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Kammel

im Oberlauf bis Krumbach auch Kammlach genannt; gehört zum Flusssystem der Donau?

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KRU-Kammel08“ von --Martin Egg - selbst gezeichnet. Lizenziert unter Bild-frei über Wikipedia.

Allgemeines

Die Kammel entspringt im Walt Hochfirst westlich von Erisried? bei Stetten? im Landkreis Unterallgäu und ist ein etwa 70 Kilometer langer linker Nebenfluss der Mindel? und damit ein indirekter rechter Nebenfluss der Donau?. Die Quellhöhe beträgt 704 Meter über Meereshöhe, während die Mündung südlich von Offingen? nähe Remshart? in die Mindel? 439 Meter über Meereshöhe liegt, was einen Höhenunterschied von 265 Meter ausmacht. Das Einzugsgebiet umfasst etwa 262 Quadratkilometer.

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Quelle der Kammel im Wald Hochfirst bei Erisried am 16. August 2008. By --Martin Egg (Self-photographed) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

Ein weiteres, längeres Quellwasser kommt aus der Nähe von Sontheim?, östlich des Einödhofs Ziegler. Je nachdem, von welcher Quelle gemessen wird, schwanken die Längenangaben zwischen 57,2 Kilometer Länge (Quelle Erisried? und 70 Kilometer (Quelle Sontheim?).

Nach dem Zusammenfluss der beiden Quellbäche fließ die Kammel immer nach Norden. Zuerst durch Kammlach mit dem Fluss im Wappen. Ab Unterrieden? hat der Fluss viele Mäander, Prall- und Gleithänge, Uferwände, Kiesbänke und Wiesen. Weitgehend naturbelassen fließt die Kammel jetzt nach Krumbach (ebenfalls mit der Kammel im Wappen), wo der Krumbach? (auch Krumbächle genannt) in die Kammel mündet.

Nördlich der Krumbach? -Mündung verbreitert sich das Kammeltal. Zwischen Krumbach und Ettenbeuren? (Kammeltal?) finden sich noch befestigte Ufer, während andere renaturiert sind - und die Kammel mäandriert wieder: besonders bei Egenhofen? (Kammeltal?). Ab Ettenbeuren? bis zur Mündung in die Mindel? südlich von Offingen? ist die Kammel kanalisiert. Die Kammel schlängelt sie sich also etwa 28 Kilometer erst durch das Unterallgäu, bevor sie in den Landkreis Günzburg kommt.

Kammeltal-Kammel mit Kloster Wettenhausen
Kammeltal-Kammel mit Kloster Wettenhausen im April 2012. By Franzfoto (Own work) [GFDL or CC BY-SA 3.0], via Wikimedia Commons

Ein linker Nebenfluss der Kammel ist der Krumbach?, rechte Nebenflüsse sind Haselbach? und Krähenbach?. Der Haselbach? mündet bei Naichen? (Neuburg an der Kammel) in die Kammel, der Krähenbach? in Ettenbeuren? (Kammeltal?). Dazu kommen noch viele kleinere hier nicht aufgezählte Nebenbäche.

Der Name Kammel leitet sich von dem keltischen Wort kamb, camb ab, was "krumm" bedeutet. Die Kammlach ist das "krumme Wasser", Kammel bedeutet Sumpf. Der Name Kammel/Kammlach geht wohl auf die vielen Mäander zurück, die sie aufweist.

Geschichte

Zwischen 1986 und 1993 führte das damalige Wasserwirtschaftsamt Krumbach zwischen Kleinbeuren? und Billenhausen? auf einer Länge von 19 Kilometer einen naturnahen Ausbau der Kammel durch, wodurch eine Verbesserung der Gewässergüte und die Wiederbelebung der Flussdynamik erreicht werden konnte.

2015 hatte die Kammel wieder Probleme. Diesmal betraf es die Besiedelung mit Krebsen, Fischen und Muscheln, die sich früher zahlreich in der Kammel fanden. 2015 fanden sich Edelkrebse und Steinkrebse bedroht, auch Äschen und Bachforellen gingen zurück, weil Kormorane und Gänsesäger sie dezimierten. Dazu kommt, dass immer mehr Schmutz, Schlamm und Feinsedimente in den Fluss kamen. Auch die Krebsvorkommen schwanden durch die Krebspest.

Details

An der Kammel wurde ein großer Öko-Ausbau im vom Landkreis Günzburg. Er hat die Kammel wieder in einen naturnahen Zustand im Sinne von Ökologie und Hochwasservorsorge zurückversetzt. Dazu hat der Freistaat Bayern? rund 195 Hektar Ufergrundstücke und Uferstreifen zum Schutz des Gewässers und seiner Eigenentwicklung erworben.

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Fluss Kammel in Krumbach (Schwaben) - Untere Mühle am 17. August 2008. By --Martin Egg (Self-photographed) [CC BY-SA 3.0 de], via Wikimedia Commons

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