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Handyparken

Auch m-parking (aus dem Englischen: mobile parking). Eine neue Form des Bezahlens eines Parkplatzes, bei der die Parkgebühr bargeldlos per Mobiltelefon bezahlt wird.

Allgemeines

Das Handyparken (auch Handy-Parken) ermöglicht das Bezahlen eines Parkplatzes in der Stadt, ohne dass man einen Parkschein ausfüllt oder am Parkscheinautomaten löst.

Dadurch ist eine minutengenau Abrechnung möglich und der Parkende muss sich nicht schon zu Parkbeginn auf eine genaue Parkzeit festlegen. Es entfällt die Notwendigkeit, abgezähltes Kleingeld vorrätig zu halten, doch können die Parkgebühren durch anfallende SMS-Kosten teurer werden - und man muss sich bei den meisten Systemen einmalig im System anmelden. Die Zielgruppe für Handyparken ist groß, denn Handys sind stark verbreitet.

Es ist einfach, Handyparken in einer Stadt einzuführen: Die Stadt schließt mit einem oder mehreren Betreibern einen Vertrag, bekommt Zugriff auf eine Kontrollplattform und dann braucht der Nutzer nur noch einen Vertrag mit dem Betreiber abzuschließen, der dann abrechnet und - abgesehen von seiner Provision - die Parkgebühren an die Kommune abführt.

Geschichte

Schon im Jahr 2002 wurde das Handyparken-System von der Augsburger Firma MobilZahlen GmbH? in Ungarn eingesetzt, wo es landesweit von 45.000 Nutzern angewandt wurde (2007). 2003 wurde es von der European Parking Association ausgezeichnet. Im Februar 2007 startete die Augsburger Firma MobilZahlen GmbH? die Plattform "Mobilzahlen-Handyparken" im Testbetrieb. Am 15. Februar 2007 startete man die Abnahme und Zertifizierung durch die TelematicsPRO-Initiative, die am 20. Mai 2007 abgeschlossen wurde. Vom 1. Juni bis 1. Juli 2007 testete die Stadt Augsburg den Betrieb. Am 1. Januar 2008 wurde die Entscheidung für einen Pilotbetrieb Handyparken ab dem 1. Februar 2008 gefällt. Am 1. Februar 2008 eröffnete die Stadt Augsburg den mobilen Bürgerdienst Handyparken.

Ab 2013 gehörte MobilZahlen GmbH? zur Easypark-Gruppe Hannover. Als Bestandskunde kamen dadurch Parkmöglichkeiten in sieben europäischen Ländern und mehr als 100 Städten hinzu.

2015 kündigte der bisherige Anbieter das Angebot. Doch es geht auch nach dem 1. Juli 2015 ging es weiter - allerdings mit etwas geänderten Regeln. Ab diesem Zeitpunkt kümmerte sich die Firma Sunhill Technologies GmbH um die Abrechnung des Handyparkens.

Details

Funktionsweise

In Augsburg funktioniert das Handyparken so: Man registriert sich einmalig im Internet (augsburg-parken.de) mit den persönlichen Daten, Handynummer und KFZ-Kennzeichen. Dann erhält man eine Anmeldebestätigung per Post und kann ab sofort am System teilnehmen. Um die Parkzeit zu starten, wählt man eine kostenfreie 0800-Rufnummer, die zur Zone gehört, in der man parkt — die persönliche digitale Parkuhr läuft. Um die Parkzeit zu beenden, wählt man die gleiche 0800-Rufnummer wieder an. Das System bucht aus und sendet auf Wunsch eine SMS zur Bestätigung. Im Prinzip kann also jeder, der telefonieren kann, auch handyparken!

Um den virtuellen Parkprozess kontrollieren zu können, hat die Kontrollkraft einen Zugang zur Datenbank des Betreibers. Dieser Zugriff wird über GPRS oder UMTS-fähige mobile Endgeräte, z. B. ein Handy, sichergestellt.

Die technische Infrastruktur des Handyparkens wird in Augsburg von m-Net? / AugustaKom? bereitgestellt. Partner des Systems war lange Zeit Smokingclub24?; es gab Handyparken-Vergünstigungen für Smokingclub-Mitglieder.

Das System umfasst nicht nur die Möglichkeit der direkten Nutzung, also die Bezahlung der Parkgebühren, sondern auch die Überwachungsmöglichkeiten durch den Verkehrsüberwachungsdienst. Das heißt: Wird ein Fahrzeug ohne Parkschein angetroffen, überprüft das System nach Eingabe der Autonummer durch den Mitarbeiter des Verkehrsüberwachungsdienstes automatisch, ob das Fahrzeug aktuell als Handyparker angemeldet ist. Ein extra Hinweis hinter der Windschutzscheibe ist damit in Augsburg entbehrlich.

Tarife

Natürlich hat der Service auch seinen Preis: Man bezahlt bei jedem Parkvorgang immer die normale Parkgebühr der Stadt und zusätzlich die Vorgangskosten des Betreibers.

Gründe fürs Handyparken

Für das Handyparken in Augsburg wird mit 10 Gründen geworben. Unter anderem damit, dass es mit dem Handyparken keine Strafzettel mehr geben kann, dass man sich per SMS an den Ablauf der maximalen Parkzeit erinnern lassen kann und kein Kleingeld mehr auftreiben muss. Es gebe kein Überzahlen mehr und die Bezahlung sei komfortabel, da die Gebühren einmal pro Monat vom Konto eingezogen werden - inklusive Rechnung per E-Mail, auf der alle Parkvorgänge aufgelistet werden.

Durch einen Kundenbereich im Internet behält man immer den Überblick und kann von vergangenen Monaten die Parkberichte abrufen, aufgeschlüsselt nach Kennzeichen und Datum. Man sehe Beginn und Ende des Parkvorgangs, Kosten, Parkzone, Kennzeichen und Handy. Firmen bekämen sogar nicht nur ihre monatlichen Parkrechnungen per E-Mail sondern zusätzlich eine XML- oder Excel-Datei zur Weiterverarbeitung - z. B. in der Buchhaltung.

Mögliche Parkzonen

Stand 2008

  • 1 – Bahnhofsgebiet
  • 2 – Prinzregentenstraße
  • 3 – Theaterstraße
  • 4 – Volkhartstraße
  • 5 – Obstmarkt
  • 6 – Peutingergebiet
  • 7 – Frauentorstraße
  • 8 – Perlachgebiet
  • 9 – Oberer Graben
  • 10 – Predigerberg/Schwall
  • 11 – Hallstraße
  • 12 – Maximilianstraße
  • 13 – Maximilianstraße / Ulrich
  • 14 – Bäckergasse/Spitalgasse
  • 15 – Vogelmauer
  • 16 – Jakobsplatz
  • 17 – Jakoberstraße
  • 18 – Pilgerhausstraße
  • 19 – Jakobervorstadt
  • 20 – Unterer Graben
  • 21 – Stephansgebiet
  • 22 – Pfärrle
  • 23 – Georgengebiet
  • 24 – Pfannenstiel
  • 25 – Lange Gasse
  • 26 – Klinkertorgebiet
  • 27 – Nibelungengebiet
  • 28 – Halderstraße
  • 29 – Hermanstraße
  • 30 – Schießgraben
  • 31 – Konrad-Adenauer-Allee
  • 32 – Stettenstraße
  • 33 – Alpenstraße
  • 34 – Bismarckstraße
  • 35 – Hochfeld
  • 36 – Werderstraße

Weblinks


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