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Leipprand, Eva

eine Augsburger Autorin und Politikerin der Partei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN.

Leben und Wirken

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Eva Leipprand wurde 1947 in Erlangen als Tochter des evangelischen Landesbischofs Hermann Dietzfelbinger, der damals noch Rektor des Predigerseminars in Nürnberg war, geboren.

Aufgewachsen ist sie in München. Nach dem Abitur hat sie Anglistik und Geschichte in Würzburg und München studiert und ein Jahr in England gelebt.

Nach einigen Jahren Lehrtätigkeit am Gymnasium in Stuttgart hat sie für ihre zwei Kinder eine Berufspause eingelegt und mit dem Schreiben begonnen. In dieser Zeit war sie freie Mitarbeiterin der Literaturzeitschrift "Flugasche".

Politisch wachgerüttelt wurde sie durch den Kampf gegen die Stationierung von Pershing-Raketen auf deutschem Boden und die Atomkatastrophe von Tschernobyl.

Seit 1989 lebt Eva Leipprand in Augsburg.

Sie arbeitete als Autorin und Literaturkritikerin u.a. für das Deutschlandradio, den BR? und SWR sowie für mehrere große, überregionale Zeitungen, beispielsweise die Augsburger Allgemeine, den Tagesspiegel, die Neue Zürcher Zeitung oder die Stuttgarter Zeitung. Schon bald hat sie sich in Bürgerinitiativen engagiert, um die Schönheit und Lebensqualität dieser Stadt zu erhalten und zu fördern.

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1994 bis 2002 war sie Vorsitzende des Forums Augsburg Lebenswert, eines Dachverbands von Bürgerinitiativen und Umweltgruppen.

1996 war sie Sprecherin des erfolgreichen Aktionsbündnisses gegen die Waltergarage?. Sie stand auch in der ersten Reihe, als es um den Bürgerentscheid gegen die Rote-Tor-Umfahrung und Schleifenstraße ging.

1996 bis 2002 war sie als Stadträtin für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN für die Bereiche Kultur und Umwelt zuständig. Im Augsburger Stadtrat engagierte sich Eva Leipprand vor allem für die Stadtentwicklung, wozu ihrer Meinung nach vor allem auch die Entwicklung der kulturellen Identität einer Stadt gehört.

Im Kommunalwahlkampf 2002 trat sie als Oberbürgermeisterkandidatin für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN an und war von Mai 2002 bis April 2008 3. Bürgermeisterin und Kulturreferentin der Stadt Augsburg. 2004 wurde sie Mitglied im Landesarbeitskreis Kultur der bayerischen Grünen und im Bundesarbeitskreis der Grünen Sprecherin für den Bereich Kultur. Außerdem kam sie in den Stiftungsrat der Petra-Kelly-Stiftung und GrünKom.

Nach dem Regierungswechsel im Mai 2008 wurde sie einfache Stadträtin und erste stellvertretende Fraktionsvorsitzende der BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Außerdem gehörte sie dem Bauausschuss? an.

Im April 2013 erklärte Eva Leipprand ihren Ausstieg aus der Politik. Nach 18 Jahren im Augsburger Stadtrat wolle sie auf eine weitere Kandidatur 2014 verzichten. Dennoch meldete sie sich über die Plattform der GRÜNEN auch nach ihrem "offiziellen" Politleben immer wieder politisch zu Wort.

Ihre literarische Tätigkeit umfasste auch Übersetzungen aus dem Englischen. Beim Irseer Pegasus? war sie Mitinitiatorin und moderierte das Autorentreffen.

Würdigung

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Selbst politische Gegner müssen anerkennen, dass sie in ihrer Zeit als Kulturreferentin in Augsburg viel geleistet hat. So fällt in ihre Amtszeit der Startschuss für eine neue Stadtbücherei, sie realisierte das Textilmuseum, sanierte viele Museen und eröffnete andere. Vielleicht ihre wichtigste kulturpolitische Tat ist die Positionierung Augsburgs als Friedensstadt und als Brechtstadt.

Dass ihre Kompetenz auch außerhalb Augsburgs gesehen wird, beweist ihre Wahl in den Vorstand des Kulturausschusses des Bayerischen Städtetags? im Oktober 2008 und die kurz zuvor stattgefundene Wahl zur Sprecherin der Bundesarbeitsgemeinschaft Kultur der Partei Bündnis 90/Die Grünen.

Sonstiges

Eva Leipprand ist Mutter eines Sohnes und einer Tochter.

Ihr Markenzeichen ist ein Fahrrad. Selbst in ihrer Amtszeit als Bürgermeisterin verzichtete sie auf einen Dienstwagen, soweit es ihr möglich war. Das Wandern im Allgäu ist für sie die schönste Möglichkeit vom Alltag zu entspannen.

Eva Leipprand ist in vielen Vereinen aktiv und engagiert sich sehr breit. Hier seien ein paar dieser Engagements genannt.

Für BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN ist sie im Landesarbeitskreis LAK Kultur, der Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Kultur und im Stiftungsrat Petra-Kelly-Stiftung.

Im November 2009 wurde sie außerdem im Vorstand der Kulturpolitischen Gesellschaft aktiv.

Werke

  • Politik zum Selbermachen - Eine Gebrauchsanleitung, Frankfurt 2011
  • Woher alles kommt. Erzählung. Tübingen 2006.
  • Am Ende der Zeit. Ein apokalyptisches Experiment. München 2002.
  • By a Lady. Jane-Austen-Lesebuch. München 2001.
  • Dornröschen und Eva. Zwei Seiten der Frau - Erzählte Psychologie. Olten 1989.

Kontakt

eva.leipprand(at)gmx.de

Weblinks


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