben. Das errichtete Lager betrieb die Firma thosti?. 1943 trat sogar die Stadt Augsburg dem Augsburger Lagerzweckverband bei und profitierte von der Ausbeutung der Menschen, denen die Nationalsozialisten? ihrer Würde beraubten, indem sie diese Zwangsarbeiter allein als ökonomisches Material sahen. Die Akten zu den Lagern werden im Augsburger Stadtarchiv? aufbewahrt (Akten "Betreff Unterbringung von Kriegsgefangenen und ausländischen Arbeitern").

So kam es in den letzten Jahren des Zweiten Weltkriegs dazu, dass jeden Tag Häftlingszüge mit Zwangsarbeitern über den Osramsteg verkehrten und Zwangsarbeiter, die in den Zwangsarbeiterlagern? an der Zugspitzstraße gefangen gehalten wurden, zur SWA gebracht wurden, um sie dort auszubeuten.

2011 tauschte man die Bahngleise des Osramstegs aus.

Im Juni 2013 begann die Augsburger Localbahn den Osramsteck zu sanieren, so dass der direkte Weg von Lechhausen in das Wolframviertel? für Radfahrer und Fußgänger gesperrt werden musste, während die Bahn weiter über den Osramsteg verkehren konnte. Die Sanierung war notwendig geworden, weil das winterliche Streusalz für die beiden Fußwege zur Korrosion der Brücke geführt hatte. Ein Hängegerüst mit Einhausung sorgte dafür, dass der Schall- und Staubschutz bei den Strahlarbeiten an der Stahlbrücke einigermaßen gewährleistet war.

Details

Unter anderem verbindet der Osramsteg Lechhausen mit dem Localbahn-Betriebshof, der sich in der Friedberger Straße befindet.

Die nächsten Brücken über den Lech sind die nur etwa 400 Meter entfernte Anton-Fugger-Brücke (Amagasaki-Allee) und etwa 2,5 Kilometer entfernte Afrabrücke (Friedberger Straße).

Lage


Weblinks


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