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mamo-ladengalerie

Eine frühere Ladenpassage im ehemals größten Kino Schwabens.

Allgemeines

Die Ladenpassage gehörte zu den gehobenen Einkaufspassagen Augsburgs. Ihr Name setzte sich aus „ma“ für Maximilianstraße und „mo“ für Moritzplatz zusammen. Hierher kamen früher berühmte Filmstars oder Regisseure zu Premieren ihrer Werke, später flanierten hier Menschen, die das Besondere suchten.

Die Passage zeichnete sich dadurch aus, dass die bestehende filigrane Stahltragkonstruktion des Daches geöffnet und mit Glas versehen war, was dem Innenraum große Belichtungsmöglichkeiten gab.

Geschichte

1939 wurde hier der ehemalige Filmpalast eröffnet, der beim Bombenangriff auf Augsburg im Februar 1944 völlig ausbrannte. Erst 1955 konnte er wieder eröffnet werden. In diesem Jahr kam Romy Schneider mit ihrer Mutter Magda Schneider?, einer geborenen Augsburgerin, hierher zur Premiere des Films "Deutschmeister".

Mitte der 1960er Jahre begann auch in Augsburg die Kinokrise und wie für viele andere Lichtspielhäuser wurde es für das größte schwäbische Kino immer schwerer, Besucher anzulocken. Dass im Jahr 2001 zwei neue Multiplex-Kinos nach Augsburg kamen, bedeutete für das Kino am Moritzplatz das endgültige Aus.

Nach einigen Jahren ohne Nutzung und einem Eigentümerwechsel begann man zunächst mit der Entkernung des Filmtheaters, dem Einbau einer Mitteltreppe in den ehemaligen Saalbau und der Einziehung von drei Galerie-Etagen mit einer aufwändigen Firstverglasung. Die mamo-ladengalerie wurde schließlich im Oktober 2008 eröffnet. Geplant wurde die mamo-ladengalerie von schafitel - felber architekten?. Sie bot damals zwölf Geschäften und einem Gastronomiebetrieb Platz.

Schon Mitte des Jahres 2009 machte die neue Ladengalerie mamo mit schlechten Nachrichten von sich reden: Einige der Erstmieter mussten mangels Kundenfrequenz aufgeben. Halten konnten sich Geschäfte, denen es gelang, ihre Stammkunden von einer anderen Lage in die mamo-ladengalerie mitzunehmen. Es gelang nicht, die Mieter zu finden, die man sich für die Ladengalerie wünschte. Nach dieser Krise der Einkaufsgalerie und einer Überarbeitung des ursprünglichen Konzepts gelang es mit dem Domicil Einrichtungshaus Augsburg einen großen Hauptmieter zu finden, nachdem das Konzept mit vielen kleinen Geschäften in der Galerie nicht aufgegangen war.

Die Galerie heißt seit 01.02.2011 nicht mehr "mamo-ladengalerie", sondern Filmpalast Ladengalerie.

Details

Die mamo-ladengalerie wies helle und von Tageslicht durchflutete Räume auf, was durch großflächige und filigrane Firstverglasungen möglich wurde, die dafür sorgten, dass das Licht bis ins Erdgeschoß fiel und der Turm von Sankt Moritz zu einem Teil des Innenraums der Ladengalerie wurde. Die Ladenfläche umfasste etwa 2.200 Quadratmeter.

Im 2. Obergeschoß gab es einen mamo-eventraum mit Blick auf den Turm von Sankt Moritz. Hier konnten Kunstausstellungen, Tanzabende und Kongresse durchgeführt werden. Auch an Sonntagen konnte man durch die Galerien schlendern und einen Schaufensterbummel machen.

Zu den Mietern in der mamo-ladengalerie gehörten:

Manche politisch links stehende Augsburger betrachteten die mamo-ladengalerie als typische Vertreterin privatisierten Raumes. Die soziologische Betrachtung erweise, dass die Gestaltung Konsumenten, die nicht zur gehobenen Schicht gehören, signalisiere, dass sie nicht in diese Passage gehören. Den Grund dafür sahen sie in dem ursprünglichen Konzept der Galerie, mit vielen kleinen gehobenen Geschäften und Kultur-Events eine bestimmte Augsburger Klientel anzusprechen, die bis dahin eher in München einkaufte. Die Eigentümerfamilie der Ladengalerie wies eine solche Sichtweise immer zurück: Weder passe die Hochwertigkeit der Galerie nicht zu Augsburg noch wolle man Menschen durch die Gestaltung abschrecken. Jeder, so betonte sie, sei in der Passage herzlich willkommen und könne gerne verweilen. Man könne z. B. in der Passage günstig Pizza essen, das sei bestimmt für jeden erschwinglich. Man habe hier hier lediglich mit Herzblut und hohem finanziellem Aufwand etwas Schönes für Augsburg zu bieten versucht. Es habe z. B. auch Mietangebote von 1-Euroläden etc. gegeben, die von der Rendite her für die Eigentümer interessanter gewesen wären. Der Eigentümer-Familie sei es aber auch um eine Verschönerung der Maximilianstraße gegangen.

Adresse

Frühere Anschrift:

mamo-ladengalerie
Maximilianstraße 30
Filmpalast Ladengalerie
86150 Augsburg


Weblinks


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