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Kaltenhoferstraße

eine Augsburger Straße im 21. Stadtbezirk (Oberhausen-Süd?), der zum Planungsraum II (Oberhausen) gehört; Postleitzahl 86154

Allgemeines

Die Kaltenhoferstraße in Augsburg führt in einem Bogen von der Donauwörther Straße beim Umsteigeknoten Bärenwirt? zur Zollernstraße.

Benannt ist die Kaltenhoferstraße nach dem Maler Peter Kaltenhofer?, der 1489 in Augsburg verstarb. Sein Geburtsdatum und sein Geburtsort sind nicht bekannt.

Geschichte

Benamt wurde die Kaltenhoferstraße im Jahr 1911.

Ende der 1980er Jahre beschloss die Stadt Augsburg, im Gebiet an der Kaltenhoferstraße ein Modellprojekt mit ökologischer Ausrichtung zu realisieren. Der erste Abschnitt des den Stadtteil prägenden Projekts wurde 1994 fertig gestellt. Die gebauten Gebäude bildeten durch ihre Anordnung einen dreiecksförmigen Innenhof und schufen für die Bewohner einen geschützten Aufenthalts- und Spielbereich. Gegliedert wurde der Hof durch einen abgesenkten Bereich, durch den die Tiefgarage natürlich belüftet und belichtet werden konnte. Das Gelände wurde durch Fußwegeverbindungen erschlossen und durch einen öffentlichen Spielplatz ergänzt.

Details

Die Kaltenhoferstraße Augsburg liegt zwar in einem Wohngebiet, doch geht es hier wegen des hohen Verkehrsaufkommens nicht ruhig zu. In der Straße stehen ein Hochhaus und mehrere große Wohnanlagen, die sich im Bogen an der Windung der Kaltenhoferstraße entlang ziehen.

Eine der Wohnanlagen in der Kaltenhoferstraße entstand 1994 als ökologisches Modellprojekt "Kaltenhofer Straße". Das Projekt sollte zur Aufwertung des Stadtteils Oberhausen beitragen und die Straßenlärmbelastung der Bewohner reduzieren. Umgesetzt wurde das Projekt von der WBG. Der erste Bauabschnitt beinhaltete 44 frei finanzierte Eigentumswohnungen und 63 öffentlich geförderte Wohnungen, eine Tiefgarage mit 110 Stellplätzen und zwei Geschäften. Energie wurde z. B. durch verglaste nach Südwesten ausgerichtete Wintergärten eingespart. Die außen liegenden Pufferräume halfen nach dem Prinzip der "thermischen Zwiebel" Energie zu sparen. Die Tiefgarage beleuchtete man auf natürliche Weise durch ein Oberlichtband im Innenhof, das auch der Belüftung dient. Auf den Dachflächen brachte man 70 Quadratmeter Sonnenkollektoren auf, die zur Wärme- und Warmwasserversorgung beitragen. Ein Blockheizkraftwerk mit erdgasbetriebenem Motor, geregeltem 3-Wege-Katalysator und Kraft-Wärme-Kopplung macht sich in der Energiebilanz ebenfalls sehr positiv bemerkbar. Die Bodenversiegelung wurde durch offen verfugte Pflasterflächen reduziert, Zisternen sammeln Regenwasser, das als Brauchwasser zum Einsatz kommt. Im zweiten Bauabschnitt ergänzte man 24 Eigentums- und 20 öffentlich geförderte Wohnungen. Allein im ersten Bauabschnitt kostete das ökologische Modellprojekt Kaltenhoferstraße 17.401.200,– DM, von denen durch Zuschüsse der Städtebauförderung für ökologische Mehrkosten 2,7 Mio. DM und für Außenanlagen 350.000 DM an Fördermitteln flossen.

Lage


Weblinks


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