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Norek, Agata

Eine Grafik-Designerin und Malerin, die in Augsburg eine Galerie (Galerie Norek) betreibt.

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Leben und Wirken

Geboren wurde Agata Norek 1978 in Chorzow (Polen).

Im August 2008 eröffnete Agata Norek mit ihrer Managerin Agnieszka Morcinietz? die erste Produzentengalerie in Augsburg (Galerie Norek) in den Augusta-Arcaden?.

Die Künstlerin gestaltet unter anderem auch Buchobjekte, Kataloge, Logos, CD-Cover und Plakate.

Kunstausbildung

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1997 – 1998 Fotografie Studium an der Akademie in Kattowitz

1998 – 1999 Grafikstudium an der Kunstakademie in Breslau

1999 – 2003

  • Kunststudium an der Kunstakademie und Kattowitz, wo sie das Studium mit zwei Diplomen und einer Auszeichnung in Grafik-Design abschloss.
  • Gaststudium an der A.d.B.K. in Nürnberg

Berufliche Erfahrungen

2001 – 2002 Assistentin des Professors für Malerei an der Kunstakademie in Kattowitz

2003 – 2004 Assistentin des Professors für Zeichnung an der Kunstakademie Kattowitz

Preise und Auszeichnungen

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2000 Stipendium des Rates der Stadt Königshütte

2001 Stipendium des Rates der Stadt Königshütte

2002

  • Stipendium „Socrates/Erasmus Programm“ der A.d.B.K Nürnberg
  • Stipendium des Rates der Stadt Königshütte
  • Stipendium „Rotary Club“; Stipendium „Hugo Kollantaj Stiftung“

2003

  • „Primus Inter Pares“ erster Platz an der Kunstakademie Kattowitz
  • Dritter Preis von Woiwodschaft Schlesien
  • Auszeichnung für das Abschlussdiplom in Grafikdesign

2008 Aufnahme in den Berufsverband der Bildenden Künstler Schwaben

Die ornamentalen Gemälde von Agata Norek wirken für Betrachter wie gewebte Teppiche oder indische Mandalas. Die Künstlerin arbeitet gerne mit bröselnden, mit spröden oder zähen Werkstoffen, die sich nur schwer formen lassen. Und doch sind ihre Arbeiten von der Wiederholung geometrischer Formen geprägt.

2012

Im Juli 2012 erhielt Agata Norek den 1. Preis beim Augsburger Medienpreis in der Kategorie „Idee“ zugesprochen. In der Begründung hieß es: „Der Preisträgerin ist es gelungen, das Wahrzeichen Augsburgs, die Zirbelnuss in ein frisches, neues Symbol zu verwandeln. Es ist bestechend einfach und klar und könnte zu einem Flächenbrand werden, wenn diese "Zirbelnuss-Blume" genutzt wird. Die Jury ist überzeugt: Wenn die Augsburger diese Idee annehmen, dann hat sie die Chance ganz Augsburg farbenfroh zu lassen. Augsburg blüht auf! Achtung Suchtgefahr!“ Die Zirbelnuss war die Fortführung eines Konzeptes, das die Künstlerin im Rahmen der Installation "Norek-Jardin" vor dem Europäischem Parlament im Jahr 2011 präsentierten durfte.

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Ausstellungen

2000 „Erstausgabe 2000“ Internationale Buchmesse in Leipzig

2001

  • „II Studenten Grafik Biennale“ in Posen
  • „Landschaft in moderner Malerei“ in Krakau und Warschau
  • „III Internationale Bühnenplakat Triennale“ in Sofia
  • „Agrafa“ V Nationale Design Ausstellung in Kattowitz

2002 „Punkt P.“ Staatsgalerie in Königshütte; „Follow me“ A.d.B.K. in Nürnberg

2003

  • „Buchstaben, Zeichen, Symbole” Röver Galerie in Nürnberg
  • „III Studenten Grafik Biennale“ in Posen
  • Internationalle Buchmesse in Warschau
  • „Agrafa“ VI Nationale Design Ausstellung in Kattowitz
  • „Die besten Diplomarbeiten 2003“ Plakatmuseum in Warschau
  • „Espace Matisse“ in Creil Frankreich
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2004

  • „Schilder & Blumen auf Beton“ Schlesisches Theater in Nürnberg
  • „Buchkunst“ Rotunda Galerie in Beuthen
  • „SChAP Ausstellung“ Modern Art Galerie 78 in Gdynien

2006 „SChAP Ausstellung“ Galerie 9 in Prag

2008

2009

Das Werk

Für ihre Kunst benutzt Agata Norek ungewöhnliche Mittel wie Hirsekörner, Teeblätter, Papierstreifen und vieles andere. Am liebsten würde man ihre Werke mit den Händen entdecken wollen. Vieles überzieht sie mit Klebstoff, was einen eigenartigen Schimmer erzeugt.

Mathematische Berechnungen spielen bei Agata Norek eine große Rolle.

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Im November 2009 überraschte die Künstlerin im Annahof mit einer außergewöhnlichen Installation. Statt grauer Herbststimmung verbreiteten 100 Cazadore del sol, leuchtende Scheiben aus Plexiglas, gute Laune. Sich treffen, unterhalten, die Seele auftanken oder auch nur einmal im Alltag innehalten – dafür ist der Annahof bei den Augsburgern bekannt und beliebt. Mit Bedacht wählte Agata Norek daher diesen Ort für ihre Installation aus. „Mit den gelben Scheiben möchte ich einen alltäglichen Ort in eine Oase der Entspannung verwandeln. Mein Ziel ist es, viele Menschen zu erreichen, das Bedürfnis nach Schönheit zu befriedigen und für jeden erreichbar zu sein. Ich möchte etwas Religiöses mit Alltäglichem zusammenbringen.“ So die Künstlerin zu ihrem großen Projekt.

Die Cazadore del sol enthielten fluoreszierende Bestandteile. Das erklärte auch das Zauberhafte an ihnen: Je nach Sonneneinstrahlung leuchteten die gelben Scheiben mal stark, mal schwach. Je trüber das Wetter war, desto heller leuchteten sie. Ein faszinierendes Phänomen für Agata Norek. „Der Cazador del sol steht mit der Sonne in ständigem Dialog und vermittelt die Energie weiter. Die Beziehung zwischen beiden bedeutet für uns mehr Licht. Je mehr Wolken die Sonne bedecken, desto mehr jagt der Cazador del sol ihre Farbe und ihr Licht. Dann strahlt er und tut etwas Gutes für uns.“

Agata Norek vertrat mit dem Feld aus Cazadoren del sol die Kunst-Natur-Design-Philosophie. Die gelben Scheiben erinnerten an eine Wiese aus Blumen, die nie verblühen und schlugen so eine harmonische Brücke von der Natur zu modernen Materialien. Ganz andere Gedanken bewegten Pfarrer Frank Witzel? im Blick auf das Feld der leuchtenden Scheiben. Ihn erinnerte das gelbe Licht an Psalm 27, Der Herr ist mein Licht und Heil. „Auch oder trotz schwerer Zeiten, in denen sich Menschen manchmal befinden, finden sie Halt und Wärme bei Gott,“ betonte Frank Witzel gegenüber dem Werk von Agata Norek.

Pressestimmen

(…) für starke Blickfänge sorgt vor allem die Polin Agata Norek. Ihre Mixed-Media-Arbeiten erscheinen von weitem wie leuchtende ornamentale Gemälde, erst in der Nachsicht offenbart sich die schroffe Materialität der von Drähten und abgebrannten Streichhölzern überzogenen Bildtafeln. Nürnberger Nachrichten am 21. November 2002.

Ästhetik allein, Ästhetik ohne Inhalt bedeutet Leere, sagt Agata Norek. Leer sind ihre Werke nicht. Trotzdem täuschen sie: Was zunächst anmutet wie die ins Schöne gefasste Bebilderung eines großen herbstlichen Zerfalls, ist synthetisch durchdrungen. Die Farben aufbrechender Fassaden, die sie auf die Leinwand bannt, die Konsistenz sich färbenden Getreides, zwischen den Rahmen konserviert, oder verkrustetes Papier, vom Trocknen spröde geworden – das meiste hat sie mit Klebstoff überzogen. Ihren mit dem Morbiden flirtenden Materialarbeiten verleiht das einen unheimlichen Glanz. (…) Norek will malen ohne Pinsel, schreiben ohne Feder, wie sie sagt. An einer Zeichenhaftigkeit ist ihr gelegen, die zu lesen reine Rationalität nicht reicht. Gratwanderungen sind in ihrem Werk allgegenwärtig – über die Bildkunst hinaus. Nürnberger Nachrichten, 2003.

Zum Malen braucht die junge polnische Künstlerin Agata Norek nicht unbedingt Pinsel und Farben. Ihre formal wie inhaltlich vielschichtigen Tafelbilder bestehen aus Hirse-Körnern, Tee-Blättern, Toilettenpapier-Streifen und vielen anderen eher ungewöhnlichen Malmitteln. Einer Reihe ihrer neuesten Arbeiten gab Norek den Titel „Briefe an Erblindende“, weil deren Reiz erfühlt werden will. Agata Norek baut nicht nur auf die eigentümlichen ertastbaren Botschaften, welche die mit ihren Fundmaterialien gestalteten Oberflächen transportieren. Mit ihren Gemälden, Zeichnungen und Collagen demonstriert sie auch das systematische Durchspielen aller Möglichkeiten bei der Anordnung geometrischer Formationen. Da gibt es Wiederholungen, Reihungen, Progression und Variation. In einigen Fällen wirken die Ergebnisse wie nicht deutbare Elemente einer archaischen Bilderschrift, wie die Zeichen und Symbole eines dunklen Kultes.

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Das Geheimnisvolle steht neben dem Planvollen. Die kühl-rationale, auf klare, einfache Formen zielende Arbeitsweise bildet jedoch auch einen seltsamen Kontrast zu dem offensichtlichen Vergnügen der Künstlerin am Hantieren mit bröselnden, mürben und spröden, breiigen und zähen Werkstoffen, deren natürliche Tendenz zur Formlosigkeit sie eigentlich für das Serielle denkbar ungeeignet erscheinen lässt. Nürnberger Nachrichten, 2003.

Agata Norek stellt im Haus Tobias aus. Und was dort großformatig für die nächsten Wochen die Wände ziert, ist einfach als "schön" zu bezeichnen. Manches wirkt wie Hieroglyphen auf Leinwand, anderes wie schön gewebter Teppich, und wieder anderes wie ein indisches Mandala. Besonders anrührend sind die Bilder "Alte Tapete im Kinderzimmer" oder "Ganz viele Herzen für meine Oma". Die junge, in Polen gebürtige Künstlerin, wurde 2003 von der Kunstakademie Kattowitz mit einem ersten Preis für Malerei ausgezeichnet, erhielt vom Rotary Club ein Gaststudium für Malerei in Nürnberg sowie eine Auszeichnung im Fach Grafik Design. Dass Agata Norek diese Preise verdient hat, dokumentiert sie in ihrer Präsentation im Haus Tobias. Augsburger Allgemeine, April 2008.

Ihre Erinnerungen in Kunst umzusetzen, gefällt Agata Norek. Und wie sie diese Erinnerungen zum Beispiel in "Alte Tapete" auf Papier bringt, das gefällt den Besuchern im Haus Tobias. Dort zeigt die junge, mit Preisen ausgezeichnete Künstlerin "Aus der Liebe zur Malerei" (Titel der Schau) ihre Erinnerungen. Doch nicht nur mit diesem bestückt sie die Wände in dem Haus, sondern auch mit Arbeiten wie "Orientalische Reise mit Andrzej auf dem fliegenden Teppich", mit der bildlich formulierten Aufforderung "Komm zu mir, ich lade dich ein. Ich stoße dich zurück" oder nur mit "Mineral". Agata Norek gilt es kennen zu lernen! Augsburger Allgemeine, April 2008.

Weblinks


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