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Hausladen, Eugen

Regierungsbauamtmann in Augsburg und anderen bayerischen Städten; forschte zum Augsburger Bürgerhaus des 17. und 18. Jahrhunderts sowie zu den Meistern der Augsburger Baukunst und ihren Werken

Leben und Wirken

Geboren wurde Eugen Hausladen 1894 in der Oberpfalz?. Nach Stellen als Regierungsbauamtmann in Landshut, Eichstädt und München trat er eine Stelle am Landbauamt Augsburg? an. In Augsburg forschte er neben seinen beruflichen Tätigkeiten intensiv zur Baugeschichte der Stadt und verfasste zwei Bücher-Manuskripte:

  • in den Jahren 1925/26 „Das Augsburger Bürgerhaus des 17. und 18. Jahrhunderts“
  • in den Jahren 1926 bis 1929 „Die Meister der Augsburger Baukunst und ihre Werke“

Keines der Manuskripte erschien zu seinen Lebzeiten als Buch, denn eine Herzerkrankung aus dem 1. Weltkrieg ließ ihn schon 1936 sterben.

Erst 2016 konnte Hausladens Werk über die Augsburger Meister dank der Altaugsburggesellschaft? und verschiedener Stiftungen, wo es im Archiv aufgefunden wurde, erscheinen. Vor allem Mittelalter und Renaissance werden intensiv beleuchtet. Eugen Hausladen wertete Handwerkerakten, Bauamtsprotokolle und Baumeisterbücher aus und stellte neben den Baumeistern auch die Werke selbst vor. Zu den Baumeistern, die er in seinem Typoskript behandelte, zählte Hausladen auch Zimmerleute, Kistler, Steinmetze, Brunnenmeister, Schreiner, Maurer etc. Dadurch, dass er deren Lebensverhältnisse erforschte, schrieb Eugen Hausladen nebenbei ein Stück Sozialgeschichte der Stadt Augsburg.

Durch Eugen Hausladen und sein Aktenstudium wissen wir, dass sowohl im Mittelalter wie in der Renaissance so genannte „Geschworene Werkleute“ auf die Einhaltung der Zunftregeln, die richtige Abrechnung und die Sicherheit der Bauausführung achteten. Diese "Geschworenen Werkleute" rekrutierten sich aus dem Stand der Handwerker und Künstler, aber auch Müller gehörten dazu (Hausladen nennt den Schwallmüller Hans Kiffhaber?), was die Bedeutung des Augsburger Wasserbaus zeigt.

Für Eugen Hausladen waren die Augsburger Baumeister Meister im Sinne des Wortes, wurden sie doch nach Innsbruck, Landshut, München und an andere Orte gerufen, wenn besondere Bauaufgaben anstanden. Augsburg, so Hausladen, spielte eine wichtige Rolle beim Übergang von der Gotik zur Renaissance. Als Beispiel nennt er den Augsburger Baumeister Hans Hieber? und seinen Polier, den Steinmetz Valentin Stapfer?. Zusammen brachten sie die Renaissance nach Regensburg?, wo sie die Neupfarrkirche errichteten.

Weblinks


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