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Name und Geschichte der Wertach

Der Name des Flusses virdo oder virda ist entweder aus dem Lateinischen (viridis = grün, also grünes Wasser) oder aus dem Keltischen (kräftig, schnell) abgeleitet. Die Römer bezeichneten den Fluss als Vinda. Im 10./11. Jahrhundert kam die deutsche Bezeichnung "Wertahe(a)" oder "Wertha" auf.

Schon die Römer benutzten die Wertach als Verkehrsweg zwischen Augusta Vindelicorum?, der Hauptstadt ihrer Provinz Rhaetia? und Kempten, das damals Cambodunum? hieß. Auf einer Hochterrasse zum Lech hin verlief parallel dazu auch die Allgäustraße? der Römer.

Früher hat man ehemalige Wasserarme der Wertach als "Rössen" bezeichnet. Und "Au" oder "Flussaue" war eine Niederung am Fluss, die von Hoch- oder Niedrigwasser geprägt war. Aus der Vereinigung beider Bezeichnungen entstand die Rosenau? als Flurbezeichnung, die dem Rosenauviertel? und dem Rosenaustadion in Augsburg den Namen gab.

Begradigt wurde die Wertach in den Jahren um 1860, um Siedlungsraum und landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen. Das hatte im Laufe der Zeit viele negative Folgen, etwa dass mit dem Absinken der Wertachsohle auch der Grundwasserspiegel absank, dass Uferbefestigungen und Brücken durch Unterspülung gefährdet wurden, dass die Hochwassergefahr wegen fehlender Überschwemmungsflächen stieg und die Artenvielfalt im Auwald sank.

Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die Wertach ausgedehnte Kies- und Sandbänke und ihr Bett verlagerte sich ständig. Wenn sie Hochwasser führte, dehnte sie sich weitflächig aus. Um mehr landwirtschaftliche Nutzflächen zu gewinnen und Hochwasser abzuhalten, begradigte man die Wertach ab 1852 und verkürzte zwischen Ettringen? im Unterallgäu? und Göggingen ihren Lauf um etwa 20 Kilometer. Dadurch floss die Wertach schneller, sie grub sich stärker in die Tiefe (etwa sechs Meter) und erlangte eine stärkere Schleppkraft.

Das erforderte Maßnahmen zur Stabilisierung der Flusssohle, die südlich von Inningen bis 1982 durch Staustufen mit Wasserkraft-Nutzung durchgeführt wurden, doch leider tiefte sich die Wertach unterhalb der Inninger Staustufe weiter ein, was dazu führte, dass die Sicherheit von Brücken und Staustufen gefährdet wurde, der Grundwasserspiegel absank und Feuchtflächen austrockneten. Wegen dieser Probleme wurde das Projekt Wertach vital gezündet.

Für etwa 500.000 Euro wurde der Wertachuferweg in Oberhausen zwischen der Wertachbrücke und dem Drentwettsteg? saniert und im März 2012 wieder freigegeben.

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