Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de


Hauptseite | Umwelt und Umgebung | Augsburger Straßen | H | Hunoldsgraben


Hunoldsgraben

Eine Strasse in der Augsburger Altstadt; gehört zum ersten Stadtbezirk (Lechviertel östliches Ulrichsviertel) und damit zum gehört zum Planungsraum I (Innenstadt).

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--hunoldsgraben_vorderer-lech.jpg.jpg

Allgemeines

Den Hunoldsgraben erreicht man zu Fuß leicht vom Moritzplatz aus, indem man den Judenberg hinabgeht und unten angekommen gleich rechts einbiegt. Das deutet schon darauf hin, wer hier früher wohnte. Im Mittelalter war es üblich, dass Menschen derselben wirtschaftlichen, sozialen oder religiösen Klasse zusammen fanden und bestimmte Straßen oder Viertel einnahmen. So war es auch hier: Der Hunoldsgraben gehörte im Mittelalter zum Judenviertel, das den Judenberg, die Häuserreihe an der Nordseite der Weißen Gasse, die Westseite der Pfladergasse, die Südseite des Elias-Holl-Platzes und sowohl die Ost- wie die Westseite des unteren Hunoldsgrabens umfasste.

Der Hunoldsgraben gehört zum Lechviertel und östlichen Ulrichsviertel, dem ersten Augsburger Stadtbezirk und Planungsraum I.

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--hunoldsgraben_april-2013_1.jpg.jpg https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--hunoldsgraben_april-2013_2.jpg.jpg

Geschichte

Der mittelalterliche Hunoldsgraben beherbergte Juden.

Im Mai 2009 verhängte der Bauausschuss? einen Kneipenstopp? im Gebiet der Augsburger Altstadt?, das auch für den Hunoldsgraben gilt.

Details

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th128---ffffff--tuer_hunoldsgraben_39.jpg.jpg

Im Hunoldsgraben sind noch viele historische Augsburger Häuser zu besichtigen, meist Bürgerhäuser. So findet man z. B. in der Nummer 5 ein Bürgerhaus, das aus dem 15./16. Jahrhundert stammt und in der Gabelung zum Hunoldsgraben erhöht liegt. Es besitzt zwei polygonale Eckerker und einen Wellengiebel. Auch zur Wintergasse hin hat es einen kleinteiligen Wellengiebel. Auch der dreigeschossige Eckbau mit zwei Flach-Erkern in der Nummer 6 ist ein Bürgerhaus und stammt aus dem 16./17. Jahrhundert. Hunoldsgraben 11 ist ein Giebelbau mit vier Geschossen, ebenfalls ein Bürgerhaus, das auf das 16./17. Jahrhundert zurückgeht. Der bürgerliche Giebelbau Nummer 16 ist viergeschossig und ebenfalls im 16./17. Jahrhundert erbaut worden. Er ist schmaler als die umgebenden Bauten. Noch älter ist das Bürgerhaus Hunoldsgraben 21. Der Traufseitbau, der ein hohes Dach und einen kleinteiligen Stufengiebel mit seitlichem Überschutz hat, geht im Kern auf das 15./16. Jahrhundert zurück. Unspektakulär ist der viergeschossige Giebelbau Hunoldsgraben 24, ein Bürgerhaus aus dem 16. Jahrhundert. Interessanter ist der Hunoldsgraben 25. Man betrachtet den Traufseitbau mit seinen zwei Toreinfahrten zwar als Bürgerhaus, aber wahrscheinlich war das im 15. Jahrhundert gebaute Haus ein Handwerkerhaus. Im 18. Jahrhundert kam es zu einem Dachausbau, man erkennt Putzfaschen an Türen und Fenstern des 19. Jahrhunderts. In der Toreinfahrt ist ein Treppenhaus eingegliedert. Über dem Erdgeschoss hat man eine auskragende Altane in Bohlenbalkenkonstruktion entdeckt, was auf einen sehr frühen Bau hinweist, möglicherweise sogar Ende des 14. Jahrhunderts, aber sicher spätestens im 15. Jahrhundert. 1990 hat man das Gebäude saniert. Der Traufseitbau Nummer 26 ist ein Bürgerhaus aus dem 16. Jahrhundert und hat einen Giebel zum Judenberg. Im Bürgerhaus Hunoldsgraben 31 haben Forschungen im Obergeschossbereich eine Bohlenwand ergeben, die man später durch eine Ziegelkonstruktion ersetzt hat; die entdeckten Putzschichten deuten auf eine Entstehungszeit im 16. Jahrhundert. Es handelt sich um einen Traufseitbau mit drei Geschossen. Ein Flach-Erker und ein halber Aufzuggiebel sind Besonderheiten. Das Rückgebäude gehört auch zu dem Anwesen. Das Bürgerhaus Nummer 33 ist ein Handwerkerhaus mit Flacherker. Der Traufseitbau stammt ebenfalls aus dem 16. Jahrhundert und hat ein tief liegendes Erdgeschoss. Im Hof von Hunoldsgraben 35 liegt eine Zinswohnung. Das Bürgerhaus ist ein Traufseitbau und hat drei Geschosse, einen Flach-Erker und im Dachgeschoss einen Lastenaufzug. Die Nummer 36 geht im Kern auf das 16./17. Jahrhundert zurück, doch sein heutiges Aussehen hat der Bau im 18. Jahrhundert erhalten. Das Bürgerhaus ist dreigeschossig und als giebelständiger Mansarddachbau ausgeführt. Auch die Fassade von Nummer 38 ist später gestaltet worden als das Bürgerhaus selbst. Der Giebelbau geht auf das 16./17. Jahrhundert zurück und hat wie viele der umgebenden Häuser einen Flach-Erker. Hunoldsgraben 39 ist ein Eckbau, der einen kleinteiligen Stufengiebel aufweist. Das Bürgerhaus ist im 15./16. Jahrhundert errichtet worden. Hunoldsgraben 52 stammt aus dem 16. Jahrhundert und hat wieder einen Flach-Erker. Es ist wieder ein dreigeschossiger Giebelbau und ein Bürgerhaus. Genau wie die Nummer 54/56, dessen vier Geschosse einen flachen Abschluss finden, rechts mit Halbgiebeln. Die Seite zur Dominikanergasse 11 stammt von Johannes Holl? aus dem 16./17. Jahrhundert.

https://www.augsburgwiki.de/uploads/AugsburgWiki/th96---ffffff--hunoldsgraben_arno_2013.jpg.jpg

Lage


Weblinks


Hauptseite | Umwelt und Umgebung | Augsburger Straßen | H | Hunoldsgraben


Korrekturen? Ergänzungen? Schreiben Sie an stoebener@augsburg-wiki.de




FacebookTwitThis