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MODULAR Festival

ein Augsburger Jugend- und Popkulturfestival, das vom Augsburger Stadtjugendring veranstaltet wird; das größte nichtkommerzielle Jugend- und Popkulturfestival in der Region Augsburg

Allgemeines

Das Festival will die Augsburger Jugend- und Popkultur-Szene abbilden und die Aufmerksamkeit auf sie lenken. Modular sieht die Augsburger Kulturpolitik als Experimentierfeld im Bereich der Jugend- und Popkultur, das sich an neuen Strömungen und Trends orientiert. Das Modular-Konzept konzipiert das Festival als großen Workshop. Auf diesem Workshop haben viele junge Menschen die Chancen mitzumachen, sich einzubringen und ein gemeinsames Ziel zu erreichen.

Das Festival ist vor allem von Musik geprägt – aber nicht nur. Ein Abend des Festivals ist für lokale Bands reserviert, die sich als Band des Jahres beworben haben oder aber alte Hasen im lokalen Musikbetrieb sind. Früher gab es in der Kantine üblicherweise ein Dauerprogramm auf allen musikalischen Ebenen, vom Reggae bis zum Hiphop. Hier kommen nationale und internationale Bands auf die Bühne. Neben der Kantine sind natürlich noch weitere Augsburger Clubs im Geschäft.

2012 zog das Modular Festival dann um zur Kongresshalle. Damit einher gingen Modifikationen am Konzept. Nun sollten mit dem Festival Modular junge Menschen, aber auch Junggebliebene und junge Familien mit Kindern angesprochen werden.

Geschichte

Das erste Modular-Festival feierte Augsburg im April 2009 als Indoor-Event statt, was auch im April 2010 beim zweiten Festival so blieb.

Für das dritte Modular-Festival 2011 stellte die Stadt Augsburg im Jahr 2010 160.000 € zur Verfügung. Mit diesem Zuschuss sollten etwa 70 Veranstaltungen an 20 Orten ermöglicht werden. Das Leopold-Mozart-Zentrum und das Zeughaus waren 2011 neue Spielorte des Festivals mit dem Schwerpunkt Computerspiele. Weil das Festival indoor kaum wahrgenommen wurde, begab man sich 2011 auch in den Outdoor-Bereich.

Im September 2010 verkündeten Dr. Kurt Gribl und Peter Grab in einer Pressekonfernz, dass das Jugendfestival Modular in Zukunft völlig anders aussehen solle, was nach eine Pressemitteilung der GRÜNEN vom 30. September 2010 mit keinem Ausschuss abgesprochen worden sei. In der Pressemitteilung lässt sich der Fraktionsvorsitzende Rainer Erben? so zitieren: "Wir haben wiederholt angemahnt, dass solche wichtigen Beschlüsse nicht von oben herunter verkündet, sondern in den zuständigen städtischen Gremien beraten und beschlossen werden sollen. Wieder einmal war dies bei der Neuplanung des Festivals nicht der Fall. Zudem wurde das Konzept des Modular an einem Runden Tisch unter Beteiligung von Jugendlichen entwickelt und wird jetzt ausgerechnet vom zuständigen Jugendkulturrefenten eingestampft. Der Referent und seine Mitstreiter agieren über die Köpfe der Jugendlichen hinweg, weil sie sich selbst besser in Szene setzen wollen. Dieser Umgang mit den städtischen Gremien und den Jugendlichen ist nicht akzeptabel und macht das Thema Jugendkulturpolitik zum Politikum. Im Sinne der Sache muss ein anderer Umgang eingeschlagen werden."

Das dritte Modular Festival 2012 in der gerade frisch sanierten Kongresshalle wurde an zwei Tagen von etwa 20.000 Personen besucht. Die Bühne im Wittelsbacher Park schuf eine Open-Air-Atmosphäre. Gekommen waren Bands wie Prinz Pi, Kraftklub, Dendemann und Who Made Who.

2013 lag der Fokus auf den Workshops für Modular Kids (drei bis acht Jahre), dem Programm Youngstars, bei dem Jugendliche Beiträge beisteuern konnten, und den Musik-Workshops in Kooperation mit dem Downtown Music Institute?. Im Rahmen des Festivals wurde zum zweiten Mal der Augsburger Poppreis Roy verliehen - und man feierte 5 Jahre Modular. Dabei traten die Bands The Notwist, Thees Uhlmann, Die Orsons und Frittenbude auf. Zum ersten Mal verlangte man einen kleinen Festivalbeitrag pro Person. Für schlechtes Wetter stand die Sporthalle Augsburg bereit. Damals arbeiteten etwa 100 Jugendliche bei ehrenamtlich an der Durchführung des Festivals mit.

2014 pausierte das Modular-Festival aufgrund des beschlossenen Biennale-Konzepts? für kulturelle Veranstaltungen in Augsburg. Zur Vorbereitung weiterer Modular-Festivals gründete der Stadtjugendring Augsburg 2014 ein eigenes "Modular-Büro". Es sollte das Festival weiterentwickeln und jüngere Generationen Jugendlicher in die Organisation einbinden.

Anfang Mai 2015 eröffnete das Jugendfestival Modular in der Bürgermeister-Fischer-Straße in der ehemaligen Telekom-Filiale ein Büro für Tickets und Informationen. Etwas Ähnliches gab es 2011 in der Steingasse. 2015 kamen mehr Besucher als je zum Modular-Festival. Im Rahmen von Modular Kids und Modular Youngstars hatten Kinder und Jugendliche die Möglichkeit, sich an zahlreichen Workshops und „Nonprofit-Angeboten“ zu beteiligen. Dabei standen Lebensstil-Themen wie Nachhaltigkeit oder Fair-Trade im Vordergrund.

Im November 2015 unterschrieben der Stadtjugendring? als Veranstalter und die Stadt Augsburg einen Vertrag, das Modular-Festival entgegen dem Biennale-Konzept? bis 2018 jedes Jahr zu veranstalten, wodurch sich aber der städtische Zuschuss nicht erhöhte, sondern auf doppelt so viele Modular-Veranstaltungen verteilte.

2016 vergrößerte man das Festivalgelände, z. B. durch die „Bühne am Turm“. Außerdem wurde das Festival durch die Deutsche Freestyle Mountainbike-Tour und der weltweit stattfindenden Ex&Hop-Wettkampfserie zu einem Treffen der BMX-, Skateboard- und MTB-Szene. Neue Angebote waren z. B. auch die Fahrradgarderobe in Kooperation mit dem ADFC?, an der Fahrräder abgegeben und kostenlos bewacht wurden. Auch die Konzentration auf lokale Gastronomiestände, die Modular-Festivalapp, um Papier zu sparen, der Greenpeace Infostand zum Thema Müll und Upcycling-Workshops zeigten, dass diese Themen bei der Festivalleitung einen hohen Stellenwert hatten. 2016 nahmen etwa 30.000 Menschen am Modular teil.

2017 wurde die Umweltauflagen deutlich verschärft und vorbildlich eingehalten, sodass der Wittelsbacher Park keinen Schaden nahm und auch der Vogelschutz wurde beispielsweise durch die Verlegung des Festivaltermins aus der Hauptbrutzeit heraus berücksichtigt. Außerdem wurde das Thema kulturelle Bildung durch Workshops ausgebaut sowie in diesem Jahr Nachhaltigkeit und Umweltschutz auf dem Festival als zentrale Themen behandelt. Das Festival reduzierte auch Schritt für Schritt den CO2-Ausstoß sowie das Müllaufkommen und stellte 2017 komplett auf Ökostrom der Stadtwerke Augsburg um. Ebenso wurden wassersparende Ökotoiletten eingesetzt und zusammen mit dem AWS eine ansprechende Kampagne zur Müllvermeidung gestartet. Auch die Konzentration auf lokale und nachhaltig/biologisch wirtschaftende Gastronomiestände und beispielsweise die Modular-Festivalapp, um Papier zu sparen, zeigte das hohe Engagement des SJR.

Details

Neben Musik gibt es auf dem Festival auch Lesungen, Poetry Slam, Ausstellungen und Workshops. Dazu gibt es einen Skatepark, einen Kreativmarkt, Graffiti-Aktionen, eine Kurzfilmnacht, audiovisuelle Veranstalungen …

Seit 2017 verfügt das Augsburger Festval eine große Modular-Skulptur, die von der IHK Akademie Schwaben präsentiert wird. Die Skulptur ist aus Stahl und 3,20 hoch - bei einem Gewicht von 260 Kilogramm.

Festivalzentrale war bis zum Umzug in die Kongresshalle die Stadtmetzg. Hier wie in der Kongresshalle konnte man essen oder etwas trinken. Manche hingen früher in der Stadtmetzg auch ab oder besorgten sich Restkarten für die ein oder andere Veranstaltung. Bespielt wurden verschiedene Plätze in der Stadt. Mit dem Umzug zur Kongresshalle spielte sich Modular in deren Schatten ab. Jugendliche hatten und haben die Möglichkeit ihre Kreativität einzubringen und an einem Projekt teilzunehmen oder ihre Kunst auszustellen.

Üblicherweise hatte das Modular-Festival in seiner Gründungszeit mehr als 20 Veranstaltungsorte und Programmpunkte. In der Vergangenheit war z. B. der Konzertsaal im Leopold Mozart Zentrum? eine Modular-Location. Oder der Rathausplatz, der Annahof, der Moritzsaal?, das Sonnendeck im Parkhaus in der Ludwigstraße?, der Viermetzhof? im Maximilianmuseum, der Elias-Holl-Platz oder das Höhmannhaus am Herkulesbrunnen und die verschiedensten Augsburger Clubs.

Das Thema kulturelle Bildung wurde im Lauf der Jahre durch Workshops und das Modular Kids noch mehr ausgebaut. Auch das Thema Nachhaltigkeit des Festivals und der Umweltschutz auf dem Festival schoben sich immer mehr in den Vordergrund. Das Festival reduzierte Schritt für Schritt den CO2-Ausstoß sowie das Müllaufkommen und verankerte Nachhaltigkeits- und Umweltthemen im Programm.

Weblinks


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