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Herbstdult

Auch Augsburger Michaeli-Dult genannt, ein großes Freiluft-Kaufhaus; ist das Pendant zur Frühjahrsdult.

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Allgemeines

Die etwa 150 Stände sind zwischen dem Jakobertor und dem Vogeltor platziert. Vorher hatten sie ihren Platz in der Maximilianstraße und auf dem Rathausplatz. Hierher kommen die Menschen aus Augsburg und der Region, um zu kaufen, zu bummeln oder einen Imbiss zu sich zu nehmen.

"dult" bedeutete im Althochdeutschen Fest oder Feier, auch Kirchenfest. Manchmal ist auch von "tult" die Rede. Möglicherweise leitet sich der Begriff auch von "indultum" ab, was "Ablass" bedeutet. Wurde im Mittelalter ein Kirchenfest gefeiert, meist zu Ehren eines Heiligen, so hat man um die Kirche herum oft auch Verkaufsstände aufgebaut und Waren verkauft. Das gilt auch für Ablassmärkte, zu denen fromme Pilger kamen, die natürlich auch verköstigt werden mussten oder denen fleißige Händler ihre Waren anboten. Gleich, welche Begriffsherleitung man bevorzugt: Im Laufe der Zeit veränderte der Begriff seine Bedeutung und spätestens Anfang des 19. Jahrhunderts wurde unter "Dult" der "Jahrmarkt" verstanden. Und auf Jahrmärkten können Waren jeglicher Art verkauft werden.

Während der Dult liegen verführerische Düfte über den Ständen, besonders dort, wo sie mit Süßigkeiten und Gebranntem locken. Neben Leckereien entdeckt der Käufer Nützliches für den Alltag oder auch eine Rarität für einen Geschenkanlass.

Viele der Händler, die zur Dult kommen, verkaufen hier in Augsburg schon seit Jahrzehnten.

Geschichte

967 wurde der so genannte "Führnehmer Markt" erwähnt, möglicherweise ein Vorläufer der Dult. Aus dem 11. Jahrhundert stammt eine kaiserliche Urkunde für diesen Augsburger Markt.

Die erste urkundliche Erwähnung der „Sankt-Michaels-Messe“ stammt aus dem Jahr 1275 (nach anderen Quellen) von 1276), doch Historiker glauben, dass die Dult schon 200 Jahre älter ist. Neben einem Wochenmarkt sind zwei Jahrmärkte genannt, der eine nach Ostern, der andere ab dem Sankt-Michaels-Tag. Alle Märkte wurden damals in der [[Maximilianstrasse|Maximilianstraße abgehalten.

1883 zog die Michaeli-Dult in die Jakobervorstadt, 1885 auch die Frühjahrsdult.

Im Jahr 2008 feierte die Herbst-Dult ihr 125-jähriges Jubiläum. Dieses Jubiläum bezog sich darauf, dass die Herbstdult 125 Jahre zuvor auf den Platz zwischen Vogeltor und Jakobertor zog.

augsburg.tv-Beitrag zur Herbstdult 2010

Details

Das traditionelle Sortiment umfasst Textilien, Haushaltswaren, Pflanzen, Bücher, Schmuck etc. Vertreten sind oft auch Bürstenbinder, Schmuckdesigner, Handwerker, die auch ihr Handwerk an ihren Ständen vorführen, Verkäufer von Süßigkeiten, Lebensmitteln oder Spielzeug. Die Dult zieht sich etwa einen Kilometer durch die Stadt.

Meist übersteigen die Bewerbungen für Standflächen bei weitem die vorhandenen Plätze (zwischen 140 und 150).

Normalerweise wird die Herbstdult immer an einem Samstag eröffnet. Nicht versäumen darf man die Kochvorführungen auf der Herbstdult, das ist interessanter als jedes Fernsehkochen. Beim Vogeltor gibt es ein Kinderkarussell. Auch in Zeiten des Internetshoppings ist die Herbstdult nicht eingegangen, denn man bekommt hier Waren, die es nicht überall gibt, es wird oft sehr humorvoll präsentiert und der menschliche Kontakt wird immer noch gesucht. Wer eine Karocard besitzt, kann an vielen Dultständen Vorteile verbuchen. Pro Herbstdult rechnen die Verkäufer mit 60.000 bis 80.000 Besuchern.

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Im Stadtrat gibt es einen so genannten „Dultpfleger“, der für den Kontakt zwischen Stadtrat, Marktamt? und Verkäufern zuständig ist.

Öffnungszeiten

Üblicherweise ist die Herbst-Dult von 10 bis 19 Uhr geöffnet.

Lage


Weblinks


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