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Hardy

ein Augsburger Zauberkünstler und Autor

Leben und Wirken

Kindheit, Jugend und Ausbildung

Der Augsburger Zauberer Hardy wurde als Erhard Smutny am 12. Januar 1949 in Aichach geboren. Die deutschsprachige Wikipedia nennt ihn den bekanntesten Kinderzauberer Deutschlands. Hardy und sein Zwillingsbruder litten als Kinder an einem schweren Sprachfehler und Stottern, was ihnen das schulische Leben erschwerte und wogegen mehrere ärztliche Behandlungen nicht ankamen.

Als Hardy zehn Jahre alt war, bekam er zu Weihnachten einen Zauberkasten geschenkt und gewann Freude an der Zauberei, die er sich ab diesem Zeitpunkt autodidaktisch beibrachte. Beim Vorführen von Zauberkunststücken verlor er nach und nach sein Stottern, was ihn zusätzlich motivierte.

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Bis zur 6. Klasse besuchte Hardy die Volksschule in Buchloe, um danach eine dreijährige Ausbildung an der Wirtschaftsschule Max Frenzel in Kaufbeuren mit der Mittleren Reife abzuschließen. Es folgte eine eine Lehre als Verlagskaufmann beim Krafthand Verlag in Bad Wörishofen, die er jedoch aus gesundheitlichen Gründen abbrach. Stattdessen begann er eine Ausbildung als Profi-Zauberkünstler bei dem bekannten Zauberlehrer und FISM-Präsident Henk Vermeyden in Amsterdam. Erste Auftritte führten Hardy in den 1960er Jahren auf das Oktoberfest? im berühmten "Zelt beim Schichtl", aber auch in Altersheimen präsentierte er damals seine Kunst. Schon früh spezialisierte sich Hardy auf das Zaubern für Kinder, nachdem er durch eine Vorstellung in seinem eigenen früheren Kindergarten in Buchloe sein Talent mit Kindern entdeckt hatte.

Zauberpädagoge

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In den 1970er Jahren entwickelte Hardy mit einem Pädagogen zusammen Zauberkunststücke, die sich in der Vorführung besonders für Kinder eignen. Sich selbst nannte Hardy deshalb "Zauberpädagoge". Diese Bezeichnung kritisierten jedoch viele Berufskollegen. Später geriet er ein zweites Mal in die Kritik, weil er für die Kinderzeitschrift YPS-mit Gimmick auf den Titelseiten mit Zauberkunststücken posierte. Man warf ihm deshalb Trickverrat vor. Bei Yps fungierte Hardy viele Jahre als "Chefzauberer" und schrieb in einer Kolumne regelmäßig Beiträge zu Zaubertricks. Daher ist er einer ganzen Generation von Lesern dieser einst sehr populären Zeitschrift bekannt.

1976 übernahm Hardy das Zaubergeschäft des Zauberhändlers Max Haug. Er erweiterte es 1977 um den "Zauberstadl", ein Ausflugsziel mit Theater. Aber schon drei Jahre später musste er Konkurs anmelden. Der Zauberstadl war ein umgebautes Bauernhaus in Wiedergeltingen/Bayern.

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1980 war Hardy der erste Zauberkünstler im deutschsprachigen Raum, der mit einem Eintrag im Guinness Buch der Rekorde für Aufmerksamkeit sorgte. Dafür erfand er eigens die Sparte "Dauerzaubern" und zeigte 60 Stunden lang ununterbrochen Zauberkunststücke.

Ebenfalls in den 1980er Jahren war Hardy Gast bei der Quizsendung "Was bin ich?" - als Person, deren Beruf zu ermitteln war.

Mehr als 50 Jahre Zauberei

2003 wurden immer noch jährlich etwa 60.000 "Hardy-Zauberkästen" verkauft, nachdem von 1978 bis 2003 insgesamt rund 1,2 Millionen abgesetzt worden waren.

2010 machte Hardy erneut Schlagzeilen, als ihm lokale Behörden zahlreiche, teilweise nur schwer oder überhaupt nicht zu erfüllende Auflagen für einen Zaubertrick mit einem Kaninchen machten und sich dabei auf den Tierschutz beriefen. So wurde u. a. ein Applaudieren des Publikums während des Kaninchentricks verboten. Dies brachte ihn sogar in eine Stern-TV-Sendung mit Günter Jauch.

Anläßlich des 50-jährigen Jubiläums “Hardy 50 Jahre on Tour“ im Jahr 2016 brachte Deutschlands bekanntester Kindermagier für alle kleinen und großen Fans zwei Jubiläums- und Erinnerungsgeschenke heraus: eine handsignierte Wanduhr und einen Minitrucker.

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Werke (Auswahl)

  • Zaubern & Basteln mit Hardy, Augsburg 1989
  • Hardys Zauber-Schule, München 1992
  • Hardys Zauberbuch, München 1994
  • Hardys 100 Zaubertricks mit Karten, München 1996
  • Der kleine Zaubermeister – Die besten Tricks, München 1998
  • Zaubern mit Hardy, München 2000
  • Neue Tricks für kleine Zauberlehrlinge, Stuttgart 2004
  • Hardy’s großes Zauberbuch, Bergatreude 2010

Dazu kommen zahlreiche Artikel in Fachzeitschriften zum Thema Zaubern (z. B. in der Magischen Welt) und eine Schallplatte mit dem Titel "Zaubern für Kinder mit Hardy" (1983). Die Platte bringt zum einen Live-Mitschnitte aus einer Hardy-Veranstaltung und zum anderen Zauberkunststücke. Dazu liegen einige Bastelbögen bei.

Ehrungen

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20. Oktober 2012: Deutscher Ehrenpreis für künstlerische Lebensleistung, verliehen im Internationalen Artistenmuseum Klosterfelde

1982, 1983 und 1985: Guiness-Weltrekorde Hardys im Dauerzaubern

1986: Die Regierung von Schwaben bescheinigte der Zauberbühne Hardy unter dem Aktenzeichen 241-5630/10, dass sie mit ihren Aufführungen die gleichen kulturellen Aufgaben wie staatliche und kommunale Theater erfüllt.

Juni 2015: Im größten Zauberkasten-Museum der Welt in Wien eröffnete eine Sonderausstellung unter dem Motto "Hardy: Kinderzauberer - Zauberkastenmacher".

Adresse

Zauberpädagoge HARDY
Postfach 10 18 27
D-86008 Augsburg

E-Mail: zaubererhardy(@)t-online.de

Weblinks


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