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Messerschmitt-Siedlung

eine Augsburger Siedlung, die von der Messerschmitt AG vor dem Zweiten Weltkrieg für ihre aus allen Teilen Deutschlands zugezogenen Arbeiter errichtet wurde

Allgemeines

Die Messerschmitt-Siedlung Augsburg liegt in Haunstetten-Nord? zwischen der Sämannstraße, der Flachsstraße? und der Hofackerstraße?. Errichtet wurde sie von der Messerschmitt AG für ihre Arbeiterfamilien, die in den 1930er Jahren in ganz Deutschland angeworben wurden. Es lohnte sich damals nach Haunstetten zu ziehen, denn die Löhne der Messerschmitt AG waren sehr hoch und die Arbeit in der modernen Luftfahrttechnik prestigeträchtig. Die Wohnungen waren für die Zeit komfortabel und preiswert, in dazu gehörenden Gärten konnten die Bewohner während des Krieges Gemüse anbauen und Kleintiere.

Geschichte

Anfänge der Messerschmitt-Siedlung

Die Anfänge der Messerschmitt-Siedlung in Augsburg reichen in die 1920er Jahre zurück. Im November 1926 kaufte Haunstetten das ungefähr 42 Tagwerk große Gelände "Breitwiese" von Kaspar Settele (heute Breitwiesenstraße?. Die "Breitwiese" diente bis dahin als Getreideacker. Später begann der Bau der Messerschmitt-Siedlung hier an der Breitwiesen-? und an der Pflugstraße?.

Der nächste Schritt zur Messerschmitt-Siedlung war im September 1931. Damals trafen sich Menschen, die an der Gründung einer Kleinsiedlergemeinschaft interessiert waren, in der Gastwirtschaft "Alpenrose" an der Ecke Haunstetter Straße / Hötzelstraße?. Eine zweite Versammlung an gleichem Ort und mit gleichem Zweck fand im Oktober 1931 statt. Gegründet wurde die Kleinsiedlergemeinschaft Ende Oktober 1931 im damaligen "Jägerhaus" von Kaspar Settele, eine Gastwirtschaft, die im Zweiten Weltkrieg durch einen Bombentreffer völlig zerstört wurde. Was wir heute als "Jägerhaus" kennen, war damals nur die dazugehörige Gartenschänke.

Nach dem Zweiten Weltkrieg

1966 wurde der Bebauungsplan Nr. 819 für die Messerschmitt-Siedlung erlassen.

21. Jahrhundert

Im April 2015 wurde bekannt, dass Teilbereiche der Messerschmitt-Siedlung in Haunstetten Neubauten erhalten sollten, um die Hofackerstraße und ihr Umfeld aufzuwerten. Außerdem sollten Bestandsgebäude aus energetischen und sozialen Gesichtspunkten saniert werden. Mit dem geplanten Neubau-Vorhaben sollte eine Nachverdichtung um etwa 15 Prozent erreicht werden, also Wohnraum neu geschaffen werden. Es sollten energetisch hochwertige Wohnungen entstehen, aber auch Wohnungen, die mit Mitteln der sozialen Wohnraumförderung gefördert werden sollten. Weiterhin sollte es in der Messerschmitt-Siedlung viel Grün und Außenflächen mit Aufenthaltsqualität geben. Geplant war auch ein privater Fuß- und Radweg in Ost-West-Richtung, der durch alle Baufelder verlaufen und auf einen neuen Gemeinschaftsplatz führen sollte. Entlang dieser Quartierachse sollten sich Spielplätze, Grünflächen und Flächen für gemeinschaftliches Gärtnern erstrecken. Neben den Neubauten und der Erneuerung des Baubestands sollte zudem der Einzelhandel in der Messerschmitt-Siedlung reaktiviert werden.

Details

Zur Zeit der Gründung der Messerschmitt-Siedlung gab es in Deutschland eine Kleinsiedler-Bewegung, die Siedlungen an der Peripherie der Städte wünschte, weil man so dem städtischen Wohnungselend, dem aufreibenden Stadtleben entgehen und fern von allem Lärm Erholung und Kraft für neue Arbeit finden wollte. Aus diesen Gedanken heraus kam es zur Anlage der Messerschmitt-Siedlung in Haunstetten.

Lage

Weblinks


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