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Musica Suevica

"Schwäbische Musik"; ein Augsburger Chor, der sich der Förderung der Musik in Schwaben, insbesondere der geistlichen Musik des 17., 18. und 19. Jahrhunderts dieser Region verschrieben hat

Allgemeines

Der gemischte Laienchor Chor Musica Suevica aus Augsburg kann ein ein ausgefeiltes und filigran abgestimmtes Programm klassischer Musik aufweisen, das bei zahlreichen festlichen Gelegenheiten in stets neu arrangierter Zusammenstellung zur Aufführung kommt. Im Laufe des Bestehens des Chors entwickelte er nach und nach wiederentdeckte geistliche und weltliche Musikstücke für die Aufführung weiter und kombinierte diese musikalische Schätze mit den Werken etablierter Komponisten. Musica Suevica tritt im Rahmen von Gottesdiensten, Konzerten und anderen vergleichbaren feierlichen Anlässen regelmäßig auf.

Seit einigen Jahren trägt Musica Suevica auch zur Vielfalt der Langen Kulturnächte bei, wenn es etwa um die Mozarts, die Musen und Museen oder die Fugger geht. Und seit vielen Jahren wird der Chor von Mitgliedern des Münchner Rundfunkorchesters und namhaften Solisten bei den Konzerten begleitet.

Im Lauf der Jahre trug der Chor Musica Suevica dazu bei, dass Leopold Mozart nicht nur mehr als Vater eines berühmten Sohnes gesehen, sondern vor allem durch seine bisher recht unbekannte Kirchenmusik als Komponist ernst genommen wird, dass J. A. Hasse nicht nur ein Opernkomponist gesehen wird, J. A. Giulini, J. M. Demmler, F. X. Kleinheinz, F. H. Graf, J. K. Seyfert u.a. keine farblosen musikgeschichtlichen Gestalten mehr sind, sondern beeindruckende Konturen annehmen und mit ihnen die Vergangenheit, die damalige Zeit und damit auch geistige Strömungen sichtbar werden.

Musica Suevica will weg von den „Schlagern", hin zu einer heimatnahen Kulturpraxis mit dem Ziel, den eigenen Horizont wie auch den der Zuhörer zu erweitern, Musik als Teil der regionalen Geschichte zu begreifen, im Aufspüren der Vergangenheit die Umstände von Leben und Zivilisation erfahrbar zu machen, daraus zu lernen, Erarbeitetes umzusetzen, letztlich in unsere Zeit hineinzutragen und weiterzuentwickeln, wie es auf der Webseite des Chores zu lesen ist.

Prägende Gestalt des Chores über Jahrzehnte: Franz Wallisch?, Mitinitiator und musikalischer Leiter. In Zusammenarbeit mit Erich Gackowski sorgt er vom Quellenstudium über die Einrichtung hin bis zur Einstudierung und konzertanten Aufführung. Innerhalb von Jahrzehnten konnten so Hunderte wieder entdeckte musikalische Kostbarkeiten von mehr als 80 Musikerpersönlichkeiten bei zahlreichen Gottesdiensten, Festakten, Konzerten und anderen besonderen Anlässen aufgeführt werden.

Geschichte

Der Chor Musica Suevica wurde im Oktober 1983 gegründet.

Seit 1984 gestaltet der Chor die Hochämter an den Kirchenfesten in der Dominikanerkirche Heilig Kreuz.

1985 Mitwirkung an der Verleihung des Preises Augsburger Friedensfest 1985 an Bischof Kunst.

1991 trat Musica Suevica bei den „Oberöstereichisch-Schwäbischen Kulturtage“ in Ottobeuren? auf.

1994 Mitwirkung der Verleihung Preises Augsburger Friedensfest 1994 an Dr. Richard von Weizsäcker.

1995 nahm der Chor am Jubiläum „50 Jahre Ottobeurer Konzerte“ teil.

1996 Mitwirkung an den Festakten „40 Jahre seit Wiedergründung der Bezirke – 20 Jahre Bezirkstagspräsident Dr. Georg Simnacher“ oder der „Konstituierenden Sitzung des Augsburger Stadtrates“.

2000 Mitwirkung an „350 Jahre Augsburger Hohes Friedensfest“

2005 Konzert beim „Pax Augustana-Jubiläum“.

2008 25 Jahr-Feier des Bestehens von Musica Suevica.

2013 30 Jahr-Feier mit auserlesenen Augsburger Erstaufführungen.

Details

Musica Suevica ist ein Laienchor mit einem kompromisslosen Qualitätsanspruch. Dadurch hat er sich zu einer musikalischen Institution in der Region Augsburg entwickelt, deren Konzerte, insbesondere in der Augsburger Dominikanerkirche Heilig Kreuz, zu einem Publikumsmagnet geworden sind. Damit hat sich der Chor eine stattliche Anzahl verschiedenster Orchestermessen erarbeitet, unter denen immer wieder Erstaufführungen zu hören sind - gerade auch von heimischen Werken.

Dabei wechselt Musica Suevica etablierte Meisterwerke z. B. von W.A. Mozart, J. Haydn oder F. Schubert mit zur Zeit noch wenig bekannten Kompositionen von P. P. Sales, C. B. Witzka, F. Bühler, A. Kirchbauer, J. A. Albrechtsberger, V. B. Faitelli, M. Fischer, L. Hözl, J. A. Laucher und anderen. Damit gibt der Chor dem schwäbischen Schatz an Kirchenmusik den ihm gebührenden Platz. Mit Werken diverser schwäbischer Komponisten tritt der Chor gerne in deren Geburts- bzw. Heimatorten auf, u. a. schon in Hiltenfingen?, Ried bei Dinkelscherben oder Oberelchingen?.

Neben der Dominikanerkirche Heilig Kreuz ist der Chor Musica Suevica in Augsburg oft im Kleinen Goldenen Saal, aber auch immer wieder im Goldenen Saal des Augsburger Rathauses zu Gast. Beispielsweise zu Festakten am Augsburger Friedensfest.

Neben dem Vorstand des Musica Suevica Chors steht ein musikalischer Beirat aus sieben Personen. Beirat und Vorstand werden jeweils auf zwei Jahre in der Mitgliederversammlung gewählt. Diese Leitung sucht zum einen nach geeigneten Werken, bewertet sie hinsichtlich Qualität und Historizität und arbeitet sie unter dem Gesichtspunkt der Aufführbarkeit und Machbarkeit auf. Freude schenkt dabei die aktive Beschäftigung mit der Musik bereits als solche in Zeiten überbordener Medienfülle. Für den, der sich mit ihr auseinandersetzt, wird sie eine Quelle von Erneuerung, Lebensgestaltung und Sinnerfüllung. Bisher ist es Musica Suevica gelungen, die Gemeinschaft mit anderen zu leben: Der Chor schafft aus toten Noten, verstaubten Büchern und Mühen lebendige kleine und auch große, unbekannte wie bekannte, erfahrbare Kunst, in der eine enge Interdependenz zwischen Stimmen, Sängern, Dirigenten, Musikern und Zuhörern entsteht.

Weblinks


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