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Lorenzmeier, Stefan

Ein promovierter Jurist, der an der Universität Augsburg forscht und lehrt.

Leben

Studium der Rechtswissenschaften an den Universitäten Bielefeld und Leiden (Niederlande).

Danach Referendarausbildung im OLG-Bezirk München.

Seit 2000 lehrt und forscht Stefan Lorenzmeier an der Juristischen Fakultät? der Universität Augsburg.

2006 Promotion an der Universität Augsburg.

Wirken

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th113---ffffff--kulturpreis_eon_lorenzmeier.jpg.jpg

In seiner Doktorarbeit untersuchte Dr. Stefan Lorenzmeier die Frage, ob Frischwasser als handelbarer Gegenstand im Rahmen von GATT, NAFTA, EG-Vertrag und der deutschen Rechtsordnung unter Berücksichtigung der Beschränkungsmöglichkeiten des Frischwasserhandels überhaupt rechtens ist bzw. wieweit ihn der Staat einschränken kann. Eine Frage, die in Zeiten der Globalisierung und des Wassermangels in vielen Erdteilen sehr wichtig ist. In seiner Studie ist es dem Augsburger Völkerrechtler vor dem Hintergrund einer auf internationaler Ebene fehlenden einheitlichen Rechtsordnung gelungen, "einen Ausgleich zwischen Welthandelsrecht und anderen völkerrechtlichen Normen herzustellen und in seiner Theorie einheitliche Rahmenbedingungen zu beschreiben" (aus der Begründung des Kulturpreises der Eon Bayern AG).

Neben dem Internationalen Wasserrecht liegen die Schwerpunkte der Arbeit von Dr. Stefan Lorenzmeier im Völker-, Europa- und im Internationalen Wirtschaftsrecht.

Lorenzmeier ist darüber hinaus Co-Autor der Bände "Europarecht" und "Völkerrecht" in der Reihe "Recht - schnell erfasst" und Verfasser verschiedener Aufsätze zu Themen wie Föderalismus, Welthandelsrecht und Menschenrechtsschutz.

Auszeichnungen

2007 erhielt Dr. Stefan Lorenzmeier den Kulturpreis der Eon Bayern AG für seine juristische Doktorarbeit in der Kategorie "Universitäten". Diese Auszeichnung war mit 4000 Euro dotiert. Titel der Arbeit: "Wasser als Ware".

Übrigens

In der Diskussion um die Einführung von Studiengebühren wurde Dr. Stefan Lorenzmeier durch seine vorgebrachten Bedenken gegen die Rechtmäßigkeit der in Bayern eingeführten Studienbeitrage bekannt. Diese Rechtsauffassung begründete er in einem Aufsatz, der folgende Leitlinien erkennen ließ: Die Bundesrepublik Deutschland hat am 3.1.1976 den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPwskR) unterzeichnet. Alle Bundesländer haben diesem Pakt zugestimmt. Dort wurde formuliert, dass „Hochschulunterricht auf jede geeignete Weise, insbesondere durch allmähliche Einführung der Unentgeltlichkeit, allgemein verfügbar und jedermann zugänglich gemacht werden“ muss. Damit verstießen Studienbeiträge auf völkerrechtlicher Ebene gegen diesen Pakt. Da sich die Bundesrepublik nicht von diesem Vertrag lösen könne, bliebe nur die Vertragserfüllung. Die Länder müssten daher den Pakt einhalten.

Quelle: Lorenzmeier: Völkerrechtswidrigkeit der Einführung von Studienbeiträgen und deren Auswirkung auf die deutsche Rechtsordnung. NVwZ 2006 Heft 7, 759-762.

Weblinks

Seite der Universität Augsburg zu Dr. Stefan Lorenzmeier


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