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Lärmschutz

alle Maßnahmen gegen Lärm

Allgemeines

Lärm ist zu einem Umweltproblem geworden - auch in Augsburg. Er kann nicht nur gesundheitliche, sondern auch wirtschaftliche und soziale Negativfolgen haben. Deshalb ist es eine staatliche und damit kommunale Aufgabe, Menschen gegen Lärm zu schützen. Dieser Prozess muss kontinuierlich gestaltet werden, denn wie Lärmkartierungen zeigen, ist mit Veränderung der Lärmbelastung innerhalb des Stadtgebietes zu rechnen (durch mehr Verkehr, neue Industrieansiedlungen etc.). Der Erhalt von ruhigen Stadtgebieten ist vordringlich, denn sie stellen für die Bewohner von Augsburg wichtige Rückzugs- und Regenerationsmöglichkeiten dar.

Umgebungslärm wird folgendermaßen definiert: "Belästigende oder gesundheitsschädliche Geräusche im Freien, die durch Aktivitäten von Menschen verursacht werden, einschließlich des Lärms, der von Verkehrsmitteln, Straßenverkehr, Eisenbahnverkehr, Flugverkehr sowie Geländen für industrielle Tätigkeiten ausgeht." So das Bundes-Immissionsschutzgesetz in § 47 b.

Die Hauptlärmbelastung in Augsburg verursacht der Straßenverkehr. Viele Tausend Menschen in Augsburg müssen mehr als die gesetzlich vorgesehenen Lärm-Auslöse-Werte aushalten. 90 Prozent dieser Menschen leben an Augsburgs Hauptverkehrsstraßen. Aber auch neun Augsburger Schulen? sind betroffen (Stand 2013). Aber auch der Lärm der Straßenbahn liegt für mehrere Tausend Augsburger über dem zugelassenen Lärmpegel von 67 Dezibel bzw. 57 Dezibel bei Nacht.

Geschichte

2002 führte Augsburg LLIS ein, ein Lärm- und Luftschadstoff-Informationssystem.

2007 konnte mit Bürgerbeteiligung in Augsburg eine strategische Lärmkartierung erfolgen, worauf ein Aktionsplan gegen Lärm entwickelt wurde, der im Mai 2010 als erster verbindlicher Lärmaktionsplan Bayerns in Kraft trat.

2009/10 konnte durch das damalige Konjunkturprogramm II der Bundesregierung in Augsburg ein Schallschutzfensterprogramm aufgelegt werden und an fünf innerstädtischen Straßenabschnitten alte Beläge durch lärmarme ausgetauscht werden: in der Von-Cobres-Straße, der Roten-Torwall-Straße?, einem Teilbereich der Friedberger Straße, der Bismarckstraße und der Landsberger Straße.

2011 stellte das Fraunhofer Institut für Bauphysik in einer Studie der Geers-Stiftung fest, dass Augsburg die zweitleiseste Großstadt in Deutschland war, gemessen am Anteil der Fläche mit Belastungen über 55 Dezibel an der Gesamtfläche.

2012 aktualisierte das LfU die Augsburger Lärmkartierung. Damals waren tagsüber 12.200 EinwohnerInnen einer Lärmbelastung von 65 dB (2006: 12.500) und 43.200 EinwohnerInnen einer Lärmbelastung von 55 dB (2006: 47.000) ausgesetzt, nachts waren 2012 12.300 EinwohnerInnen einer Lärmbelastung von 55 dB (2006: 12.800) und 45.900 einer Lärmbelastung von 45 dB (2006: 50.900) ausgesetzt.

2013 und 2016 wurde der Augsburger Lärmaktionsplan jeweils fortgeschrieben durch den Umweltausschuss. 2016 enthielt er konkrete Maßnahmen und war nicht mehr nur eine unverbindliche Bestandsaufnahme. So hatte eine Kosten-Nutzen-Analyse ergeben, dass an der Haunstetter Straße von allen geprüften Maßnahmen Tempo 50 die beste und verträglichste Lösung ist. Die Stadt Augsburg kam mit der Temporeduzierung in der Haunstetter Straße ihrer Pflicht nach, Lärmbrennpunkte zu entschärfen und steigerte damit gleichzeitig die Lebensqualität für die betroffenen Menschen.

Details

Neben der Haunstetter Straße ist auch die so genannte Ost-West-Achse (Grottenau, Karlstraße, Leonhardsberg, Pilgerhausstraße) ein Augsburger Lärmbrennpunkt. Dazu kommt, dass diese Stadtachse auch bei der Luftreinhalteproblematik einen Schwerpunkt darstellt. Weitere Augsburger Lärmbrennpunkte sind die Straßen oder Straßenteile:

Eine Möglichkeit sich gegen Lärm zu schützen ist der Einbau von speziellen Schallschutzfenstern, Rolladenkästen und schallgedämmter Lüftungen. In jedem Fall sollte man beim Umweltamt? nachfragen, ob es dazu im Moment eine staatliche Förderung gibt. Möglicherweise gibt es für Bereiche im Stadtgebiet, die sich im Rahmen einer Lärmkartierung als besonders lärmbelastet herausgestellt haben, staatliche Förderungen.

Weblinks


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