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Mozarthaus

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auch Mozart-Gedenkstätte; das Arbeits- und Wohnhaus von Johann Georg Mozart, wo Johann Georg Leopold Mozart, der Vater von Wolfgang Amadeus Mozart, zur Welt kam

Allgemeines

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Das Mozarthaus ist ein dreigeschossiges Bürgerhaus, das einen geschweiften Giebel besitzt und im Kern auf das 16. und 17. Jahrhundert zurückgeht. Es war Ort des Techtelmechtels von Wolfgang Amadeus Mozart, der Augsburg mehrmals besuchte, mit seinem "Bäsle" Maria Anna Thekla Mozart.

Das Gebäude ist recht unscheinbar und liegt im nördlichen Teil des Domviertels in der Frauentorstraße. Lange Zeit war sich die Stadt über die Bedeutung des Hauses gar nicht klar.

Hier findet sich eine ständige Ausstellung zu dem Leben und Wirken von Johann Georg Leopold Mozart. Die Bestandsbasis bilden Musikhandschriften, Notendrucke und Druckgraphiken des 18. und 19. Jahrhunderts, die von Stift Lambach und Maximilian Zenger? angekauft wurden.

Auch ein Hammerflügel von Johann Andreas Stein ist hier ausgestellt. Gefertigt wurde er 1785. Auf ihm spielten sowohl Johann Georg Leopold Mozart als auch Wolfgang Amadeus Mozart, der sich schon in einem Brief aus dem Jahr 1777 an den Vater von den Steinschen Instrumenten begeistert zeigte.

Besucher können in einem Multimedia-Raum in die Zeit der Mozarts, also das 18. Jahrhundert, reisen und weitere Einblicke gewinnen. Eine Führung mit Hörbuchcharakter präsentiert das Leben der Mozarts in Augsburg mit Sprach- und Musikeinspielungen.

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Aufgrund verschiedener Renovierungen der letzten Jahre ist das Museum besucherfreundlich, modern und mit der neuesten Technik ausgestattet. An den einzelnen Stationen gibt es Audio-Hinweise und Musikbeispiele, so dass man die vorliegenden Noten auch hören kann. Auch Handschriften sind in heutige Schrift umgesetzt und leicht lesbar. Für Schwerhörige gibt es auch eigene Audio-Guides. Als diese Audio-Guides für Schwerhörige 2006 zur Verfügung gestellt wurden, war das Mozarthaus das erste bayerische Museum, das mit diesem Service aufwarten konnte. Es handelt sich dabei um so genannte „Teleschlingen“, die sich direkt ans Hörgerät anschließen lassen. Die Audio-Übertragung erfolgt mittels elektromagnetischer Signale.

Geschichte

1553 kauft Christoph Mozart?, Vater des Malers Anton Mozart? das Haus und wohnt dort von 1562 bis 1565.

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Johann Georg Mozart arbeitet hier als Buchbinder. Hier kommt sein ältester Sohn Johann Georg Leopold Mozart am 14. November 1719 zur Welt. Allerdings zieht die Familie Ende 1721 in die Jesuitengasse.

Eine erste Gedenktafel an die Mozarts wird 1858 an dem Haus angebracht. Im 19. Jahrhundert erhielt die Fassade des Mozarthauses auch ein erweitertes Fenstergeschoss im Dachstuhl, um es an das nördliche Nachbarhaus Nr. 32 anzugleichen. Durch einen Brunnen, den man an der Straßenkreuzung Auf dem Kreuz / Frauentorstraße anlegt, verbreitert sich die Straßenführung und die Hauptachse der Straße verschiebt sich etwas nach Norden.

Ludwig Wegele?, der damalige Geschäftsführer des Verkehrsvereins Augsburg?, eröffnete am 27. Juni 1937 einen ersten Gedenkraum in dem Gebäude, zwei Jahre später schenkte die Brauerei Hasen-Bräu, der das Haus gehörte, das Gebäude der Stadt Augsburg anlässlich eines Firmenjubiläums dieser ältesten Augsburger Braustätte. Es war die Zeit, als der Tourismus sich entwickelte und viele Menschen die deutschen Mozart-Stätten besuchen wollten. Mehr aber geschah wegen des Zweiten Weltkriegs nicht und auch nach dem Krieg wurde das Mozarthaus zunächst als Wohnungstätte genutzt.

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1951 richtete man den Gedenkraum mit den ausgelagerten Exponaten wieder ein. 1956 erweiterte man die Gedenkstätte und 1980 gestaltete man das Haus als Gedenkstätte weiter aus. Zum 225. Geburtstag Wolfgang Amadeus Mozarts im Jahr 1981 konzeptionierte man die Gedenkstätte neu. Als man 1987 den 200. Todestag von Johann Georg Leopold Mozart beging, erweiterte man die Fläche der Ausstellung wiederum. Und erneut ordnete man die Inhalte neu: Die Themen reichten nun von den schwäbischen Wurzeln der Mozarts auf dem Land bis zur (Kunst-)Handwerkerfamilie in Augsburg über die Kindheit und Jugend Leopolds in Augsburg, die Reisen der Familie und Wolfgang Amadeus´, Bücher, Notendrucke und Grafiken ... Damals verwaltete das Mozarthaus den weltweit größten Bildbestand zum Thema Mozart und verstand sich vorrangig als Forschungsstätte.

1991 feierte die Stadt Augsburg wiederum ein Mozartjahr und man zählte etwa 17.000 Besucher im Mozarthaus.

1992 baute man das Haus wieder um und bezog nun auch das Erdgeschoss in die Ausstellung ein. Seit 1992 ist es auch Sitz der Internationale Leopold-Mozart-Gesellschaft? und seit 1996 auch der Deutschen Mozart-Gesellschaft?.

Am 16. Juni 1993 eröffnete man die renovierte Gedenkstätte erneut.

Die letzte Renovierung erfuhr das Mozarthaus im Jahr 2005 und 2006 aus Anlass des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart. Diese Jahre waren auch Jahre der Rückbesinnung auf die Bedeutung Johann Georg Leopold Mozart für seinen Sohn und dessen Werke, aber auch als eigenständiger Musiker. Der Augsburger Mozart-Experte Dr. Josef Mancal? führt das Genie des Sohnes zum großen Teil auf die Bildung und die musikpädagogischen Fähigkeiten des Vaters zurück.

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Im Juli 2010 fand im Mozarthaus die Lange Mozartnacht unter dem Thema "Singende Sägen und Beat-Box" statt.

Im Juli 2015 musste die Dauerausstellung im Mozarthaus wegen eines Wasserschadens geschlossen werden. Weil durch die Feuchtigkeit mehrere Räume der Gedenkstätte beeinträchtigt waren, mussten etliche Exponate ausgelagert werden. Nicht vom Wasserschaden betroffen waren der Empfangsbereich und der Konzertraum in der Gedenkstätte.

Pünktlich zum 260. Geburtstag Wolfgang Amadé Mozarts konnte die monatelang wegen eines Wasserschadens geschlossene Dauerausstellung mit einem Konzert am 27. Januar 2016 wiedereröffnet werden. Im Steinsaal des Mozarthauses begrüßte der damalige Augsburger Kulturreferent? Thomas Weitzel – Präsident der Deutschen Mozart-Gesellschaft – Besucher des Konzerts der Pianistin Ji Eun Yun. Die Südkoreanerin, die 2014 ihr Masterstudium bei Prof. Ulrich Schwarz am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg abgeschlossen hatte, gab am original erhaltenen Hammerklavier des Augsburger Instrumentenbauers Johann Andreas Stein vier Sonaten Mozarts.

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Details

Hörbild Mozart - Fugger

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Das Jubiläumsjahr „550 Jahre Jakob Fugger“ 2009 sorgte dafür, dass ein bislang fehlendes Kapitel in der Historie der Mozarts den Weg ins Mozarthaus fand: Eine Station mit dreisprachigem Hörbild beleuchtet die über sechs Generationen andauernden Verbindungen zwischen dem Haus Fugger und der Familie Mozart.

Fast zwei Jahrhunderte lang kreuzten sich bei und in Augsburg die Wege der Fugger und der Mozarts. David Mozart d. Ä.? wurde in Leitershofen? geboren, das zur Fuggerherrschaft Wellenburg? gehörte. 1643 wanderte dessen Sohn, David Mozart d. J.], in die Freie [[Reichsstadt? Augsburg ein. Der erste Augsburger Mozart arbeitete mehrfach in der Fuggerei und auch sein Sohn Hans Georg wurde von den Fuggern mit Arbeiten am deren Schloss Wellenburg? und an den Augsburger Fuggerhäusern beauftragt. In der Fuggerei erinnert eine Gedenktafel daran, dass ein zweiter Sohn David Mozarts – der Maurermeister Franz Mozart – seit 1681 in der Armensiedlung wohnte, wo er 1694 starb. Und Leopold Mozart erhielt schließlich seine Schulausbildung im Jesuitenkolleg?, das die Fugger 1579 gestiftet hatten. Indirekt sind die Fugger also sogar daran beteiligt, dass Leopold jene Bildung erhielt, die er später als Erzieher und Musiklehrer an seinen genialen Sohn weitergab.

Mozarthaus Augsburg © Eva Stuhlmüller (www.augsburg-parrot.de)

Auch Wolfgang Amadé hatte mit den Fuggern zu tun. Am 6. November 1766 lud Graf Fugger, Herr auf Schloss Markt bei Augsburg, den zehnjährigen „Wolferl“ zum Orgelwettstreit in die Kirche von Biberbach ein. Der Vergleich mit einem zwölfjährigen Wunderkind aus dem Fugger’schen Dorf Kettershausen? endete angeblich „remis“. 1777 kam Wolfgang Amadé erneut nach Augsburg. In Sankt Ulrich und Afra spielt er am 18. Oktober auf der dortigen Fuggerorgel?. Vier Tage später gab Wolfgang Amadé in den Fuggerhäusern ein legendäres Konzert.

Das Hörbild in deutscher, englischer und italienischer Sprache bringt Besuchern des Augsburger Mozarthauses diese Bezüge nahe. In der Vitrine ist das Replikat des Gedenksteins für Franz Mozart in der Fuggerei zu sehen.

Werbefilm der Stadt Augsburg für das Mozarthaus vom September 2010

Öffnungszeiten und Eintrittspreise

Dienstag bis Sonntag: 10.00 bis 17.00 Uhr.
Fallen Feiertage auf einen Montag, ist ebenfalls zu den angegebenen Zeiten geöffnet.

Erwachsene 3,50 Euro, Gruppen ab 10 Personen 3 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familien 7 Euro, Kombiticket mit Kleinem Goldenen Saal 4 Euro

Im Mozarthaus sind auch private Feste oder Firmenfeiern möglich. Ein Konzertsaal mit Hammerklavier steht für individuelle Konzerte (bis zu 50 Personen) offen. Ein Raum für bis zu 30 Personen eignet sich fürs Catering. Der romantische Garten kann ebenfalls genutzt werden.

Adresse

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Mozarthaus Augsburg
Frauentorstraße 30
86152 Augsburg

Tel. 0821/4507945
Fax. 0821/5020745

Mit der Straßenbahn Linie 2? Ausstieg Mozarthaus ist die Gedenkstätte leicht zu erreichen.


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