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Hofgarten

Eine Gartenanlage im Domviertel? von Augsburg, die Ruhe und Entspannung bietet.

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Allgemeines

Früher gehörte der Hofgarten zur Bischöflichen Residenz? auf dem Fronhof. Es ist einer der Lieblingsorte der Augsburger. Zwar liegt er etwas versteckt hinter dem Dom? und der Regierung von Schwaben, aber das ist vielleicht auch ganz gut so, denn sonst würden ihn die Touristen entdecken und dann wäre es für viele Augsburger mit gemütlichen Mittagspausen vorbei, in denen man sich einen der vielen Stühle greifen und die Seele baumeln lassen kann. Manche jüngeren Augsburger verbringen ihre Mittagspause auch auf den Rasenflächen.

Durch eine Mauer ist er neugierigen Blicken entzogen und vom Lärm der umgebenden Straßen abgeschirmt. Grüne Pyramidenbäume führen den Besucher in das Innere des Gartens. Rosenduft begleitet den Weg zum großen Wasserbecken im Hofgarten, wo eine Fontäne plätschert. Auf der Wasseroberfläche des Teichs sieht man Seerosen schwimmen, im Becken kann man Zierfischen und Wasserschildkröten zuschauen. Metallstühle rund um den Teich bieten Alt und Jung genügend Sitzplätze für eine angenehme Mittagspause oder Erholungsphase mitten in der Großstadt.

Details

Mit ihren streng geschnittenen Buchshecken und -pyramiden erinnert die Anlage auch heute noch an die Gartenkunst des Barock und des Rokoko.

Man kann im Hofgarten Tulpenbäume, Gingkobäume, Hibiskussträucher, Blauregen, Beete mit den verschiedensten Blumen, Rosenhecken sowie Buchshecken und -pyramiden bewundern. Es gibt auch einen Seerosenteich, in dem Zierfische und europäische Wasserschildkröten leben. Neben dem Seerosenteich fängt ein großes Becken die belebende Fontäne eines Brunnens auf.

Vom Eingang an der Ostseite des Hofgartens können auch Behinderte über drei Rampen den oberen Teil des Gartens barrierefrei erreichen.

Eine Besonderheit ist das Kunstprojekt "Die offene Bibliothek". Dabei handelte es sich ursprünglich um eine etwa drei Meter hohe Vitrine in Mahagoni-Farbe, die in der Nordostecke des Hofgartens aufgestellt wurde. Errichtet wurde sie am 5. Juli 2001 von den US-Künstlern Michael Clegg? und Martin Guttmann?. Über eine Leiter erreichte man das begehbare Dach, von dem aus Dichterlesungen stattfanden. Zunächst war das Kunstprojekt auf den Sommer und Herbst 2001 begrenzt, doch aufgrund der Resonanz bis Herbst 2002 verlängert und dann abgebaut. Weil sich die Augsburger den dauerhaften Betrieb einer solchen offenen Bibliothek wünschten, konnte am 22. Juli 2003 ein neuer Bücherschrank im Hofgarten begrüsst werden - gefördert von der Augsburger Müller-Spengler-Stiftung.

In dem durch Glasschiebetüren geschützten Innenteil des Bücherschranks finden Erholungsuchende immer einen Vorrat an Büchern. Hier können Bookcrosser ihre eigenen Bücher hinterlegen und andere wieder mitnehmen.

Geschichte

Der Hofgarten der Augsburger Bischofsredidenz wurde in den Jahren 1739 bis 1744 wahrscheinlich nach Plänen von Johann Caspar Bagnato? angelegt, wenn es auch Stimmen in der Literatur gibt, die das verneinen. Gemessen an anderen Barockgärten ist er relativ klein. Der Augsburger Steinmetz Johann Wolfgang Schindel? hat in den Jahren 1744 und 1745 die Pfeiler und Pfeilerfiguren am Eingang des Gartens geschaffen.

Ein Teil des Gitters stammt ebenfalls aus dem 18. Jahrhundert.

Die steinernen Barockzwerge stammen von einem unbekannten Bildhauer, der die bekannten Zwergenstiche aus dem Buch "Callotto resuscitato, oder Neu eingerichtes Zwerchen Cabinet" als Vorlage benutzte. Das Buch erschien nach 1710 bei Martin Engelbrecht?; die Groteskfiguren stammen aus der Zeit um 1720 und sind in der Art der Karikaturen des Jacques Calott gearbeitet. Wahrscheinlich gab es noch mehr dieser Figuren, die bis 1963 im Stadtgarten aufgestellt waren - so wie in anderen deutschen Residenzstädten (z. B. "Zwerglgarten" des Bastionsgartens in Salzburg). Man geht davon aus, dass es wohl 12 Zwerge waren, die das Ensemble bildeten; eine Augsburger Zwergenfigur kam sogar über den Großen Teich und konnte in Florida lokalisiert werden. Dargestellt sind kleinwüchsige Menschen. An den europäischen Fürstenhöfen der Barockzeit dienten sie der Belustigung der adeligen Gesellschaft. Möglicherweise stammen die Figuren aus dem Salzburger Schloss Mirabell. Die fünf Hofgarten-Zwerge gelangten aus dem Nachlass des Hofrats Sigmund Röhrer?, der ein Kunstsammler war, in den städtischen Besitz.

1817 gelangte der Hofgarten in das Eigentum des Königreichs Bayern?.

Im Jahr 1878 wurden die Anlagen im westlichen Teil erneuert, im Jahr 1889 unterzog man den östlichen Teil einer Renovierung.

Nach dem Zweiten Weltkrieg nutzte man den Hofgarten als Obstgarten (bis zur Neugestaltung 1964).

Seit 1963 hat die Stadt Augsburg den Hofgarten angemietet und sorgt für den Unterhalt des Gartens, die Pflege und die Bausubstanz. Von 1964 bis 1965 wurde die Anlage komplett umgestaltet. Danach öffnete man ihn 1965 für alle Bürger, zuvor war er nämlich nicht zugänglich und gehörte zur Fürstbischöflichen Residenz?. Die heute zu bewundernden Beete, der Seerosenteich und der Springbrunnen stammen aus den 1960er Jahren.

Die letzte Renovierung fand in den Jahren von 2002 bis 2005 statt.

Im August 2006 sorgte man für einen barrierefreien Zugang, indem man drei Rampen am Eingang des Hofgartens errichtet hat, so dass auch Rollstuhlfahrer hier einen Zugang haben.

Zwar zahlt die Stadt Augsburg für den Garten nur 55 Euro Miete im Jahr, doch wendet sie etwa 55.000 Euro auf, um das Garten-Kleinod zu erhalten.

Öffnungszeiten

Geöffnet ist der Hofgarten von April bis Oktober tagsüber von 8 bis 21 Uhr. Im Winter ist er geschlossen.

Es gibt freien Eintritt.

Hunde sind nicht erlaubt.

Lage

Weblinks


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