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ku.spo

Ein Pilotprojekt der Stadt Augsburg, das Kultur und Sport in den Mittelpunkt einer Veranstaltungsreihe stellt.

Allgemeines

Hinter ku.spo steht ein "erweiterter" Kulturbegriff. Sprich, in kleinen Schritten sollten viele Vereine und Gruppen zur Mitwirkung an einem Gemeinschaftswerk bewegt werden, um so Synergien zu schaffen, Hemmschwellen abzubauen und neue Zielgruppen zu erschließen. Kultur und Sport sollen dabei enger miteinander verknüpft werden, denn sie seien ja von sich aus eine natürliche Verbindung. Und wer sowohl Kultur als auch Sport gleichmäßig in sein Leben integriere, habe mehr vom Leben.

Das Projekt wurde auf drei Jahre angelegt.

Geschichte

Schon im Februar 2009, als das Projekt von Peter Grab im Kultur- und Sportausschuss vorgestellt wurde, gab es viel Kritik. Es sei nicht klar, so verschiedene politische Richtungen, was mit dem Projekt bezweckt sei und die Vorlaufzeit sei zu kurz. Dennoch kalkulierte man ku.spo mit 200.000 Euro pro Jahr. 100.000 Euro wurden dafür schon im Jahr 2009 in den Haushalt gestellt. Den Rest hoffte man über Zuschüsse und Sponsoring finanzieren zu können.

Auch an der Beteiligung von Vereinen haperte es: Zwar wurden Hunderte Augsburger Vereine wegen einer Beteiligung angeschrieben, doch war das Echo nicht besonders stark, wenn man der DAZ glauben darf. Die Veranstaltungsreihe startete zum ersten Mal im Jahr 2009 mit etwa 20 Veranstaltungen. Eröffnet wurde das Projekt mit einer Auftakt-Veranstaltung am 26. Juli 2009 in der impuls arena mit einem Fußballspiel und einem kulturellen Rahmenprogramm.

Im April 2012 forderten die Augsburger GRÜNEN von Peter Grab, damals Kulturreferent?, die Offenlegung, welche Gelder bis dahin in das Projekt geflossen waren und wozu sie verwendet wurden. Die bis dahin präsentierten Listen seien voller Widersprüche. Darüber hinaus kritisierten sie, dass unverhältnismäßig viel Geld in das Marketing von ku.spo gingen.

In einer Pressemitteilung vom 27. November 2012 gaben die GRÜNEN bekannt, dass Peter Grab bestätigte, dass ku.spo größtenteils durch Sponsoringmittel finanziert wurde. Von den verwendeten Geldern wurde ca. ein Drittel für Marketing und die Verwaltung von ku.spo ausgegeben (85.000 € in 2009, 45.000 € in 2010, 34.000 € in 2011) In den Jahren 2009, 2010 und 2011 wurden insgesamt 140.000 Euro gar nicht ausgegeben. Diese Gelder fehlen den Sportvereinen. Deshalb sah Peter Grab die Möglichkeit, aus dem ku.spo-Etat noch 10.000 Euro bereitzustellen, um den Augsburger Friedensmarathon zu retten. Das zeige, dass die Akzeptanz von ku.spo nach wie vor nicht groß ist, denn sonst wäre das Geld Ende November 2012 schon verbraucht. In einer Anfrage vom März 2012 hatte die Grüne Fraktion um die Klärung noch offener Punkte zu den Finanzen des Projekts gebeten. Mit Schreiben vom 5. November 2012 habe Peter Grab eingeräumt, dass auch in den Haushaltsjahren 2010 und 2011 die Mittel nicht komplett verwendet wurden. Deshalb seien im März 2012 138.000 Euro an nicht verbrauchten Mitteln im Rahmen des Nachtragshaushalts eingezogen worden. Martina Wild dazu: "Wären die 75.000 bzw. 85.000 Euro an Haushaltsmitteln und die Sponsorengelder der städtischen Töchter sinnvoll investiert worden, hätte man mit dem Geld einen guten Schwerpunkt setzen können."

Details

Die DFB-Kulturstiftung stufte das Projekt als förderungswürdig und zukunftsweisend im Blick auf die Frauen-Weltmeisterschaft 2011 ein.

Einzelne Programmpunkte des Projektes im ersten Jahr waren etwa:

  • Rail & Road: ein Sport-und-Spiel-Wettbewerb für Teams mit Kraft und Grips. Disziplinen: Dampflok-Ziehen, Dampflok-Wasserkasten-Rennen, Modellbahn-Dynamo plus Wissensfragen rund um die Eisenbahn und den Bahnpark.
  • Fußballderby "Kultur gegen Sport"
  • Fassaden: Neugestaltung der Fassade des Hallenbades Haunstetten?
  • Monolog: Mehrmalige Aufführung des Theaterstücks "Leben bis Männer" im Rosenaustadion
  • KulTour: eine geführte Radtour zu kulturellen Stätten in Augsburg und Umgebung
  • Lauf 10 trifft Bach & Tango
  • Marathon: eine Produktion des s´ensemble Theaters
  • Augsburg Calling
  • Football Art: ein Pop-Art-Wettbewerb zur Bemalung des Tunnels zur impuls arena
  • Augsburger Sommerkrimi: ein Live-Krimi zum Mitmachen
  • Vorleser: Profis des FCA und der Panther? lesen Kindern vor.
  • Holiday-Cup: ein Neunkampf für Jugendliche und Kinder im Kulturhaus abraxas
  • Märchenreise
  • Entdeckungen: Wo ist der Sport in der Kunst vertreten?
  • Marionetten: ein aktionsreicher Rundgang im Augsburger Puppentheatermuseum Die Kiste?
  • ku.spo-Open: eine Kultur- und Sportwoche der offenen Tür
  • Coolinarix: ein Ernährungs-Kulturprogramm für "Besser-Esser"
  • Kulissen: Einführung in die Hintergründe der täglichen Theaterarbeit am Theater Augsburg
  • Eisrevue: eine Veranstaltung zur Einweihung des Haunstetter Eisstadions?

Die Augsburger Öffentlichkeit war nicht zimperlich, das Projekt des Kulturbürgermeisters Grab zu beurteilen. So nannten die DIE GRÜNEN? das Projekt in einer Pressemitteilung ein „teures Symbol einer falschen Schwerpunktsetzung.“ Die DAZ nannte es eine "Gaudi aus dem Hause Grab". Vielen wurde nicht klar, wem das Projekt nutzen sollte.

Auch die SPD äußerte Kritik an dem Projekt: Man müsse nicht jedes Jahr 100.000 Euro aus der Stadtkasse aufwenden, um zu zeigen, dass Sport und Kultur Schnittmengen haben.

Adresse

Kulturkoordination
Bahnhofstraße 18 1/3a
86150 Augsburg

Tel. 0821/3243266
Fax. 0821/3243265

Weblinks


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