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Hindenburg-Kaserne

wie die Arras-Kaserne eine ehemalige Artillerie-Kaserne der Wehrmacht? in Augsburg

Allgemeines

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Ansichtskarte der Augsburger Hindenburg-Kaserne an der Ecke Gögginger Straße? / Schertlinstraße), gelaufen um 1915; zur Verfügung gestellt von Thomas Werthefrongel, Stadtbergen. Heute steht an dieser Stelle das Polizeipräsidium Schwaben Nord.

Die Hindenburg-Kaserne war eine Artillerie-Kaserne für das 4. Feldartillerie-Regiment "König"? der 2. Königlich Bayerische Feldartillerie-Brigade?. Sie lag im Antonsviertel an der Stelle des heutigen Polizeipräsidiums Schwaben Nord. Auf dem ehemaligen Kasernengelände steht außerdem heute das Gymnasium bei Sankt Anna. Von der Kaserne blieb nur noch der Nordflügel der Anlage an der Calmbergstraße übrig, der Verwendung als Unterkunft für Asylsuchende fand.

Geschichte

Gebaut wurde die Hindenburg-Kaserne 1868/69, doch schon 1872/74 musste man sie wegen gestiegenen Platzbedarfs erweitern.

1919 verließ das 4. Feldartillerie-Regiment "König"? aufgrund der Truppenreduzierung des deutschen Heeres durch den Versailler Vertrag die Hindenburg-Kaserne Augsburg.

Nach der Erbauung trug sie bis 1935 den Namen "Artillerie-Kaserne". Dann erfolgte durch die Nationalsozialisten? die Umbenennung in "Hindenburg-Kaserne".

Nach 1945 entmilitarisierte man die Kasernen-Anlage und nutzte sie als Flüchtlings- und Notunterkunft. Später, als die Wohnungsnot der ersten Nachkriegsjahre zurückging, brachte man hier verschiedene Behörden und städtische Ämter unter. Zeitweilig trug die Hindenburg-Kaserne auch den Namen "Städtisches Verwaltungsgebäude". Ja sogar Gewerbebetriebe fanden hier Räume und zwischen 1960 und 1969 hatte sich die Bundeswehr mit Dienststellen hier eingerichtet.

In den 1980er Jahren nutzte man die ehemalige Kaserne als Asylbewerberheim?.

1988 brach man die Gebäude der Straßenfront zur Gögginger Straße und den Südflügel der Hindenburg-Kaserne ab, um Platz für den Neubau des Polizeipräsidium Schwaben zu schaffen.

In den 1990er Jahren baute man für die Bayerische Polizei das Polizeipräsidium Schwaben, das 2008 im Zuge einer Restrukturierung der Bayerischen Polizei zum Polizeipräsidium Schwaben Nord wurde.

Details

Der Name der Hindenburg-Kaserne ging auf Paul Ludwig Hans Anton von Beneckendorff und von Hindenburg (* 2. Oktober 1847 in Posen; † 2. August 1934 auf Gut Neudeck, Ostpreußen) zurück. Er war ein deutscher Militär und Politiker. Im Ersten Weltkrieg ernannte ihn der Kaiser zum Generalfeldmarschall. Er führte damals die Oberste Heeresleitung und übte von 1916 bis 1918 ähnlich einem Diktator die Regierungsgewalt aus. 1925 wählte ihn das deutsche Volk zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik. Er ernannte nach seiner Wiederwahl 1932 am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum Reichskanzler. Um den Schulterschluss mit den alten Machteliten der Kaiser- und Weimarer Zeit und eine politische Kontinuität vorzutäuschen, ehrten die Nationalsozialisten? den Reichspräsidenten durch Ehrenbürgerschaften und Benennungen von Straßen und Plätzen, Schulen und Kasernen - auch in Augsburg. Neben der Augsburger Hindenburg-Kaserne gab es Hindenburg-Kasernen auch in Kassel, Potsdam und Tübingen.

Die Bauweise der Hindenburg-Kaserne kann man an der Calmbergstraße angesichts des erhaltenen Nordflügels noch heute studieren. Der Bau war (ist) in Blankziegelbauweise errichtet. Es handelte sich um eine große Dreiflügelanlage.

Lage


Weblinks


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