Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Sonstiges Wissen | I | Ideenwettbewerb Innenstadt


Ideenwettbewerb Innenstadt

Eine Ausschreibung für ein gesamtinnerstädtisches Augsburger Verkehrs- und Stadtplanungskonzept.

Allgemeines

Durch die Ablehnung des Konzepts der Regenbogen -Stadtregierung zur Gestaltung des Königsplatzes und der Mobilitätsdrehscheibe durch den Bürgerentscheid? am 25. November 2005 wurde der Ideenwettbewerb Innenstadt initiiert.

Geschichte

Gestartet wurde der Ideenwettbewerb im Herbst 2008.

Die Einsendefrist der Planungen endete im November 2008.

Am 4. und 5. Februar 2009 tagte eine Fachjury aus Verkehrs-, Stadtplanern, Stadträten und Vertretern der Stadtverwaltung, um die Sieger der Ausschreibung zu küren.

Noch im Februar 2009 resümierten die Augsburger GRÜNEN, dass der Ideenwettbewerb im Grunde die so genannte Mobilitätsdrehscheibe in allen ihren fünf Teilen bestätigt habe: Umbau des Hauptbahnhofs und des Königsplatzes, Neubau der Linie 1, Linie 6 und Linie 5. Abweichende Entwürfe hätten keine überzeugenden Alternativen gezeigt, aber der Wettbewerb habe ein paar gute Anregungen gegeben. Wörtlich: „Gefordert wird eine konsequente Reduktion des Individualverkehrs in der Innenstadt, durch Verlagerung auf den ÖPNV, die Förderung der Radfahrer und Fußgänger.“ In den Folgemonaten setzten sie sich für eine rasche Umsetzung der Mobilitätsdrehscheibe ein.

Das einzig neue, was aus den Planungen im Anschluss an den Ideenwettbewerb Innenstadt hervorging, ist der Augsburg Boulevard, der aber zu Umplanungen im ganzen Innenstadtbereich führte, die unter großem Zeitdruck und verkehrspolitischen Zwängen durchgeführt werden mussten. Die Augsburger GRÜNEN bemängelten an den Plänen z. B. dass an den Ladehöfen in der Nähe des Bahnhofs ein kostbares Gelände als Aufmarschgebiet für eine Entlastungsstraße gebraucht wird, dass Verkehr u.a. in den Oberen Graben verdrängt werde und die dort in den letzten Jahren eingetretenen Entlastungseffekte damit zunichte gemacht werden. Auch sei die Straßenbahnführung am Theodor-Heuss-Platz noch unausgegoren. Beide Lagen führten zu ungelösten Problemen, die Kosten seien ungeklärt. Mit der Straßenführung vor dem Justizgebäude würden wichtige Plätze (Kennedy-Platz und Theodor-Heuss-Platz) nicht unter stadtplanerischen, sondern verkehrstechnischen Gesichtspunkten geplant, was aber gerade vermieden werden sollte. Und höhere Kosten durch die Planungen des Augsburg Boulevards könnten zu einer Gefährdung der für die Förderung entscheidenden Standardisierten Bewertung führen.

Aus dem Ideenwettbewerb Innenstadt ging im Mai 2010 ein Antrag zum Bebauungsplan Nr. 500 zum Königsplatz und Augsburg Boulevard der GRÜNEN hervor, in dem die Einführung einer umfassenden Tempo-30-Zone in der Augsburger Innenstadt gefordert wurde, um so den Autoverkehr in der Innenstadt? zu reduzieren. Im Juni 2010 kam es zu einem Stadtratsbeschluss, nach dem die Einführung von flächendeckenden Tempo-30-Zonen in der Innenstadt geprüft werden soll.

Details

Von insgesamt 66 Architekten- und Stadtplanungsbüros, die Unterlagen zum Ideenwettbewerb der Stadt Augsburg angefordert hatten, beteiligten sich am Ende 15 Büros mit ihren Vorschlägen bis zum Schluss der Einsendefrist im November 2008. Das Büro Albert Speer und Partner (Frankfurt) wurde mit der Vorprüfung der Entwürfe und Planungen betraut.

Zwingend vorgeschrieben durch die Ausschreibungsbedingungen war wegen der interdisziplinären Planungen, dass Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Stadtplanern, Landschaftsarchitekten und Ingenieuren mit Verkehrsplanungserfahrung gebildet werden mussten.

Weblinks


Hauptseite | Sonstiges Wissen | I | Ideenwettbewerb Innenstadt


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis