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Konzentrationslager Dachau

Allgemeines

Konzentrationslager sind keine deutsche Erfindung. Noch nicht einmal der politisch geprägte Massenmord ist es. Schon die Französische Revolution hat ihn angekündigt und die verschiedensten Regime haben Lager, Gulags und KZs errichtet. 1901 errichteten die Engländer in Südafrika die ersten „Concentration Camps“ für die aufständischen Buren und ihre Familien. In den 1920er Jahren zogen die Sowjets mit einem großen System von Arbeits- und Straflagern nach. Stalin hat das System dann so ausgeweitet, dass es zu einem Wirtschaftsfaktor in der Sowjetunion wurde. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Lagersystem in allen neuen kommunistischen Diktaturen installiert. Ganz schlimmer Zustände herrschten in Lagern Asiens.

In Deutschland errichteten die Nationalsozialisten gleich nach ihrer Machtübernahme im Januar 1933 die ersten Konzentrationslager. Die scheinbar rechtliche Grundlage dazu war die Notverordnung des Reichspräsidenten vom 28. Februar 1933. Politische Gegner konnten ohne Gerichtsverfahren „vorbeugend“ in Haft genommen werden. Anfangs gab es polizeiliche „Schutzlager“ und Konzentrationslager der SA oder der SS. 1934 löste man die „wilden“ KZs auf und unterstellte alle diese Lager der SS. Als erstes deutsches KZ gilt Dachau, dem bis 1938 drei weitere gefolgt waren: Sachsenhausen, Buchenwald und Lichtenburg (das später nach Ravensbrück verlegt wurde). Im Laufe der Jahre füllten sich die Lager immer stärker, der Kreis der Inhaftierten wurde erweitert. So verschaffte sich die SS Arbeitskräfte für ihre Wirtschaftsbetriebe. Der Zweite Weltkrieg führte zu einer enormen Ausweitung der Konzentrationslager, in die jetzt vor allem Menschen aus den besetzten Ostgebieten gebracht wurden, wo man sie der „Vernichtung durch Arbeit“ und die Juden nach der Wannsee-Konferenz 1941 der Vernichtung durch Gas und Erschießungen aussetzte.

Die nationalsozialistischen Konzentrationslager nehmen im Vergleich zu anderen Lagersystemen – auch zum sowjetischen Gulag – eine Sonderstellung ein, weil es in den anderen Lagern keine geplanten und industriell durchgeführten Massenmorde gab. Das war ein geschichtliches Novum, das in seinen Anfängen auf Dachau zurückgeht.

Geschichte

1933 wurden 579 Augsburger Antifaschisten nach Dachau eingeliefert. Hans Loritz und der Augsburger Joseph Kramer? behandelten die Augsburger Häftlinge dort besonders grausam. Der Augsburger Leonhard Hausmann? wurde in Dachau von einem SA-Mann aus Lechhausen ermordet.

Karl Nolan, der Vater von Anna Pröll war einer der ersten Nazigegner, die in Dachau ermordet wurden. Sein nach Augsburg überführter Sarg soll so leicht gewesen sein, dass die Friedhofswärter ihn trotz Verbots geöffnet haben sollen, weil sie meinten, er sei leer. Sie entdeckten eine furchtbar zugerichtete und abgemagerte Leiche.

Alois Pröll? wurde von Hans Loritz in Dachau auf dem Bock mit einem Ochsenziemer fast zu Tode geprügelt. Auch Anna Weichenberger? war in Dachau in Isolierhaft untergebracht, bevor man sie in das KZ Ravensbrück verlegte, wo sie 1942 zu Tode kam.

Details

Weblinks


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