Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Bevölkerung und Politik | K | Kunz, Wolfgang


Kunz, Wolfgang

ein Dramaturg und Schriftsteller, der in Augsburg gelebt und gewirkt hat.

Leben und Wirken

Geboren wurde Wolfgang Kunz 1945 in Memmingen. Nach dem Abitur studierte er in München Germanistik, Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte.

Anfang der 1970er Jahre ging er als Dramaturg nach Bern. Später beschäftigte ihn das Theater Augsburg bis 1989 als Dramaturg, wo er als Librettist eines Singspiels über Ludwig II.? einigen Erfolg hatte.

Die Stadt Augsburg ernannte Wolfgang Kunz 1990 zum ersten Literaturbeauftragten, eine Stelle, die er bis 1992 innehatte und in der er das literarische Leben in Augsburg durch Lesungen und literarische Projekte förderte. Ein paar Jahre später wurde die Stelle dieses Literaturbeauftragten wieder abgeschafft.

Nach 1992 ging es dem Künstler finanziell schlecht. Auch literarische Unternehmen wie die öffentliche szenische Aufführung der "Reichstage" vor der Kirche Sankt Ulrich? im Sommer 1997 oder das Werk "Seelandschaften", das Haikus enthielt, konnten daran nicht ändern. Trotzdem ermutigte er junge Literaten, den Beruf des Schriftstellers anzustreben.

Wolfgang Kunz starb im Jahr 2006 an Ostern. In seinem Nachlass fanden sich Theaterstücke, Tagebücher, Märchen für Kinder, Briefe und Gedichte, die aber bisher noch keinen Verlag gefunden haben.

Auszeichnungen

1975 erhielt Wolfgang Kunz den Kunstförderpreis von Bern für seine Lyrik.

Werk

Wolfgang Kunz gehörte nach Einschätzung des Lyrikers Tom Schulz, der in der Augsburger Allgemeinen einen Nachruf auf den Künstler schrieb, zu den Autoren der Nachkriegsgeneration, die durch die Sehnsucht nach dem Schönen angetrieben wurden. Sein veröffentlichtes Werk ist nicht sehr umfangreich, denn es gelang Wolfgang Kunz nicht, sich im Literaturbetrieb zu etablieren. Dazu war er zu sehr ein Außenseiter.

In den 1970er Jahren veröffentlichte er den ersten Gedichtband: „Einschreiben“.

Von Wolfgang Kunz stammt ein literarisches Denkmal für Augsburg. 1993 erschien die Anthologie „Morgen Augsburg“. In ihr ließ er Dichter der Vergangenheit zu Wort kommen, die über Augsburg schrieben. Er wollte es – so im Vorwort zu lesen – als seine persönliche Liebeserklärung an die Stadt verstanden wissen. Leider ist das Buch heute nur noch antiquarisch zu erhalten – wie viele andere Bücher des Autors.

Weblinks


Hauptseite | Bevölkerung und Politik | K | Kunz, Wolfgang


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis