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Klumpp, Karl Friedrich Andreas

ein Münchener Architekt, der u. a. in Augsburg arbeitete

Leben

Karl Friedrich Andreas Klumpp, gen. der Jüngere, wurde am 18.11.1811 in München geboren. Sein Vater Karl Friedrich war Professor am Kadettenkorps. 1828 machte Karl Friedrich Andreas Klumpp sein Abitur am Wilhelmsgymnasium München und immatrikulierte sich anschließend an der Universität München für das Grundstudium der Philosophie, aber auch an der Akademie der Bildenden Künste, wo er die Baukunst studierte und von Beginn an Schüler Friedrich von Gärtners wurde. Die beiden standen sich sowohl verwandtschaftlich als auch freundschaftlich nahe. Nachdem Klumpp sein Staatsexamen 1833 bestanden hatte, stellte ihn der Münchener Hofbauintendant Gärtner in seinem Büro an. Hier arbeitete Karl Friedrich Andreas Klumpff an den Plänen für ein Blindeninstitut, die Universität und das Georgianum mit.

Im Winter 1839/40 reisten die beiden nach Italien, danach auch nach Athen, wo sie den Bau der Residenz überwachten.

1843 fand Klumpp eine Anstellung bei der Regierung von Oberbayern, wo man ihn zum Bezirksingenieur machte. In dieser Funktion baute er das Ständehaus für den Saal der Reichsräte in München um, plante den neuen Flügel des Akademiegebäudes an der Kapellenstraße, das neue Bräuhaus in Weihenstephan?, die Lateinschule im ehemaligen Karmelitenkloster und das Oberappellationsgericht in München.

Friedrich von Gärtner starb 1847, weshalb Klumpp das Wittelsbacher-Palais, die königliche Villa an der Schwabinger Landstraße, den neuen Südfriedhof München, das Pompejanische Haus in Aschaffenburg?, die Villa Ludwigshöhe in der Pfalz sowie die dekorative Ausschmückung des Doms in Speyer übernehmen musste.

Von 1866 bis 1873 engagierte sich Karl Friedrich Andreas Klumpp als Architekt an der Augsburger Kirche Sankt Pankratius. Dabei ließ er architektonische Ideen einfließen, die er bei der Ausschmückung des Speyerer Domes gewonnen hatte. Dort fand er nämlich eine spätromanische Wandgliederung durch Dienste vor, denen sich seine Dekorationen unterzuordnen hatten. Das inspirierte ihn bei Sankt Pankratius in Lechhausen, wo er diese Dienste in stilisierter Form übernahm. Sie erschien hier als vom Obergaden heruntergeführte Pilasterordnung, die er aufmalen ließ. Heute werden die Hauptschiffwände durch gemauerte Pilaster gegliedert, die zu einem Blendarkadensystem gehören.

Karl Friedrich Andreas Klumpp starb nach einem arbeitsreichen Leben am 3. Mai 1885 in München.

Werke

Karl Friedrich Andreas Klumpp war neben Sankt Pankratius Architekt für viele weitere Kirchen von Gundelzhausen bis Wiffertshausen, sowohl katholische als auch protestantische. Pfarrhöfe errichtete er ebenfalls. Dazu kommen Schul- und Krankenhäuser, die Amperbrücken bei Dachau und Neumühl?, an der Isar? war er sogar für Uferschutz- u. Korrektionsbauten verantwortlich.

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