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Hochfeld

Allgemeines

Ein Stadtteil von Augsburg mit etwas über 8.000 Einwohnern. Der IX. Planungsraum und 13. Stadtbezirk Augsburgs. Das Hochfeld liegt grob gesprochen zwischen der Universität Augsburg und der ehemaligen Prinz-Karl-Kaserne, weshalb es sich als Wohnviertel für Studenten? – neben dem Universitätsviertel anbietet. Es liegt an der Geschichte des Viertels, wenn Augsburger mit dem Hochfeld noch „Arbeiterviertel“ verbinden.

Das Hochfeld liegt nicht weit von der Innenstadt entfernt und hat eine gute Anbindung durch den ÖPNV. Zwei Straßenbahnlinien (die Linie 1 und die Linie 3 erschließen das Hochfeld.

Lage

Das Hochfeld ist der IX. Planungsraum und der 13. Stadtbezirk Augsburgs. Es liegt im Süden der Altstadt? von Augsburg. Im Norden begrenzt die Bahnlinie Augsburg - München das Viertel, es schließt sich dort das Bismarckviertel an. Der Süden des Viertels wird durch die Hallen der Messe Augsburg eingenommen. Dort schließt sich das Universitätsviertel auf auf dem Gelände des alten Flugplatzes an, wobei die Firnhaberstraße und die Werner-von-Siemens-Straße? die genaue Grenze bilden. Der Osten des Hochfelds wird durch den Brunnenbach am Siebentischwald markiert, im Westen begrenzt ihn die Bahnlinie Augsburg - Lindau. Die Bundesstraße 300? verläuft im Süden und Osten des Viertels. Zwei Straßenbahnlinien?, zwei Regionalbuslinien? und eine Buslinie? der Stadtwerke Augsburg sorgen für die Erschließung durch den ÖPNV. Dazu kommen noch die Haltepunkte Haunstetter Straße, Messe und Morellstraße, so dass man von einer ausgezeichneten Anbindung des Viertels an den ÖPNV sprechen kann.

Struktur

Das Hochfeld ist bei Studenten der Hochschule Augsburg und der Universität Augsburg als Wohnort beliebt, weshalb der Anteil der jungen Menschen zwischen 20 und 30 Jahren mit etwa 20 % ungefähr doppelt so hoch ist wie in anderen Stadtteilen. Auch die Quote der Nichtdeutschen ist mit etwa 20 Prozent hoch und man schätzt die Mirgrationsquote auf über 40 %. Diese hohen Werte spiegeln sich natürlich auch in den Schulen? und den Kindertagesstätten wider. Leider gehört das Hochfeld mit 94,5 von 100 Punkten auch zu den einkommensschwächsten Augsburger Stadtteilen. Dominiert wird der Stadtteil durch vier Milieus: das traditionelle Arbeitermilieu, das Milieu der modernen Arbeitnehmer, das liberal-intellektuelle Milieu und das konsummaterialistische Milieu (Stand 2007). Seit Jahren gibt es im Viertel einen Geburtenüberschuss sowie eine positive Wanderungsbilanz (Stand 2012).

Im Prinz-Karl-Palais sind einige Einkaufsmöglichkeiten für Hochfeld-Bewohner untergebracht.

Geschichte

Noch bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war das Hochfeld ein freies und unbebautes Feld auf der Augsburger Hochterrasse mit fruchtbarem Löss-Boden. Einzig der Protestantische Friedhof lag hier vor den Toren der Stadt Augsburg.

Die erste weitere Bebauung des Hochfelds geht auf das Jahr 1868 zurück. Damals legte man zwischen dem Alten Postweg? und der Haunstetter Straße den damals so genannten Israelitischen Friedhof? an. Kurze Zeit später entdeckte das Militär die Nutzungsmöglichkeiten des Areals und errichtete im Jahr 1884 die Prinz-Karl-Kaserne für das 3. Königlich Bayerische Infanterie-Regiment mit dem Namen "Prinz Karl von Bayern".

In den Jahren 1902 bis 1906 errichtete man im Osten der 1847 eröffneten Bahnstrecke Augsburg - Lindau, die als Teilstrecke der Ludwig-Süd-Nord-Bahn? entstand, ein Bahnbetriebswerk (siehe Bahnpark).

Am 13. Oktober 1909 stieg an der Stelle, an der heute die Bebo-Wager-Schule? steht, das erste lenkbare Prall-Luftschiff der Welt auf und landete hier wieder. Damals lagen hier noch freiflächen und in einer Art Volksfest kamen auf dem Platz Tausende von Menschen zusammen, um dem Spektakel zu folgen. Entwickelt hatte das Prall-Luftschiff der aus Berlin stammende Major August von Parseval?, der es in der Augsburger Ballonfabrik? bauen ließ.

Die Beamten und Arbeiter des im Hochfeld angesiedelten Bahnbetriebswerks verlangten nach nahe gelegenen Wohnungen und so begann man mit dem Wohnungsbau für die Bediensteten der Reichsbahn südlich der Prinz-Karl-Kaserne im Jahr 1911.

Zum Augsburger Stadtviertel mauserte sich das Hochfeld von 1911 bis 1923. Aus dieser Zeit stammen noch einige der Wohnanlagen und Häuser des Hochfelds, die zunächst vor allem von Bahnarbeitern, aber auch einigen Beamten besiedelt wurden.

Im Jahr 1918 stellte die Stadt weiteres günstiges Bauland zur Verfügung und so kamen bald größere Blockbebauungen durch Wohnbaugenossenschaften dazu. Die Wohnungsnot nach dem Ersten Weltkrieg trug dazu bei, dass auf dem Hochfeld immer mehr gebaut wurde. Stadtbaurat Otto Holzer ließ z. B. bis 1923 Kleinwohnungsbauten und den Römerhof erbauen, allerdings in einer so schlechten Bauqualität, dass die Gebäude in den Jahren 1964 und 1995 abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden mussten. In den folgenden Jahren entstanden auch der Zeppelinhof, die Kriegergedächtnissiedlung und die Kirche Sankt Canisius.

Nach dem Zweiten Weltkrieg siedelt man hier viele Flüchtlinge an.

Seit den 1990er Jahren kommen immer mehr Studenten als zeitweilige Bewohner in das Hochfeld. Mit dem Prinz-Karl-Viertel entstand nach und nach ein „Viertel im Viertel“.

Zwischen 2006 und 2011 wuchs die Zahl der Bewohner der Hochfelds um etwa 14 Prozent auf fast 9.000 Bewohner, was den höchsten Zuwachs in einem Augsburger Stadtviertel bedeutet.

Details

Das Hochfeld hat im eigentlichen Sinn kein Zentrum. Am ehesten könnte man noch die Gegend zwischen Sankt Canisius und dem ehemaligen Römerhof als Zentrum des Stadtteils betrachten. Hier gibt es in der Nähe noch Tante-Emma-Läden?, eine Apotheke und einen Friseur. In den 1950er Jahren soll es hier sogar das erste Augsburger Kino mit Cinemascope gegeben haben. 1954 zeigte man den Historienfilm "Das Gewand" als ersten Film mit Breitwandtechnik in Augsburg.

Lage

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