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Oberer Graben

eine Straße in Augsburg, die zum 9. Stadtbezirk (Jakobervorstadt-Süd?) und damit zum Planungsraum I (Innenstadt) gehört; Postleitzahl 86152

Allgemeines

Oberer Graben Augsburg, so heißt heute die Straße, wo einst der breite Augsburger Stadtgraben vor der Stadtmauer verlief. Nach Niederlegung der Stadtmauer wurde der Stadtgraben an dieser Stelle aufgeschüttet und zu einer Verbindungsstraße zwischen Vogeltor und Barfüßerstor. Heute fließt auf der westlichen Seite des Oberen Grabens noch der schmale Innere Stadtgraben? entlang, der von den Anwohnern der Schlossergasse? mit Brettern oder Stegen überquert wird. Er ist noch das Relikt des ehemaligen Stadtgrabens.

Der Obere Graben in Augsburg setzt sich, korrekt beschrieben, südlich, ein Stück nach dem Vogeltor, in der Forsterstraße? fort. Im Norden ist der Mittlere Graben nach der Kreuzung von Barfüßer-? und Jakoberstraße die Fortsetzung des Oberen Grabens.

Geschichte

Bis ins 20. Jahrhundert gab es hier einen "Tandelmarkt", auf dem die Augsburger allerhand unterschiedlichste Gerätschaften erwerben konnten. Erst in den 1960er Jahren ging dieser Markt hier ein und der letzte Händler gab seinen Standplatz auf.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verkehrte hier die Straßenbahnlinie 5 bis zum Jahr 1960, als sie durch die Buslinie 35 ersetzt wurde.

Details

Im Oberen Graben befinden sich - meist auf der östlichen Seite - einige Geschäfte. Alteingesessen ist z. B. Betten Friedmann. Zu den neueren Läden im Oberen Graben gehören der Fahrradladen Dynamo, die Digital-Druckerei SK Repro-Studio, das Reisebüro Martins Reiseteam, ein orientalischer Imbiss, ein Spielsalon (früher Supermarkt) und das Lokal Benngee´s?, in dem früher das Lokal und die Pension Fischzug Petri? war.

Auf der östlichen Seite führt die Fortsetzung des Äußeren Ganges?, ungefähr in der Mitte des Oberen Grabens, einen leichten Hügel hinunter zur Gasse An der Brühlbrücke?, wo man den Sparrenlech? überquert, um z. B. zur Fuggerei oder zur Gaststätte Drei Königinnen? zu gelangen. Ebenso findet sich auf dieser Seite des Oberen Grabens die städtische Galerie am Graben.

Auf der westlichen Seite des Oberen Grabens, der hier hauptsächlich aus Fußweg, Radweg, Grünstreifen und Bäumen besteht, befinden sich der Friseur-Salon Haarscharf und die Goldschmiede von Renate Ammer. Ebenso ist hier der rückwärtige Eingang zum Altenheim Sankt-Jakobs-Stift, dessen Adresse aber Mittlerer Lech lautet. Auf dieser westlichen Seite münden der Neue Gang und der Äußere Gang? in den Oberen Gang ein.

Oberer Graben 4: In diesem Gebäude sitzt eine Generationen übergreifende Wohnpartnerschaft. Seit 2009 gibt es dieses gemeinschaftliche Wohnprojekt der Paritätischen St. Jakobsstiftung. In zwölf Wohneinheiten leben Senioren und Studenten unter einem Dach. Das bringt für beide Seiten Vorteile: Die Senioren können die nachbarschaftliche Unterstützung der Studenten erhalten und so länger eigenständig wohnen. Studenten können in zentraler Lage günstig wohnen. Zuständig ist das Wohnungs- und Stiftungsamt der Stadt Augsburg.

Oberer Graben 5: Hier handelt es sich um ein Bürgerhaus, das im Kern auf das 16. Jahrhundert zurückgeht. Das Bürgerhaus steht frei, ist nur drei Fensterachsen breit und hat drei Geschoße. Der Giebelbau liegt etwas tiefer als das Straßenniveau des Oberen Grabens. Im 18. Jahrhundert wurde das Dachgeschoß mit Gauben ausgebaut. Am First ist ein zinnenförmiger Aufbau zu sehen, von dem der Aufzugbalken herausragt. Vom Ende des 19. Jahrhunderts bis in die 1960er Jahre war eine Bettfedernreinigung und eine Polsterei in dem Gebäude. Damals baute man den westlichen Erdgeschoßteil zu einer Garage und zu Lagerräumen um. Heute sind hier fünf Wohnungen und eine Gewerbeeinheit auf etwa 320 Quadratmeter Fläche untergebracht. Eine Tür weist ein schönes Sternmuster auf.

Oberer Graben 8: Dieser Bau ist ein neubarocker Erweiterungsbau von 1899 und gehört zur Jakobspfründe.

Oberer Graben 9: Das Bürgerhaus mit seinen drei Geschoßen geht auf das 16. Jahrhundert zurück und hat ein Mansarddach.

Oberer Graben 11: Hier wurden zwei Häuser im 18. Jahrhundert zusammengefasst. Beide Häuser gingen auf das 16./17. Jahrhundert zurück. Heute zeigt das Haus einen Flacherker, vier Geschoße und einen geschweiften Giebel aus dem 18. Jahrhundert.

Oberer Graben 13: Von dem ursprünglichen Bürgerhaus ist nicht mehr viel erhalten. Nur noch eine gewölbte Erdgeschoßhalle bezeugt den alten Bau aus dem 16./17 Jahrhundert.

Oberer Graben 15: Die Eingangsnische des Hauses zeigt ein Jugendstilgitter. Ansonsten weist das Äußere auf die Zeit um 1800. Allerdings geht das Gebäude im Kern wohl auch wie die meisten der Häuser in der Straße auf das 16./17. Jahrhundert zurück.

Oberer Graben 33: Der Bürgerhausbau stammt aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Es handelt sich um einen Giebelbau mit fünf Geschoßen.

Oberer Graben 39: Dieses Bürgerhaus steht traufseitig. Es hat ein Mansarddach und einen Flacherker. Bauzeit ist das 18./19. Jahrhundert.

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Oberer Graben 50: Gebäude der Augsburger Stromversorgung. Auf der Seite der Vogelmauer? stehen Altglas-Container und eine Altkleider-Sammel-Station (Stand 2014).

Lage


Weblinks


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