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Liliom

ein vielfach ausgezeichnetes Augsburger Programmkino, das zwischen der Innenstadt und der Jakobervorstadt liegt

Allgemeines

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Das Wort Liliom kommt aus dem Ungarischen und bedeutet auf Deutsch "Lilie". Von dem Ungar Ferenc Molnar gibt es ein Theaterstück dieses Namens. Darin tritt die Figur Liliom auf. Diese Figur gab dem Augsburger Liliom seinen Namen und wurde von der Fachhochschule für Gestaltung für einen der Kinosäle des Liliom nachgebildet.

Schon der Name des Augsburger Kinos ist also etwas Besonderes. Das Besondere am Liliom endet aber nicht mit dem Namen. Denn schon das Gebäude, in dem das Liliom untergebracht ist, begrüßt den Kinofan auf außergewöhnliche Art. Es handelt sich um ein denkmalgeschütztes? Backsteingebäude, das früher als Gießerei diente, aber eine noch um einiges längere Geschichte hat, die sich z. T. noch in den Räumlichkeiten widerspiegelt.

Als Programmkino zeigt das Liliom nur ausgesuchte Filme. Die Blockbuster werden hier selten gezeigt. Tom Dittrich, Gründer und Betreiber des Liliom, wollte anfänglich Filme der 1960 und 1970, die in Filmlagern ihren Dornröschenschlaf hielten, aufführen, aber auch aktuelle und aufregende Produktionen der Zeit. Heute bedeutet das: Die Filmauswahl will dem qualitativen Film ein Zuhause geben. Das abwechslungsreiche Programm setzt sich aus deutschen, europäischen, internationalen Filmkunststreifen, Dokumentationen und hochwertigen Kinder- und Familienfilmen zusammen. Zahlreiche Auszeichungen vom Freistaat Bayern? und der Bundesrepublik für das herausragene Filmprogramm zeugen davon, dass der qualitative Film im Liliom nicht nur Marketing-Geschwätz ist.

Im Sommer kann man neben dem Liliom den hauseigenen Biergarten genießen - wohl eine der schönsten Sommerlocations in Augsburg.

Geschichte

Schon Mitte des 16. Jahrhunderts errichtete man an der Stelle des heutigen Liliom ein Brunnenpumpwerk. Die Mechanik dieses Werkes beförderte das Wasser des Brunnenbachs, später auch Quellwasser, in den Unteren Brunnenturm, der noch heute hinter dem Liliom zu sehen ist. Dieser Turm geht auf das 14. Jahrhundert zurück und wurde zunächst als Wehrturm benutzt, im 16. Jahrhundert aber zum Wasserturm umgebaut wurde. Noch 250 Jahre später diente er der Wasserversorgung des Domviertels.

Anfang des 20. Jahrhunderts stellten die Augsburger ihre Wasserversorgung? um. Für das Brunnenpumpwerk bedeutete das neue Nutzungen: Hier fand zunächst das "Augsburger Eiswerk" einen Platz, dann eine Feilenhauerei, eine Schleiferei sowie verschiedene mechanische Werkstätten. Die letzten 25 Jahre vor dem Umbau zu seiner heutigen Bestimmung fungierte das Haus am Unteren Graben als Maschinenfabrik.

Der spätere Gründer und Betreiber des Liliom, Tom Dittrich, eröffnete am 17. Oktober 1980 mit der Filmbühne? das erste Augsburger Programmkino. Weil die sich schnell zum Treffpunkt der Augsburger Filminteressierten entwickelte, renommierte Filmschaffende dort auftraten (Herbert Achternbuch, Doris Dörrie, Vadim Glowna, Dani Levy u. a.) und seine Bekanntheit auch überregional wucht, musste bald ein größeres Gebäude gesucht werden, um das Augsburger Filmkunsttheater weiterzuführen.

In den 1980er Jahren wurde das heutige Gebäude des Liliom aufwändig saniert und umgebaut: von Herbst 1986 bis Winter 1989. Geleitet wurden die Umbau- und Renovierungsarbeiten durch den Architekten Prof. Friedrich Kurrent von der TU München. Am 7. Dezember 1989 eröffnete das Liliom hier als Kino, Restaurant, Bar und Café.

Im Juni 2016 entdeckten Passanten beim Liliom eine Wasserleiche, die sich vor dem Kino in Zweigen verfangen hatte.

Details

Das Liliom verfügt über zwei voll digitalisierte Kinosäle, in denen ein ausgesuchtes Programm läuft - unterbrochen von regelmäßigen Specials, die z. T. von externen Institutionen oder Vereinen angeboten werden. Der größere Kinosaal bietet 180, der kleinere 50 Plätze.

Schulvorstellungen gibt es auf Anfrage für Lehrer und Schüler. Diese Sondervorstellungen zu günstigen Tarifen finden neben den regulären Vorstellungszeiten (auch vormittags) im Liliom statt. Für Schulvorstellungen können Filme aus dem aktuellen Filmprogramm des Liliom oder darüber hinaus Filme nach Wahl gezeigt werden. Das Kinoteam berät in diesem Fall individuell.

Im Restaurant, der Bar oder dem Café des Liliom kann man sich vor oder nach einem Film treffen und das Kinoereignis vor- oder nachbereiten. Die Gastronomie verteilt sich auf zwei Ebenen und ist auch für Nicht-Kinofans ein beliebter Treffpunkt. Die Küche ist italienisch ausgerichtet: Pasta, Pizza, Salate, Fisch- und Fleischgerichte gibt es ab 17 Uhr, sonntags schon ab 12 Uhr und feiertags ab 15 Uhr. Die Küche wird um 22 Uhr geschlossen. Neben der Standardspeisekarte finden sich eine aktuelle Wochenkarte und eine eigene vegane Wochenkarte sowie eine Tageskarte.

Im Liliom kann man Feste, Geburtstage, Hochzeiten und ähnliches feiern. Aber auch bekannte Stars und andere Größen zieht es immer wieder ins Liliom. So waren hier u. a. schon zu Gast: Armin Müller-Stahl, Hanna Schygulla, Joseph Vilsmaier, Marc Rothemund, Michael Verhoeven, Bernhard Sinkel, Peter Schamoni, Dominik Graf, Julia Jentsch, Otto Schily, Krista Sager, Renate Schmidt, Christine Widmer-Hesse, Carl Amery, Franz-Josef Degenhard, Lotti Huber, die Band „Faithless“, Pirmin Zurbriggen, Katrin Barnerssoi, Michael Althen ...

Neben dem Barbereich befindet sich noch eine Galerie mit Plätzen, von denen es Einblicke in die Kinoprojektion gibt.

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Außerdem zeugen von der ursprünglichen Nutzung des Hauses noch heute der Bach, der durch eine im Boden eingelassene Glasscheibe sichtbar gemacht wurde und unter dem Foyer des Liliom fließt. Früher diente dieser Bach als "Nebenschuss", wenn an den Hauptläufen des Brunnenbachs Wartungs – oder Reparaturarbeiten durchzuführen waren. Auch die großen Natursteinblöcke im unteren Gastraum, die als Auflager für die Wasserräder dienten, versetzen den Besucher in die Vergangenheit.

Adresse

Liliom
Unterer Graben 1
86152 Augsburg

Tel. 0821 / 51 40 84
Fax. 0821 / 33 7 24
E-Mail: kino(@)liliom.de


Weblinks


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