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Impotenz

Eine Augsburger Pop´n´Punk-Band mit Zügen zum Rock und New-Wave-Elementen. In den 80ern eine der berühmt-berüchtigsten Punkrockbands in Augsburg und Umgebung. Comeback ab 2007.

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Allgemeines

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Impotenz ist eine der wenigen Augsburger Bands, über die es ein Buch gibt: "Impotenz kommt" erschien 1984. Die Texte der Band sind Deutsch, nicht immer originell, aber oft ordinär, wie z. B. der Text zu "Geile Sau". Auch der Song "Nutten an die Macht" zeichnet sich wie andere Songtexte der Band durch Derbheit aus. Neben solchen ordinären oder derben Liedern sind die meisten Bandtexte jedoch gesellschaftskritisch.

Die Musik der Gruppe zeigt einen starken Punk-Einfluss, sie ist schlicht, oft monoton, abgehackt, die Refrains oft stoßartig. Die Gitarren dominieren, werden von einem harten Schlagzeug und dem Bass getragen und getrieben. Dazu kommt ein frecher und rotziger Gesang. Die Augsburger Allgemeine schrieb einmal, der Impotenz-Sound habe "den vulgären Reiz eines Presslufthammers". Andere Presseorgane sprechen von Straßenrockern.

Die Auftritte und die Show der Band sind in Augsburg und Umgebung einzigartig. So gab es z. B. bei einem Auftritt Freibier aus Urin-Flaschen oder der Gitarrist spielte mit einem wimmernden Vibrator, der Bassist legte sich eine Halskette mit gebrauchten Tampons um, der Schlagzeuger benutzte überlange Dildos zum Trommeln und und und ...

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Bei einem anderen Auftritt wurde anlässlich des Lieds "Nutten an die Macht", das sich gegen Politiker und Waffenhändler richtet, eine Nacht mit einer Prostituierten verlost, die auf der Bühne mit Domina-Maske, Ketten und Peitsche vorgestellt wurde. Hintergrund: Die Band hatte in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts ihren Bandraum in der Hasengasse, wo sich Augsburger Prostituierte feilbieten; durch den guten Kontakt zu den Damen des Gewerbes bekam die Band diesen Preis von einer Prostituierten gespendet. Als Gegenleistung spielte Impotenz von der Zeit an immer auf dem Faschingsball der Damen ("Dosenmontagsball") umsonst.

Auch wenn der Satz aus einer Pressemitteilung der Band stammt, er stimmt: "Die deutschen Texte sind schonungslos ehrlich, kratzen nicht lange an der Oberfläche, sondern gehen brutal tief drauflos und sezieren gnadenlos alles, was auf die Nerven geht."

Geschichte

Beginn in den 1980ern

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Ins Licht der Öffentlichkeit trat die "Kunststudenten-Combo", wie die Bürgerschrecks von der Augsburger Allgemeinen genannt wurden im Jahr 1981 zum Abschiedskonzert verschiedener Augsburger Punk-Bands im Jugendzentrum Königsbrunn. Schon vorher war die Band allerdings aktiv. Gegründet wurde sie 1980.

Eine wichtige Frage für die Band-Mitglieder war die Namensgebung. Man wollte eine Porno-Punk-Band sein und die Formation in Anlehnung an die Augsburger Wohltätigkeitsfussballer Datschiburger Kickers "Datschiburger Fickers" nennen, kam dann aber auf den Namen Impotenz, weil man sich nicht unter Leistungsdruck setzen wollte und weibliche Fans ohne Angst in die Umkleidekabine kommen sollten. Slogans der Band, die man dazu erfand: "Jeder kennt´s: Impotenz" oder "Wenn wir kommen, weinen die Frauen!".

Bis zur ersten Trennung 1985 trat Impotenz oft mit punkig-new-wavigen Augsburger Bands wie Ameisensäure, Skandal, Angst?, Rosarot?, Kiesgroup?, Sagrotan, Kinder des Wahnsinns und Generation N. auf. Die meist bespielten Clubs waren das Subway? und das Metro? in der Gögginger Straße.

Die Single "Monika & Otto / Fröhliches Russland" brachte die Band ins Fernsehen.

1984 nahm die Band die LP "Brave Mädchen wollen böse Buben" mit Günter Keil als Produzent in Illertissen auf. Sie erschien bei dem Augsburger Plattenlabel AuBuMu?. Songs der LP: "Arme Hunde", "Das Bier macht mich zum Tier", "Rote Krallen", "Der Unterschied", "Nur ein Schritt", "Geile Sau", "Langer Gang", "Nutten an die Macht". Bei Schwulen war besonders der Song "Zungenkuss" beliebt: "Hey, lieber Junge, küss mich mit der Zunge, bis runter zu der Lunge..."

Im gleichen Jahr bekam die Band von der Firma Coca-Cola eine Abmahnung wegen ihres Songs "Türken-Cola":

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Eins, zwei, drei, vier -
steht ein Türke vor der Tür.
Schafft das Coca Cola ab,
diesen blöden süßen Papp ---

1984 wollte man mit dem Augsburger Schlagerstar Roy Black? die Single "Du bist die Einzige" aufnehmen, was aber wegen einer Herzkrankheit des Schlager-Sängers nichts wurde.

1985 trennte sich die Band zunächst (nach anderen Quellen im Jahr 1988). Dazu die Stellungnahme von Impotenz in einer Pressemitteilung: "Wir sind nun die Combo mit den meisten unehelichen Kindern. Insofern stimmt unser Band-Name nicht mehr."

Zweite Bandgründung

Wiedergegründet wurde die Band im Jahr 2006. Sie trat beim Punk-Festival zu Silvester 2006 im Club Kerosin zum ersten Mal wieder auf. Von den ehemaligen Impotenz-Mitgliedern Erwin Jaensch (Gitarre), Bernhard Leitenmaier (Gitarre), Robert Fendt (Schlagzeug), Arno Loeb (Stimme) und Matthias Ubert (Bass) sind bei der neuen Impotenz-Combo noch Arno Loeb und Matthias Ubert dabei. Neu dazugekommen sind Yogi d. Gr. (Schlagzeug, Deutschlands größter Drummer mit 2,08 Metern Körpergröße) und Gitarrist Christian Spitzer.

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2007 folgten weitere Auftritte und neue Songs der Band. Ende November 2007 bekam die Band von der Tiki Tiki Baba Agentur einen Tour-Vertrag fürs Frühjahr 2008. Das erste Test-Konzert dazu fand am 1.12.2007 im You Z, Königsbrunn, statt.

Im Dezember 2007 und im Januar 2008 nahmen Impotenz in dem Augsburger Zorn-Studio? von Michi Rau? sieben Songs für ein Album auf. Michi Rau?, ein geborener Augsburger, der zusammen mit dem Produzenten Martin Bleich die neuen Impotenz-Titel abmischte, war von dem Sound und dem Konzept der vier Impotenzler so begeistert, dass er im April 2008 als zweiter Gitarrist bei Impotenz einstieg. Er spielte schon bei Bands wie Ride? Gitarre. Dadurch gewann Impotenz den treibenden Sound einer Straßen-Rock-Band, der wie „eine wildgewordne Saurier-Herde über alles hinwegrollt", wie ein Impotenz-Fan nach einem Auftritt meinte. Impotenz: „Harte Zeiten brauchen harten Rock!"

Im Laufe des Jahres 2008 erarbeitete sich die Band den Titel "Deutschlands gefragteste Anti-Kriegs-Combo". Vor allem das Lied "Afghanistan - tödliche Grüße vom Taliban" mauserte sich zu einer Art Anti-Kriegssong.

Ende 2008 besuchten die Augsburger Band Impotenz die Echolot-Studios? von Alaska Winter?. Sie nahmen in Winters Studio, das sich in den Kellerräumen des Alten Hauptkrankenhauses befindet, einige ihrer neuen Songs wie „Kinder-Krieger" und „Arme Hunde" für ein neues Album auf, das 2009 erscheinen soll. In "Kinder-Krieger" geht es um Kinder-Soldaten, die zum Töten gezwungen werden. "Arme Hunde" ist ein provokantes Lied gegen die Raffsucht und Gier von Geldmenschen, wie es zur Zeit der Finanzkrise nicht aktueller sein könnte. Als Tonmeister fungierte der Tontechniker Danijel Zambo?.

Im Frühjahr 2010 schied der Gitarrist Michi Rau wegen Ort- und Jobwechsel aus, wodurch Impotenz wieder zu einem Quartett wurde.

Im Herbst 2013 kündigte Impotenz ein Konzert auf einem Augsburger Friedhof. Anlass für das Konzert war das Auftritts-Verbot von Cindy aus Marzahn am Totensonntag, 24. November 2013 in Augsburg durch den damaligen Bürgermeister? Hermann Weber? von der Neuen CSM. Unter anderem die Krematoriums-Hymne "Ich küsse deine Urne" sollte gegen dieses Verbot auf dem Totentanz-Konzert erklingen. Als Eintritt erbat die Band eine Spende für die Pflege von verkommenen Musiker-Gräbern in Augsburg.

Ihr neues Album "Da musst du durch" präsentierte die Band Impotenz mit der Musikgruppe Herrenabfall in einem Doppelkonzert in Oberhausen am 14. November 2014. Die CD-Produktion zu dem Album finanzierte Impotenz als erste Augsburger Band per Crowdfunding. Die acht Songs auf dem Impotenz-Album "Da musst du durch" drehen sich hauptsächlich um das wilde Musikerleben, böse Einflüsterungen, schlimme Suchtzustände, dekadentes Milliardärsleben und um den Kampf gegen Unterdrückung, Menschenschinderei und sinnlose Gewalt. Auf der Scheibe verstecken sich am Schluss noch zwei unplugged aufgenommene Songs. Aufgenommen wurden die acht Impotenz-Lieder auf der CD "Da musst du durch" in den Whoopee-Studios von Harry Kulzer in Horgau. Harry Kulzer wurde in den 1980ern bekannt durch den Erfolg seiner Band United Balls? (Pogo in Togo). Für die Musikgruppe Herrenabfall war das Doppelkonzert mit Impotenz der erste öffentliche Auftritt überhaupt. "In Bierseligkeit entstand ein unverwechselbarer Name, der verknüpft mit der Panik vor Freizeitlöchern zu der wunderbaren Idee einer Band herangereift ist", erinnerten sich die vier Musiker an die mysteriöse Entstehung ihrer Band. Sie kredenzen den Zuschauern "eine verrückte Sound-Mischung aus Blues, Punk, Hilbilly, Surf und Doom".

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Mitglieder

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In den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts:

Zeitweise Mitglieder in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts waren auch:

  • Epplen, Eugen (Drums)
  • Hoffmann, Helmut (Drums)
  • Fettinger, Kuno (Drums)
  • Lindner, Gerhard (Bass)
  • Seckler, Gerhard (Bass)

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Mitglieder seit Januar 2007:

  • Löb, Arno (Vocals)
  • Spitzer, Christian (Gitarre)
  • Ubert, Matthias (Bass)
  • Yogi (Drums)

Mitglieder seit April 2008:

Rau, Michi? (Gitarre; zusätzlich zu den Bandmitgliedern 2007; schied im Frühjahr 2010 wieder aus)

Discographie

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  • Impotenz kommt!, MC, 1982
  • Nutten an die Macht! MC und LP (1982)
  • Schöne Töne, MC, 1983
  • Monika & Otto/Fröhliches Russland, Single, 1983
  • Brave Mädchen wollen böse Buben, LP, 1984
  • 2000 Töne, Sampler, 1984
  • Gute Laune, MC, 1984
  • Afghanistan: Tödliche Grüsse vom Taliban / Sexplosion, CD, Single, April 2008
  • Jawoll falsch, Album, Mai 2008
  • Nutten an die Macht, CD, 2010
  • Da musst du durch, CD, 2015

Veröffentlichungen

  • Impotenz kommt heftig!, Liederbuch, 1983

Pressestimmen

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  • "Die biertrinkenden und mitjohlenden Bauern-Buben trugen Impotenz vor Begeisterung auf den Schultern aus der Disko und jubelnd durchs Dorf" (Datschi-Explosion?).
  • "Dampfhammersound mit witzigem Text, eine aktuelle Liebesgeschichte mit der Suche nach dem großen Glück, ein schräger Höhepunkt der NdW-Musik ..." (Bravo zu "Monika & Otto).
  • "Sie sind ein Phänomen, immer schön das Maul aufgerissen mit ihrem Straßenrock oder wahlweise Porno-Punk. Für Funpunk nicht stumpf genug und mit einem Gespür dafür ausgestattet sich immer schön querulantisch anzulegen mit allen jenen, die gerade die da oben darstellen." (Ox-Fanzine im Frühjahr 2008)

Kontakt

Auf der Bandwebseite steht: "Wir spielen überall - falls wir Zeit und Lust haben." Konzert-Termine mit Impotenz kosten:

  • für ein Unplugged-Konzert mit ca. 60 Min: 400,- bis 800 Euro je nach Größe der Veranstaltung.
  • für ein Rockkonzert mit ca. 90 Min.: 900,- bis 1.800 Euro je nach Größe der Veranstaltung.

Booking: arno.loeb(@)gmail.com / Tel.: 0821-508 262 0 / 0177 845 946 3 / Fax: 0821-89949883

Weblinks

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