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Max-Höfe

Eine Augsburger Wohnanlage in der Nähe der Maximilianstraße inmitten des so genannten Kaiserviertels, das in der Innenstadt liegt.

Allgemeines

Das Gelände für die Max-Höfe besteht aus etwa 10.000 Quadratmetern. Es grenzen Wohnhäuser daran und bis zum Abriss auch das alte Brauereigebäude von Hasenbräu. Die Max-Höfe umfassen etwa 130 frei finanzierte Wohnungen, die von Klaus Wohnbau? errichtet werden. Die Lage der Max-Höfe könnte nicht besser sein: mitten in der Augsburger Innenstadt zwischen der Armenhausgasse und der Weiten Gasse?.

Allerdings lag das Gelände der Max-Höfe während des Zweiten Weltkrieges im Zentrum der Bombenangriffe auf Augsburg. Und da etwa 15 Prozent der abgeworfenen Bomben nicht explodierten, können unter dem Gelände immer noch intakte Brand- und Splitterbomben liegen. Überhaupt ist das ganze Gelände von Schächten und Gängen durchzogen, die im letzten Weltkrieg als Luftschutzräume benutzt wurden. Während der Arbeiten an den Max-Höfen stieß man noch auf Wände mit alten Anschlägen, etwa zum Verhalten während der Luftangriffe oder auf alte Zeitungen. Auch die unterirdischen Räume der früheren Brauerei (Schächte und Förderanlagen) mussten beseitigt werden, um die Neubebauung angehen zu können.

Geschichte

Das Gelände der Max-Höfe gehört in früheren Jahrhunderten den Fuggern. So ist z. B. auf diesem Gelände 1626 der Garten von Philipp Eduard Fugger? nachweisbar. Nach ihm hatte die Armenhausgasse ihren früheren Namen "Philipp-Fugger-Gässchen".

Später erwarb Hasenbräu das Gelände.

Nach der Jahrtausendwende versuchte die Hasenbräu-Immobilien AG? im so genannten Kaiserviertel 350 Wohnungen errichten. Es wurden allerdings nur 50 dieser Wohnungen gebaut, denn der Verkauf lief schleppend. Als Gründe nimmt man an, dass die Bebauung zu dicht angesetzt und sie zudem architektonisch umstritten war. Ein weiteres Argument, dass nicht genug Wohnungen verkauft wurden, war der hohe Preis.

Nach dem Scheitern der Pläne der Hasenbräu-Immobilien AG? kaufte Klaus Wohnbau? das restliche noch unbebaute Areal, um die Max-Höfe zu errichten. Baubeginn für die Max-Höfe war das Frühjahr 2009. Das Investitionsvolumen betrug etwa 40 Mio. Euro. Kurz nach Baubeginn, als die Gebäude der ehemaligen Brauerei abgerissen waren, wurden einige mittelalterliche Objekte entdeckt. So z. B. eine Kochstelle, die als Müllsammelstelle diente, nachdem sie ihre frühere Bestimmung verloren hatte. Man fand Küchengeräte und Schweineknochen.

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Details

Der Bauträger gab der Wohnanlage den Namen Max-Höfe, weil gleich in der Nähe die wichtige Lebensader Augsburgs, die Maximilianstraße liegt. Es ist ein Glücksfall, dass in der historischen Innenstadt? von Augsburg ein solch großes Projekt in einer 1a-Lage verwirklicht werden kann, denn normalerweise wäre dies wegen des Denkmalschutzes nicht möglich.

Die Wohnungen der Max-Höfe reichen von Zwei-Zimmer-Wohnungen von 56 Quadratmetern bis hin zu Penthäusern mit knapp 180 Quadratmetern, die an das städtische Fernwärmenetz angeschlossen sind. Ein Teil der Wärme wird aber auch mit Solarenergie über Sonnenkollektoren auf den Dächern erzeugt, so dass die ganze Anlage den Förderbestimmungen KfW 60 unterliegt.

Im dritten Obergeschoss sind die Terrassen-Wohnungen leicht zurückgesetzt. Die Jalousien an Wohn- und Küchenfenstern funktionieren elektrisch, die massive Ziegelbauweise wird bei den Außen-, den Trenn- und Zwischenwänden angewandt und in Wohn- und Schlafräumen gibt es Parkettböden.

Die Anlage ist von kurzen Wegen gekennzeichnet. Außerdem ist alles - von der Tiefgarage bis nach oben - barrierefrei. Quartiersplätze sollen autofreie Innenhöfe mit etwa 50 Bäumen und vielen Hecken schaffen. Das bedeutet: Man hat gegenüber früheren Plänen die Bebauung reduziert und für mehr Licht und Luft gesorgt. Indem die geplanten Gebäude anders gegliedert und um grüne Innenhöfe herum gelegt wurden, fiel ein großer Teil der Kritik gegen die Bebauung im Kaiserviertel weg.

Die Zielgruppe für diese Art des Wohnens sind gut verdienende Singles, die zusammenwohnen, oder ältere Paare, die sich von ihrem Haus am Stadtrand oder in der Umgebung getrennt haben, um im Zentrum den täglichen Bedarf decken zu können oder ohne Aufwand kulturelle Angebote nutzen zu können.

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