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Internet

Allgemeines

Dank Bayern-WLAN wird in Augsburg der freie Zugang ins Internet ausgebaut. Dr. Markus Söder, Bayerischer Staatsminister der Finanzen, für Landesentwicklung und Heimat, schaltete im August 2017 an der Universität Augsburg das Bayern-WLAN frei. Studenten, Professoren und Besucher können jetzt ohne Begrenzung rund um die Uhr auf ihren mobilen Geräten im Internet surfen. Bislang war dies nur denen möglich, die einen Zugang zum weltweiten Wissenschaftsnetzwerk „Eduroam“ hatten. Für den freien Internetzugang werden weder Passwort noch Nutzerkonto benötigt.

Auch das Haltstellennetz der Stadtwerke Augsburg (swa) einschließlich der bereits bestehenden Hotspots Königsplatz und Rathausplatz erfuhr einen umfassenden digitalen Ausbau durch Bayern-WLAN. Um als Wirtschafts- und Hochschulstandort attraktiv zu bleiben, sei es gerade im digitalen Zeitalter unerlässlich geworden, ein besonderes Augenmerk auf technische Angebote im öffentlichen Raum zu legen.

Für den umfassenden Ausbau der Digitalisierung im Bereich des swa-Haltestellennetzwerkes übernimmt der Freistaat mit Bayern-WLAN einen Kostenanteil in Höhe von 250.000 Euro. Da Fahrgäste der Stadtwerke Augsburg in Bussen? und Straßenbahnen? bereits freies WLAN nutzen konnen, wurde mit Bayern-WLAN der gesamte Bereich der aufkommensstärksten Nahverkehrshaltestellen digital ausgebaut. Davon waren rund 35 Haltestellen betroffen. Auch die WLAN-Bandbreite wurde erhöht, was auch für die beiden städtischen Hotspots Rathausplatz und Königsplatz galt. Rund 150.000 Nutzer meldeten sich für den Internetzugang an - mit steigender Tendenz. Nachdem die swa? Vorreiter bei er Einführung von freiem WLAN in Fahrzeugen waren, wollten sie jetzt diesen Service für Fahrgäste auch an Haltestellen anbieten können.

Mobiles Internet

2012 war Augsburg eine der ersten Städte in Deutschland, in denen die Deutsche Telekom ein LTE-1800-Netz startete. LTE bedeutet Long Term Evolution und bedeutet mobile Geschwindigkeiten, die bis dahin nur im Festnetz möglich war. Bis Mai 2012 war vor allem die Innenstadt von Augsburg mit LTE versorgt, doch ging der Ausbau folgenden Wochen und Monaten zügig voran.

Im Juni 2013 kam es zu Diskussionen über die Einführung von freiem öffentlichem WLAN in Augsburg. Die Meinungen darüber waren im Stadtrat geteilt. Während manche Stadträte die Einführung von freien öffentlichen WLAN-Hotspots auch in Augsburg forderten, machten andere juristische Bedenken dagegen geltend.

Superschnelles Internet

2008 begannen die Stadtwerke Augsburg (swa) eng mit ihrem Kooperationspartner M-net zusammenzuarbeiten. In dieser Kooperation kümmern sich die swa um die technische Infrastruktur der Glasfasernetze, M-net um den Vertrieb der entsprechenden Telekommunikationspakete. Mit Glasfaser erschlossen wurden bis 2012 das Neubaugebiet Sheridan Park?, das Universitätsviertel, die Gebiete links und rechts der Dr.-Otto-Meyer-Straße?, das Gelände der ehemaligen Kammgarnspinnerei, die Karlsbaderstraße? und das Schwabencenter. Das waren fast 10.000 Haushalte. Weitere 4.000 Haushalte kamen im Laufe des Jahres 2012 hinzu. Die verlegten Glasfaserkabel ermöglichen Datengeschwindigkeiten von 100 MB pro Sekunde beim Download.

Anfang 2009 wurden Pläne von m-net bekannt, wonach noch im gleichen Jahr begonnen werden sollte, die Stadtteile Hochfeld, Innenstadt? und Herrenbach? mit dem superschnellen Internet und Übertragungsraten von 100 MB pro Sekunde auszurüsten, indem Glasfaserkabel direkt an die Häuser verlegt werden sollen. Die Telekom? plante 2009 ebenfalls, schlecht versorgte Augsburger Stadtviertel mit Glasfaserkabeln aufzurüsten. Für Bergheim und Inningen waren Breitbandverkabelungen mit einer Datenübertragung von bis zu 50 MB pro Sekunde im Gespräch.

Bei der Verbesserung der Augsburger Internetversorgung wollten m-net und die Telekom? kooperieren, damit nicht zweimal Glasfaserkabel verlegt werden müssen und die Kosten für die geplanten Projekte bei 33 Millionen € gedeckelt werden könnten, indem sich die beiden Anbieter gegenseitig Zugang zu ihren Netzen bieten. Der Netzausbau sollte im Jahr 2012 beendet sein.

Im Mai 2012 gaben die Stadtwerke Augsburg und m-net bekannt, dass sie gemeinsam in Augsburg das Glasfaser-Netzt ausbauen und damit 15.500 Haushalte bis 2013 erreichen wollten. Damit sollte zusätzlich 7.700 Haushalten in Augsburg ein Internetanschluss mit bis zu 100 Mbit/s ermöglicht werden – im zweiten Ausbauschritt nach einem ersten zu Beginn des Jahres 2008. Für diesen zweiten Ausbauschritt plante man eine gemeinsame Investition von etwa 5, 7 Mio. €. Ausgebaut werden sollten die Bereiche Karlsbader Straße?, Schwabencenter, Oblatterwall / Kahnfahrt? sowie Göggingen. Die neue Breitbandinfrastruktur sei nicht nur für das Internet, sondern auch für das intelligente Energiemanagement der Zukunft, das sogenannte „Smart Grid“, wichtig. Über die hochleistungsfähige Glasfaserarchitektur stellte m-net zudem ein TV-Angebot mit einer breiten Auswahl an nationalen und internationalen Fernsehkanälen zur Verfügung. Knapp 50 analoge, etwa 100 digitale und eine Vielzahl an HDTV-Sendern umfasste das Standardprogramm damals.

Die Stadt und der Landkreis Augsburg erhielten im Juli 2014 vom Freistaat Bayern? die Zusage, bis zu 28,5 Millionen Euro Förderung für den Breitbandausbau abrufen zu können. Im Landkreis Augsburg nahmen bereits 8 Kommunen am Förderverfahren teil, die Stadt Augsburg beteiligte sich ebenfalls. Die bisherigen Förderquoten für die Augsburger Kommunen wurden pauschal um 20 Prozent auf bis zu 80 Prozent erhöht. Die neue Förderhöchstsumme hing von der Siedlungsstruktur ab. Je schwieriger sich die Erschließung gestaltete, zum Beispiel durch viele, verteilte Ortsteile, desto höher konnte die Förderung ausfallen.

2014 baute die Telekom? die Datenleitungen in Gersthofen und Neusäß für das "schnelle Internet" aus, wozu allein in Neusäß etwa 40 Kilometer Glasfaserkabel verlegt und fast 40 Verteilerkästen errichtet wurden. Beim Ausbau des Netzes mit der Vorwahl 0821 investierte die Telekom? damals etwa 22 Mio. Euro, was zu etwa 70 Prozent vom Staat gefördert wurde.


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