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Lohrmann, Hama

Leben und Wirken

Hama Lohrmann wurde 1965 in Augsburg geboren und absolvierte zwischen 1991 und 1992 eine Ausbildung zum Zimmermann.

Sein künstlerisches Arbeiten lässt sich der so genannten "Land-Art" (Earthwork) zuordnen, die in den 1960er Jahren durch die künstlerische Avantgarde entwickelt wurde. Land-Art hat einen kunstkritischen und gesellschaftskritischen Aspekt; sie drückt eine oppositionelle Haltung zu den Werten der westlichen Kultur aus. Von Amerika verbreitete sich diese Kunstart im Lauf der Jahre weltweit. Da Land-Art nicht besitzbar ist, wendet sie sich gegen die Spekulationen des Kunstmarkts und dagegen, Kunst als Konsumgut zu verstehen, das einen Wert für Kapitalisten hat. In Deutschland prägte der Filmemacher Gerry Schum 1969 den Namen "Land Art" für diese Kunstform, die zivilisatorische Orte für Kunst ablehnt und stattdessen Kunst in der Natur verortet.

Ab 2005 beteiligte sich Hama Lohrmann an Ausstellungen oder stellte als Einzelkünstler aus. Er stellte in Augsburg aus und in der Region Augsburg - unter anderem in Friedberg, Krumbach, Günzburg, Aichach, Gersthofen, Bobingen, Donauwörth, aber auch jenseits der Region Augsburg konnten seine Werke auf Ausstellungen studiert werden, etwa in Ansbach?, Marktheidenfeld?, Stuttgart, Tannheim (Tirol), Berlin, Töplitz ...

Werk

Das Werk Hama Lohrmanns entsteht aus seiner Begegnung mit der Natur, die er abwandert. Kreativität erwacht in ihm dort, wo die Zivilisation der Natur noch etwas Raum gelassen hat. Er sucht das Ursprüngliche und will es gegen die Überformung durch die Zivilisation bewahren. Deshalb arbeitet er nur in der Natur und mit Naturmaterialien. Doch sein Werk achtet die Natur, wie er sie vorfindet, Lohrmann nutzt das Vorhandene, um Zeichen zu setzen. Seine Kunst ist eine Art "Naturanordnung", die auf die Natur verweist: Er reiht z. B. gleiche Elemente, schafft Rhythmus und Regeln von Farbe und Form. Damit verweist er darauf, dass Chaos und Ordung in der Schöpfung eine Balance suchen.

Eine besondere Rolle spielt die Kreisform in seinem Werk, indem sie auf Vollendung, Ganzheit und Unendlichkeit verweist. Der Kreis ist der stärkste Gegensatz zum Chaos, in das der Tod endet. Das Kreissymbol verweist damit auf das Leben in Lohrmanns Werk. Auch mit Kegel und Pyramide gestaltet Hama Lohrmann die Natur, versinnbildlicht das Aufrichten gegen die Schwerkraft, das Aufrichtigsein und das Aufrichten der Anderen, ohne das soziales Leben verkommt.

Hama Lohrmann platziert seine Werke an stillen, abgelegenen Orten, wo sie dem begierigen und schnellen menschlichen Zugriff entzogen sind. Schon darin drückt sich seine Kritik an der Zerstörung der Natur aus. Seine Kunstorte wirken dadurch "heilig", "rein", fast wie Kultplätze.

Die Kunst Lohrmanns achtet sowohl Dauer wie Vergänglichkeit des natürlichen Materials. Das Wechselspiel zwischen Chaos und geordnetem Sein spiegelt sich in seinen künstlerischen Schöpfungen, die nicht als Kunstobjekte in Museen oder Galerien gehortet, besessen werden können. Allein die Fotografie lässt seine Kunst andauern. Lohrmann setzt sie ein, um zu dokumentieren, um die Zeichen seines Werks zu veröffentlichen, während sie in die Verborgenheit gesetzt sind.

Auszeichnungen

Sonstiges

Weblinks


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