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Hermann-Frieb-Park

ein kleiner Augsburger Park, der in Haunstetten liegt

Allgemeines

Von der Inninger Straße zweigt die Hermann-Frieb-Straße? ab, die zum Hermann-Frieb-Park führt. Auch von der Afrastraße und der Adelheidstraße aus können Fußgänger zu dem Park gelangen, der nach Frieb Hermann?, einem Sozialdemokraten und NS-Widerständler, benannt ist. In der südöstlichen Ecke des Parks ist ein Kinderspielplatz angelegt.

Geschichte

Am 18. April 2008 ersetzte man eine einfache Gedenktafel für die Zwangsarbeiter, die durch die Bombardierung des Messerschmittwerks am 13. April 1944 umkamen, durch eine Stele mit allen ihren Namen.

Details

In dem kleinen Hermann-Frieb-Park befinden sich zwei Erinnerungsstätten. Die eine befindet sich bei dem Zugang von der Inninger Straße aus. Es handelt sich um einen Gedenkstein, der an das hier bestehende Außenlager des Konzentrationslagers Dachau erinnert. Zu Anfang des Zweiten Weltkriegs war das Lager nur ein Kriegsgefangenenlager, doch dann ließ die Messerschmitt AG das Lager zu einem Zwangsarbeiterlager umbauen. Die Inschrift des Steins lautet: „Auf diesem Areal befand sich von Februar 1943 bis zur Zerstörung bei einem Bombenangriff im April 1945 ein Außenlager des Konzentrationslagers Dachau. Mit 2700 Menschen aus ganz Europa, die hier vom nationalsozialistischen Regime zur Zwangsarbeit eingesetzt worden waren. Ihnen zu Ehren hat die Stadt Augsburg diese Gedenkstätte geschaffen.“ Die Zwangsarbeit bestand in der Flugzeugfertigung bei der Messerschmitt AG. Die Häftlinge mussten in 14 oder 15 Holzbaracken sommers wie winters hausen und den durch die Front entstandenen Arbeitskräftemangel in der Augsburger Rüstungsindustrie ausgleichen. Im Lager galt das Motto "Vernichtung durch Arbeit". Das geschah durch elf Stunden Arbeit in den Fabriken der Messerschmitt AG und durch den zwei bis drei Kilometer langen Fußmarsch zu den Werken und wieder zurück. Im Konzentrationslager Dachau galt die Verlegung nach Haunstetten als Bestrafung, andererseits wurden von dort aber auch Fachleute mit Kenntnissen im Metallbau gezielt hierher verlegt.

Die zweite Gedenkstätte im Hermann-Frieb-Park liegt im südlichen Bereich und wird durch eine Stele mit 128 Namen von Zwangsarbeitern der Messerschmitt AG markiert. Sie starben bei dem Bombenangriff am 13. April 1944 als Opfer des Nationalsozialismus.

Lage


Weblinks


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