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Hospize

Einrichtungen zur Begleitung auf dem letzten Lebensweg.

Allgemeines

Der Begriff kommt aus dem Lateinischen: hospitium bedeutet Herberge.

In den letzten Jahren wurde der Tod enttabuisiert und der Umgang mit dem Sterben hat sich stark verändert. Während man früher Sterbende oft in ein abgelegenes Krankenhauszimmer schob und sie dort mehr oder weniger ihrem Schicksal überließ, beschäftigt sich heute auch die Medizin wieder mit dem Thema und sieht den Tod nicht mehr nur als Niederlage.

Hinzu kam die Hospizbewegung, die ein Umdenken bewirkte und für viele Menschen durch ihr ehrenamtliches Engagement wieder ein Sterben in Würde, oft sogar in den eigenen Wänden möglich machte. Für die Mitglieder der Hospizbewegung gehören Sterben und Tod zum Leben; Sterben wird als natürlicher Vorgang gesehen. Die Hospizbewegung hat auch Hospize für Sterbende möglich gemacht.

Früher bezeichnete man mit Hospiz eine Pilgerherberge. Heute bezeichnet man damit meist eine Einrichtung, in der Sterbende auf ihrem letzten Lebensweg begleitet werden. In der Betreuung von Sterbenden wird heute zwischen stationären Hospizen, Palliativstationen in Krankenhäusern und ambulanten Hospizvereinen unterschieden.

Daraus kann man ersehen, dass Hospiz nicht nur eine Institution, sondern auch ein Konzept ganzheitlicher Sterbe- und Trauerbegleitung meint. Und das heißt, dass beim Hospiz der Sterbende und seine Angehörigen im Zentrum stehen, dass sie durch ein interdisziplinäres Team und freiwillige Helfer begleitet werden, dass die Medizin palliativ, nicht heilend ausgerichtet wird, es also um Schmerzvermeidung und Linderung des Sterbevorgangs, nicht um die Verhinderung des Todes geht, und dass der Sterbende und seine Angehörigen in ihrer Trauer begleitet werden.

Aber selbst in Krankenhäusern hat sich der Umgang mit dem Tod verändert. Wenn der Tod naht, kommen die Sterbenden oft in einen Raum, in dem Angehörige in Ruhe Abschied nehmen oder über Nacht bleiben können, auch Gespräche mit Geistlichen oder dem Imam sind möglich. Manche Kliniken haben auch einen Abschiedsraum, in dem Verwandte und Freunde nach dem Tod Abschied von dem Gestorbenen nehmen können.

Die heutige Hospizbewegung entstand in den 60er Jahren des letzten Jahrhunderts in England. Im deutschen und internationalen Sprachkreis wurde die Bewegung von Elisabeth Kübler-Ross gefördert und beeinflusst. 1996 kam es zur Gründung der Deutschen Hospizstiftung.

Die Hospizbewegung ist vor allem deshalb wichtig, weil über 90 Prozent der Menschen eigentlich am liebsten zu Hause und nicht in einer Klinik sterben wollen.

Die einzelnen Augsburger Hospize

Weblinks


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