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Integration

Allgemeines

Am 12. Juli 2010 stellte der OECD-Migrationsbericht fest, dass Deutschland im europäischen Vergleich gut abschneidet, was die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund angeht. Und dennoch ist die Integration oft nicht einfach. Ärztinnen aus Russland arbeiten als Putzfrauen, Ingenieure aus dem Iran verdingen sich als Hausmeister. Trotz vorhandener Qualifikationen gelingt es Zuwanderern oft nicht, ihren im Herkunftsland erworbenen Beruf in Deutschland weiter auszuüben.

Im Jahr 2012 tritt das neue "Anerkennungsgesetz" (Berufsqualifikationsfeststellungsgesetz - BQFM) zur Feststellung von im Ausland erworbenen beruflichen Qualifikationen in Kraft. Mit dem Anerkennungsgesetz soll der Rechtsanspruch auf ein Verfahren zur Bewertung von im Ausland erworbenen Berufsabschlüssen eingeführt werden - unabhängig von Staatsangehörigkeit, Aufenthaltsdauer und Herkunft. Durch die Neuregelung wird erreicht, dass Anerkennungssuchende, Arbeitgeber und Betriebe nachvollziehbare und bundesweit möglichst einheitliche Bewertungen zu beruflichen Auslandsqualifikationen zur Verfügung zu stellen. Der Deutsche Bundestag hat das Gesetz bereits am 29. September 2011 beschlossen.

Integration in Augsburg

Ab 2004 startete die Stadt Augsburg einen breiten Diskussionsprozess zum Thema Integration, der in einem Weißbuch Integration („Eine Stadt für alle“) mündete, dessen Leitbild vom Stadtrat 2007 als Integrationsleitbild der Stadt Augsburg beschlossen wurde.

Im Jahr 2008 wurde Augsburg neben weiteren 65 Städten, Landkreisen und Gemeinden in Berlin im Rahmen des Wettbewerbes „Deutschland – Ort der Vielfalt“, der ein Jahr zuvor von der Bundesregierung ins Leben gerufen worden, ausgezeichnet. Es handelt sich dabei um einen ideellen Preis, der aber auch am Ortschild ausgewiesen werden kann („Ort der Vielfalt“). Den Preis nahm Robert Vogl?, der Augsburger Integrationsbeauftragte, entgegen. Ausgezeichnet wurde Augsburg aufgrund des Bündnisses für Menschenwürde?, der Interkulturellen Woche?, des Zeitungsprojekts BIZ Hepimiz?, der Pax –Veranstaltung, den Hearings in Zusammenarbeit mit dem Verein Fill – Forum Interkulturelles Lernen und Leben? und den Informationsfahrten, die von der VHS Augsburg? und der Regio Augsburg? organisiert werden. Gepunktet hat Augsburg auch mit einem muslimischen Gebetsraum im Klinikum Augsburg und dadurch, dass Auszubildende der Stadt an einem Seminar „Interkulturelle Kompetenz“ teilnehmen müssen.

2008 zählte man in Augsburg etwa 270.000 Einwohner, von denen 44.000 Menschen Nicht-Deutsche waren (etwa 16 %), 30.000 zur Gruppe der Aussiedler gehörten, etwa 10.000 Menschen mit Migrationsgeschichte eingebürgert waren und die deutsche Staatsangehörigkeit hatten. Mehr als ein Drittel der Augsburger hatte 2008 also einen Migrationshintergrund.

augsburg.tv-Beitrag zur Integration türkischstämmiger Augsburger 50 Jahre nach dem Anwerbeabkommen mit der Türkei

2012 unterschrieben acht Institutionen gemeinsam die "Augsburger Erklärung". Die Partner bei dem Abkommen verpflichteten sich zu einer bestmöglichen Umsetzung des seit April 2012 geltenden Berufsqualifikationsfeststellungsgesetzes (BQFG) zur Anerkennung ausländischer Qualifikationen. Ziele dabei waren die Sicherung des Fachkräftebedarfs der Unternehmen, Heranführen der Migranten an inländische Berufsqualifikationen und die bessere Nutzung des bereits in Deutschland lebenden Potenzials an Fachkräften.

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