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Oberpostdirektion

Auch „Alte Hauptpost“. Früher Bezeichnung für eine Mittelbehörde sowie eine Verwaltungseinheit der Postverwaltungen. Hier wird sowohl die Behörde als auch das Behördengebäude behandelt.

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Allgemeines

In seiner Geschichte war die ehemalige Augsburger Oberpostdirektion mehr als 100 Jahre ein Sitz der Post? bzw. der Postbank?. Das Gebäude steht heute unter Denkmalschutz?.

Geschichte

Die Bezeichnung Oberpostdirektion kommt aus Preußen und wurde erstmals 1850 dort verwendet. Die Augsburger Oberpostdirektion hat eine komplizierte und verwickelte Geschichte. Sie geht im Ursprung auf das Postregal der Fürsten von Thurn und Taxis zurück. Im Februar 1808 verzichteten diese auf das Postregal in Bayern. Ihr Augsburger Oberpostamt wurde deshalb ab diesem Zeitpunkt vom bayerischen Staat weitergeführt. Schon im Juni 1808 vergrößerte man ihren Zuständigkeitsbereich, indem man der Behörde die Postämter in Lindau, Memmingen, Ulm, Bregenz, Dillingen?, Füssen?, Geislingen, Günzburg, Kempten, Nördlingen? und Ravensburg unterordnete.

1810 verlor die Augsburger Behörde die Ämter, die auf württembergischen Gebiet lagen, bekam dafür aber die Postämter in Dinkelsbühl?, Feldkirch, Brixen und Innsbruck zugeteilt. Schon 1814 verlor Augsburg wieder die Ämter in Vorarlberg und Tirol. Die nächsten Jahrzehnte brachten noch kleine Zuständigkeitserweiterungen bis Dietfurt? in der Oberpfalz? und Partenkirchen?.

Das heutige ehemalige Gebäude der Oberpostdirektion geht auf das Jahr 1909 zurück. Damals wurde der Bau als Königlich-Bayerische Oberpostdirektion eingeweiht.

Nach dem Zweiten Weltkrieg bestanden die Oberpostdirektionen erst in den Besatzungszonen weiter, später in den beiden deutschen Staaten. In der DDR wurden die Oberpostdirektionen 1954 aufgelöst und neue Bezirksdirektionen geschaffen.

1973 setzte man dem Gebäude ein fünftes Stockwerk auf.

Im Jahr 1998 wurde das Glasdach über dem zentralen Innenhof neu verglast. Die Bauzeit betrug etwa 8 Monate, die Baukosten beliefen sich auf etwa 600.000 €. Notwendig war diese Sanierung des Glasdachs über dem Zentralbereich der Post mit der Schalterhalle, weil das alte Glasdach marode geworden war und die Milchglasscheiben nicht mehr genug Licht in die Schalterhalle gelangen ließen. Zusätzlich brauchte man eine neue Lüftung in der Schalterhalle an, baute einen Reinigungssteg für das Glasdach und sorgte für eine neue Beleuchtung des Kuppeldachs.

Bis Anfang 2011 stand die Immobilie teilweise leer. Nur die Telekom? und die Post? nutzten noch Räume in dem historischen Bau (etwa 3000 Quadratmeter). Als vermietbar galten damals auch Dachgeschoß-Flächen, die sich noch im Rohbauzustand befanden.

Trotz großer Finanznot hat die Stadt Augsburg im Mai 2011 das alte Postgebäude an der Grottenau von der Solidas Immobilien- und Grundbesitz GmbH? gekauft, um verschiedene angemietete Objekte aufgeben und in das sanierte Gebäude umziehen zu lassen. Laut Augsburger Allgemeine zahlte die Stadt knapp 10 Millionen Euro für das Gebäude. Gekauft wurde das Gebäude, weil man auf die Dauer mit einem eigenen Gebäude günstiger Dienststellen unterbringt als durch die Miete von Fremdobjekten. Zudem glaubte man damals, auf diese Weise den Ernst-Reuter-Platz aufwerten zu können. Geplant war der Umzug in die ehemalige Oberpostdirektion im Frühjahr 2014 für folgende Dienststellen: das Wohnungs-? und Stiftungsamt?, denFachbereich für Sozialplanung, Senioren und Menschen mit Behinderung?, das Amt für soziale Leistungen?, das Rechnungsprüfungsamt?, Teile des Amtes für Kinder, Jugend und Familie, derVerkehrsüberwachungs- und Ordnungsdienst?.

Der geplante Umzug kam 2014 nicht zustande. Dafür hieß es im November 2016, Ende März 2017 laufe der Mietvertrag der Postbank? in der ehemaligen Oberpostdirektion aus. Neben verschiedenen Ämtern wollte man auch Teile des Leopold-Mozart-Zentrums in dem Gebäude unterbringen (etwa indem man die ehemalige Schalterhalle der Post in einen Konzertsaal umbauen wollte. Insgesamt schätzte die Stadt Augsburg den Umbau der ehemaligen Oberpostdirektion 2016 auf 22 Mio. Euro.

Details

Das Gebäude bietet knapp 14.000 Quadratmeter Nutz-, Funktions- und Verkehrsflächen.

Im Eingangsbereich begrüßen den Besucher überlebensgroße Bronzefiguren von Merkur und Fortuna.

Lage

Grottenau 1


Weblinks


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