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Mädchenrealschule Sankt Ursula

eine staatlich anerkannte Realschule für Mädchen, die aus der Tradition des Dominikanerinnenklosters Sankt Ursula hervorging und heute vom Schulwerk der Diözese Augsburg getragen wird

Allgemeines

Die Mädchenrealschule in Augsburg ist nach der heiligen Ursula benannt, einer Märtyrerin römischer Zeit. Sie führt vier unterschiedliche Ausbildungsrichtungen, von denen jede ihr spezielles Profilfach hat, in dem die Mädchen dann auch eine Abschlussprüfung schreiben müssen.

  • Wirtschaftlicher Zweig: Wahlpflichtfächergruppe II, Profilfach: Betriebswirtschaftslehre / Rechnungswesen
  • Zweig mit zweiter Fremdsprache: Wahlpflichtfächergruppe: III a, Profilfach: Französisch
  • Gestalterischer Zweig: Wahlpflichtfächergruppe: III bK, Profilfach: Kunst
  • Hauswirtschaftlicher Zweig: Wahlpflichtfächergruppe: III bH, Profilfach: Haushalt und Ernährung

Der Mädchenrealschule Sankt Ursula ist eine Tagesbetreuung angegliedert, in der die Schülerinnen zu Mittag essen, ihre Hausaufgaben erledigen, lernen und ihre Freizeit gestalten können.

Geschichte

Am 1. November 1828 genehmigte König Ludwig I.? den Antrag der Augsburger Dominikanerinnen in ihrem Kloster Schulunterricht für Mädchen zu erteilen. Daraufhin richteten die Schwestern drei Werktags- und eine Sonntagsschulklasse ein. Lehrerinnen der Maria-Ward-Schwestern halfen ihnen dabei. In diesen Anfangszeiten gab es nur zwischen 9 und 11 Uhr Unterricht. Nach und nach legten Dominikanerinnen bei den Maria-Ward-Schwestern ihre Lehrerinnenprüfung ab.

1830 kam eine so genannte „Industrieschule“ hinzu, heute würden wir Handarbeitsschule dazu sagen. Kurz darauf eröffneten die Dominikanerinnen eine Ausbildungsstätte für Lehrerinnen.

Im Laufe des 19. Jahrhunderts erweiterten die Schwestern die Elementarfächer durch Naturkundeunterricht, Geographie, Geschichte, Musik, Kunst, Buchführung und die Fremdsprachen Englisch und Französisch. Kurz vor 1900 musste baulich erweitert werden, auch eine Turnhalle wurde erbaut.

Um 1900 richteten die Nonnen ein „Lyzeum“, also eine „Höhere Mädchenschule“ mit sechs Klassen ein und eine Mittelschule mit drei Klassen. Die Volksschule und Lehrerinnenbildungsanstalt bestanden natürlich weiter.

Die Nationalsozialisten? verboten den Schwestern alle Schularten außer der Volksschule, weshalb die freigestellten Schwestern anderen Aufgaben nachgingen. 1944 zerstörten alliierte Bomberverbände im Februar sowohl das Dominikanerinnenkloster Sankt Ursula als auch die Schulgebäude.

Nach dem Krieg half Maria Stern? in Göggingen vier Jahre, den Schulbetrieb der Dominikanerinnen zu betreiben. Im Herbst 1949 begannen die Schwestern das Dominikanerinnenkloster Sankt Ursula und die Schulgebäude in mehreren Bauabschnitten wieder aufzubauen. Nun betrieben sie Grund-, Haupt- und Realschule, doch wurde ihnen aufgrund einer Neuregelung des Schulsprengels die Hauptschule bald wieder entzogen.

Im Schuljahr 1960/61 wurde die Schule vierstufig. In diesem Jahr schlossen die Dominikanerinnen ihr Internat. Stattdessen bot das angeschlossene Tagesheim nun Mittagessen und Nachmittagsbetreuung an.

1966 wurde der bis heute gültige Name „Mädchenrealschule St. Ursula Augsburg“ offiziell eingeführt.

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1978 errichtete man ein neues großzügiges Schulgebäude. Die Bauaufgabe lautete, dass sich das Gebäude zum einen in den gewachsenen historischen Stadtteil einfügen, zum anderen aber auch einen echten Akzent setzen sollte. Damals war Realschuldirektorin Sr. M. Anselma Jesser (1972-1987) im Amt. Sie entwarf zusammen mit dem beauftragten Architekturbüro eine Schule mit „räumlicher Mitte und einem bestimmten Maß an Formalität“.

Zu Beginn des Schuljahres 1987/88 übernahm Sr. Dr. Benedikta Hintersberger? die Leitung der Mädchenrealschule Sankt Ursula. Neben den Zweigen Haushalt und Ernährung, Kunst und Betriebswirtschaftslehre führte sie Französisch ein. Das Tagesheim wurde weiter ausgebaut und die Mädchenrealschule als Erprobungsschule für die Einführung der sechsstufigen Realschule ausgewählt, sodass jetzt auch Mädchen der Jahrgangsstufen 5 und 6 unterrichtet wurden.

Als 2002 nur noch zwei Ordensschwestern an der Mädchenrealschule in Dienst waren, übergaben die Dominikanerinnen die Schule in die Trägerschaft des Schulwerks der Diözese Augsburg.

Im März 2007 schied Benedikta Hintersberger? aus dem Schuldienst aus und mit ihr gingen die letzten verbliebenen klösterlichen Lehrkräfte.

Im April 2007 wurde das "Tagesheim" zur "Tagesbetreuung St. Ursula" und zum Schuljahr 2009/ 2010 wurden grundlegende Änderungen bei Trägerschaft, Organisation und Finanzierung vorgenommen und die Einrichtung in "Offene Ganztagesschule St. Ursula Augsburg" umbenannt.

Details

Das Schulgebäude der Mädchenrealschule Sankt Ursula von 1978 entspricht selbst heute noch den Kriterien der Ästhetik, der Funktionalität und der zeitlosen Moderne. Die Räume sind hell und licht.

Zusätzlich zum Unterricht gibt es natürlich auch an der Mädchenrealschule Sankt Ursula Studienfahrten, Unterrichtsgänge, Projekte, Referenten im Unterricht, Wettbewerbe und religiöse Veranstaltungen, Wahlkurse und Arbeitskreise etc.

Der Verein „Freunde der Realschule Sankt Ursula Augsburg“ setzt sich dafür ein, Schülerinnen zu unterstützen, den Kontakt mit den ehemaligen Schülerinnen und Lehrkräften aufrecht zu erhalten, und ganz allgemein das Schulleben zu bereichern. Er hilft bei schulischen Unternehmungen, veranstaltet Wettbewerbe zu aktuellen Themen, fördert kulturelle Projekte auf Studienfahrten oder unterstützt bedürftige Schülerinnen. 2014 zählte der Verein etwa 170 Mitglieder und war ein eingetragener und gemeinnütziger Verein. Er sponsert auch das von Schülerinnen betriebene "Urslnetz".

Adresse

Mädchenrealschule St. Ursula Augsburg
des Schulwerks der Diözese Augsburg
Bei Sankt Ursula 2
86150 Augsburg

Tel. 0821/33057
Fax. 0821/311775
E-Mail: sekretariat@realschule-st-ursula.de


Weblinks


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