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Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg

abgekürzt MRM; ein Augsburger Forschungsinstitut für den Umgang mit knappen Rohstoffen

Allgemeines

Das Institut für Materials Resource Management beschäftigt sich mit der Identifikation von Ressourcenabhängigkeiten der westlichen Gesellschaft und die Entwicklung von Konzepten für eine effiziente und nachhaltige Nutzung der Ressourcen, Rohmaterialien und Produkte. Hierzu werden die wissenschaftlichen Kompetenzen in den Bereichen Wirtschaftsinformatik, Materialwissenschaften, Ressourcenmanagement sowie Mechatronik, Informatik und Software gebündelt und zusammengeführt. Dies geschieht in enger Kooperation mit den Augsburger Forschungseinrichtungen der Fraunhofer-Gesellschaft und des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt.

Mit Hilfe der Wirtschaftswissenschaften und Ressourcenstrategie werden die globale Verfügbarkeit von Ressourcen und daraus resultierende Abhängigkeiten und Konfliktpotentiale mit einbezogen. Es geht darum, ein tragfähiges Konzept für die Zukunft der westlichen Wirtschaftsweise zu erarbeiten. Das kann durch neue Materialien oder neue Prozesse geschehen, die angespannte Ressourcensituationen entspannen.

Das Institut hat drei thematische Schwerpunkte:

  • Ressourcenmanagement: IT-gestütztes Ertrags- und Risiko-Management, Management-Support-Systeme, Umsetzung von geschlossenen Wertschöpfungsketten, Konzeption von Kreislaufwirtschaftsstrategien wie Recycling, Re-Use und Re-Manufacturing
  • Entwicklung innovativer Materialsysteme: Materialentwicklung und -charakterisierung, Design und Entwicklung neuer Materialien (elektronische Materialien oder Faserverbundwerkstoffe)
  • Ressourcenstrategie: nachhaltiger Umgang mit Ressourcen, Identifikation potentieller material- und ressourcenbedingter Risiken, Bewertung der Kritikalität, Handlungsalternativen

Geschichte

Schon seit dem Jahr 2000 beschäftigte sich das Wissenschaftszentrum Umwelt? (WZU) an der Universität Augsburg mit dem zukunftsfähigen Umgang mit Stoffen und Energie. Hier ließ sich Apple schon 2010 ein Konzept für den umweltgerechten Umgang mit Elektroschrott erarbeiten.

2011 wurde der interdisziplinäre Bachelorstudiengang "Wirtschaftsingenieurwesen" des Instituts für Materials Resource Management geschaffen. Damals war der Studiengang deutschlandweit einzigartig. Seitdem verbindet er Materialwissenschaften und Wirtschaftswissenschaften mit dem Bezug auf auf die Ressourcenstrategie.

Aufbauend auf den Bachelorstudiengangs "Wirtschaftsingenieurwesen" erweiterte das Institut für Materials Resource Management in Kooperation mit der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Augsburg zum Wintersemester 2014/15 ihr Lehrangebot um den gemeinsam getragenen Masterstudiengang „Wirtschaftsingenieurwesen“. Der Studiengang verband technische mit wirtschaftswissenschaftlichen Wissensgebieten und ergänzte sie um Nachhaltigkeit und Ressourceneffizienz sowie ressourcenstrategische Lehr- und Forschungsinhalte.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen landete 2014 in 11 von 12 bewerteten Kategorien des renommierten Hochschulrankings CHE in der Spitzengruppe: u. a. Studiensituation, Lehrangebot, Betreuung, Berufsbezug uvm.

Am 23. September 2016 wurde der Grundstein für den Forschungsneubau "Materials Resource Management" gelegt. Man ging von einem Investitionsvolumen von 43 Milionen Euro für die Zukunft der Augsburger Natur- und Technikwissenschaften aus.

Noch gehört das Institut für Materials Resource Management zur Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Augsburg, doch ist geplant, aus dem Institut heraus eine neue Fakultät zu entwickeln, die sich mit ingenieurnaher Forschung und den Ingenieurwissenschaften beschäftigt.

Details

Ist ein Produkt ressourceneffizient, wenn die Ausgangsmaterialien besonders ressourcenschonend gewonnen oder verarbeitet werden können? Oder ist es ressourceneffizienter, wenn das Produkt z. B. durch besondere Materialeigenschaften in der Nutzungsphase wenige Ressourcen verbraucht? Oder ist ein ressourceneffizientes Produkt besonder gut recyclingfähig? Hier die Entscheidung für das richtige Material und die richtige Technologie zu treffen und die aus dieser Entscheidung resultierenden betriebswirtschaftlichen Kosten und Risiken richtig einzuschätzen, braucht es interdisziplinäre Zusammenarbeit.

Am Institut für Materials Resource Management der Universität Augsburg forschen in einzigartiger Weise Material- und Wirtschaftswissenschaftler mit Ressourcenstrategen daran, das Potenzial neuer Produkte und Technologien möglichst früh zu erfassen. Man versucht hier eine Entwicklung und ökologisch effiziente Umsetzung strategischer und regenerativer Funktionsmaterialien, Prozesse, Produkte und Technologien. Mit den gewonnenen Erkenntnissen unterstützt das Institut für Materials Resource Management die Entwicklung und Einführung funktionaler Materialien sowie innovativer Technologien in Unternehmen.

Dem Institut für Faterials Resource Management ist ein Graduiertenkolleg angegliedert (Ressourcenstrategische Konzepte für zukunftsfähige Energiesysteme). Aufgrund der enormen Dynamik und Komplexität des Forschungsgebiets ist es unabdingbar, zur langfristigen Lösung der untersuchten Problemfelder interdisziplinär geschulte Fachkräfte auszubilden. Hier setzt das Graduiertenkolleg an: Eingebunden in eine enge Zusammenarbeit zwischen natur-, geistes- und wirtschaftswissenschaftlichen Disziplinen können hier Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler im Rahmen ihrer Promotionsarbeiten ressourcenstrategische Konzepte für zukunftsfähige Energiesysteme entwickeln.

Der Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen am Institut für Materials und Resource Management war der erste ingenieurnahe Studiengang der Universität Augsburg. Zuvor waren alle Ingenieursstudiengänge der Hochschule Augsburg zugeordnet.

Adresse

Institut für Materials Resource Management
Universität Augsburg
Raum 357 (Geb. R / Physik Nord)
D-86135 Augsburg


Weblinks


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