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Klausenberg

eine Augsburger Straße im 40. Stadtbezirk (Göggingen-Süd?), der zum Planungsraum XIV (Göggingen) gehört; Postleitzahl 86199

Allgemeines

Der Klausenberg gehört zu den vielen Bergstraßen in Augsburg. Er verbindet, von oben nach unten, die Kreuzung Allgäuer Straße?, Gögginger Straße, Bayerstraße? mit der Kreuzung Von-Cobres-Straße, Bürgermeister-Aurnhammer-Straße, Butz-Straße?. Von Augsburgs Innenstadt her gesehen ist der Klausenberg das Tor zum alten Göggingen.

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In den Klausenberg münden von oben gesehen eine Straße und drei Wege. Von rechts kommend der Roy-Black-Weg (ein reiner Fußweg), die Panoramastraße und die Pfarrer-Herz-Straße? (auch eher ein Weg). Von links mündet nur der Römerweg ein, der hier als Fußweg am Gartenzaun entlang durch ein kleines Stück Park mit Bank und Fahrradständer führt.

Benannt ist der Klausenberg nach einer Klause (früher ein Begriff für Gasthaus), die hier einst existiert haben soll. Heute steht noch die große Gaststätte "Zum Ochsen" mit einem Biergarten an der unteren Kreuzung. Es ist die älteste Gastwirtschaft in Göggingen, die noch existiert.

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An der oberen Kreuzung befinden sich auf zwei auseinanderliegenden Verkehrsinseln die Haltestellen, Richtung Innenstadt oder Richtung Göggingen (Endstation). An der unteren Kreuzung ist auch eine Haltestelle. Sie heißt Göggingen Rathaus. Die jetzige Stadtteilbücherei war einst das Rathaus von Göggingen. Die Haltestelle Göggingen Rathaus gilt für die Straßenbahnlinie 1, aber auch für den Nachtbus 97? aus Friedberg kommend. Dann hält hier noch der Bus 38, der von hier aus nach Neubergheim Ost? fährt.

Geschichte

Archäologische Funde belegen, dass sich am Klausenberg schon die Römer aufgehalten haben. Im Gartengut der Familie Bühler? war wohl ein Bestattungsplatz der Römer in Raetien; hier hat man Sarkophage aus dieser Zeit gefunden.

Als ab 1881 die Pferde-Tram von Oberhausen über Augsburg nach Göggingen fuhr, war am Klausenberg Haltestelle Göggingen Rathaus Endstation. 1886 fuhren die Trams dann mit einer Dampflok nach Göggingen. Und ab 1898 konnten die Gögginger in die elektrische Straßenbahn einsteigen und mit der Linie 2 rund 6,3 Kilometer über den Königsplatz bis zu Haltestelle Drentwettstraße in Oberhausen fahren. Bis nach Kriegshaber ging es mit der gleichen Linie dann ab 1931, wobei man aber am Königsplatz in fünf andere Linien umsteigen konnte.

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1947 wurde die lange „Augsburger Straße“ in „Klausenberg“ und „Gögginger Landstraße“ geteilt.

In den 1960er und 1970er Jahren gestaltete man den Klausenberg nach und nach autofreundlich und verlängerte die Straßenbahnlinie 1 um die Haltestellen "Hessingklinik" und "Wellenburgerstraße", nachdem vorher die Endhaltestelle am Gasthof Zum Ochsen war.

Ab 9. August 2012 war der Klausenberg wieder in beide Richtungen befahrbar, nachdem man hier zuvor die Gleise ausgetauscht und wechselnden Einbahnverkehr eingerichtet hatte.

Mitte November 2012 waren nach knapp vier Monaten die Gleis- und Straßenbauarbeiten am Klausenberg komplett abgeschlossen. Weil man Schäden entdeckte, mit denen man nicht gerechnet hatte, verzögerten sich die Bauarbeiten um vier Wochen. Die Stadtwerke Augsburg nutzten die Zeit, in der die Straßenbahnlinie 1 während des zweijährigen Kö-Umbaus durch den Bus B 1 ersetzt wurde, um am Klausenberg und den Kreuzungen zur Gögginger Straße sowie zur Bürgermeister-Aurnhammer-Straße die Gleistrasse zu erneuern, weil die Gleisanlage und der Straßenbelag in die Jahre gekommen und zum Teil erheblich beschädigt waren. Manche Schäden traten erst zutage, als die Fundamente der Gleise freigelegt waren. So war der Unterbau unter den Gleisen in mehreren Abschnitten in erheblich schlechterem Zustand als die Probebohrungen vorher ergeben hatten. Daher mussten die Stadtwerke in diesen Abschnitten die Unterkonstruktion mit Betontragplatten neu herstellen. In Abstimmung mit dem Tiefbauamt? wurden zeitgleich neben der Fahrbahn Gehwege und Grundstückszufahrten erneuert.

Details

Am oberen Ende des Klausenberges befindet sich der Roy-Black-Weg mit einer Büste des Augsburger Schlagerstars. Sie steht in einem kleinen Park auf der nördlichen Seite. Auf der gegenüberliegenden Seite ist auch ein kleiner Park, daneben steht das Drescher+Lung mit Orthopädiewerkstätten und der Hausnummer 30. Hangabwärts kommt man zu einer Gegend, die im Stadtbuch von Göggingen so beschreiben wird: "Ein besonderes Gepräge besaß das Viertel um den oberen Klausenberg mit seinen Gartengütern und den zum Teil mit klassizistischen Ornamenten des ausgehenden 18. bzw. beginnenden 19. Jahrhunderts geschmückten Villen, die begüterten Kaufleuten gehörten." Das bemerkenswerteste Gebäude dort ist die schlösschenartige Villa, die 1894 von dem Augsburger Architekten Karl Albert Gollwitzer? erbaut wurde ("Gollwitzer-Villa am Klausenberg"). Im neugotischen, fast osmanischen Stil, mit einem hohen Belvedere-Turm. Nach dem Kirchenarchitekten Professor Michael Kurz? zog dort die Orthopädiemechaniker-Familie Drescher ein.

Die Hausnummern des Klausenbergs verlaufen nicht wie normalerweise in Augsburg von Innen nach Außen, sondern von Göggingen nach Augsburg hin. Das kommt daher, dass Göggingen früher eine eigenständige Stadt war. Bergauf, rechts, in dem Gebäude Nr. 2 ist die Hasen-Bräu -Gaststätte "Zum Ochsen". Es geht nach oben bis zur Nummer 30. Darunter sind dann bergauf rechts, mit den geraden Nummern, Läden wie die Metzgerei Reiter?, ein Ofenhaus, ein Genussdepot, ein Schreibwarenladen mit Lotto und Tabak, ein Blumenladen, ein Fotoatelier und eine Apotheke, die nach dem berühmtesten Gebäude von Göggingen benannt ist: das Kurhaus, auch Parktheater genannt. Es hat am Klausenberg die Hausnummer 6. Die Freikirche Ecclesia? hat die Hausnummer 4a. Der Gögginger Geschichtskreis? befindet sich in 5a. Diese alte Volksschule, die 1874 am Klausenberg errichtet wurde, beschlagnahmte die NSDAP? 1933 als Heim für die Hitlerjugend? (HJ). Nach dem Zweiten Weltkrieg quartierte man dort die Vertriebenen? ein. Dann wurde es noch einige Jahre als Schule benutzt. Seit 1962 ist dieses Haus am heutigen Parkplatz für die katholische Kirche und das Roncallihaus das Domizil für Gögginger Vereine wie etwa den Gögginger Geschichtskreis?. Und viele Arztpraxen befinden sich am Klausenberg.

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Der Herba-Verlag? im Haus Nr. 5, erster Stock, bringt unter Leitung der Chefredakteurin Christine Hornischer? diverse Augsburger Stadtteilmagazine heraus. Darunter auch die monatlich erscheinende Zeitschrift Schwäbische Nachrichten, die sich intensiv mit Göggingen beschäftigt. Das Doppelgebäude wurde als Volksschule und Mesnerhaus (Hausnummer 5 und 7) 1782 erbaut. Es wurde fast 100 Jahr als Schule genutzt. Hinterher zog dort die Gemeindeverwaltung bis 1900 ein. Dann diente es als Wohnhaus. Abgerissen wurde es 1965, um den Klausenberg für den zunehmenden Straßenverkehr samt Straßenbahn breiter zu machen. Das Gasthaus "Zum Hasen", das an der früheren Augsburger Straße lag und auf einer farbigen Grußpostkarte um 1900 mit elektrischer Tram abgebildet ist, musste ebenfalls wegen der Verbreiterung des Klausenbergs weichen.

Im Haus Nummer 8 ist ein Fahrradladen untergebracht. Inhaber ist Georg Salcher, einer der Enkel von Georg Salcher, der hier um 1922 seine "Fahrrad & Nähmaschinenhandlung mit Reparatur-Werkstätte" sowie zwei Mechanikern, seiner Ehefrau Maria und seiner Mutter Katharina Haberkorn eröffnete. Das Gebäude ist Teil des früheren Hessingbaus, der als Gästehaus diente und ursprünglich in U-Form gebaut war, wobei das noch stehende Gebäude den linken Flügel bildete.

Hier am Klausenberg kaufte Friedrich Hessing 1869 einen großen Bauernhof. Dort errichtet er zuerst eine Milchkur-Anstalt. Davon blieb nur der neubarocke Ostflügel erhalten. Hinter die Milchkur-Anstalt ließ Hessing sein Park-Theater errichten. Die Milchkur-Anstalt war ein Anwesen mit Patienten- und Gesellschaftsräumen. In einer speziellen Trinkstube wurde die frische Milch von Schweizer Kühen verabreicht, die auf den Wiesen des einstigen Bauernhofes mit einem Stall gehalten wurden.

Der große Park hinter dem Kurhaustheater wurde früher auch der Seysell´sche Park? genannt. Nach Graf Eugen von Seyssel d´Aix?. Er erwarb um 1900 ein Areal am Klausenberg, zu dem auch ein Schlösschen gehört (Klausenberg 20) und der sogenannte Römerturm, in dem sich heute in Museum über den Astronomen Tycho Brahe und eine Galerie befinden. Bevor den Seyssels dieses parkähnliche Grundstück gehörte, war es im Besitz der Familie Bühler und wurde von als ihr Gartengut bezeichnet.

Bergauf links, beginnend mit der Nummer 1, also am Fuße des Klausenbergs, befindet sich das Pfarramt der evangelisch-lutherischen Gemeinde der Dreifaltigkeitskirche?. Vor ihr steht ein kleines Gebäude, das früher als Kolonialwarenladen, später als Dritte-Welt-Laden und heute als kleine Galerie genutzt wird. Dann folgen ein TV-Geschäft und ein Friseur-Salon.

Lage


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