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Hammerschmiede

29. Stadtbezirk und gleichzeitig einziger Stadtbezirk des Planungsraums V

Allgemeines

Die Hammerschmiede liegt im Nord-Osten von Augsburg, hat etwa 7.000 Einwohner und eine Fläche von etwas über 9 Quadratkilometer.

Im Westen der Hammerschmiede liegt die Firnhaberau, im Süden Lechhausen-West? und Lechhausen-Ost?. Im Norden und Osten bildet die Hammerschmiede Augsburgs Stadtgrenze.

Benannt ist der Stadtbezirk nach einer Hammerschmiede, die hier bis Mitte des 19. Jahrhunderts, als man den Lech regulierte, stand.

Geschichte

Die Anfänge der Hammerschmiede gehen auf das Jahr 1821 zurück. Damals wurde im Nord-Osten des heutigen Stadtteils am Mühlbach eine Hammerschmiede erbaut. Aus dem Auwald am Lech wurde diese Hammerschmiede mit Holzkohle versorgt.

Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die ursprüngliche Hammerschmiede aufgegeben, doch nahm man später an ihrer Stelle ein Dampfhammerwerk in Betrieb, das noch bis 1944 in Betrieb war.

Als nach dem Ersten Weltkrieg viele Menschen auch in Augsburg arbeitslos waren und damit große Not herrschte, kamen die Augsburger auf die Idee für kinderreiche Familien Wohnungen zu errichten, um wenigstens ihrer Wohnungsnot abzuhelfen. Dazu suchte man ein Gebiet und fand es nördlich von Lechhausen, wo sie damals noch eine Hammerschmiede befand. Am Osterdienstag 1932 begann man mit dem Bau der neuen Siedlung. Um dort ein kleines Siedlerhäuschen zu erwerben, mussten sich die Familien verpflichten, an der neuen Siedlung mitzubauen und etwa 2.000 bis 3.000 Arbeitsstunden selbst zu erbringen. Jedes Häuschen hatte genug Platz, um in einem großen Garten Obst und Gemüse anzubauen oder Kleinvieh zu halten, was helfen sollte, auch die materielle Not der Familien damals zu lindern.

1932 richtete man den Hammerschmiedweg ein, der die spätere Hammerschmiede und die Firnhaberau verbinden sollte. 1932 gab man dem Siedlungsgebiet den Namen „Hammerschmiede“, doch erstanden die ersten Häuser auf gerodetem Gelände erst ab 1933. Gebaut wurden sie in Trägerschaft der Stadt. Offiziell wurde der Stadtteil aber erst 1934 gegründet, indem die Stadt Augsburg Rodungsland für den neuen Stadtteil kaufte und östliche Teile der Firnhaberau dem neuen Stadtviertel zugeschlagen wurden.

In den Jahren 1934 bis 1936 entstand der Mittelpunkt des Stadtteils mit seinen zwei Kirchen, der Christkönigskirche und Sankt Lukas?. Auch eine Schule? und Läden wurden in dieser Zeit gebaut.

Vor allem in den 1950er und den 1990er Jahren wuchs die Hammerschmiede beträchtlich.

Der Gesamtverkehrsplan von 1998 sah eine Verlängerung der Straßenbahn vom Schlössle über die Neuburger Straße zum Hammerschmiedweg vor. Am Knotenpunkt Mühlhauser Straße? / Neuburger Straße sollte ein P+R-Platz angelegt werden.

Am 3. April 2008 benannte der Stadtrat sechs Straßen im Stadtteil im Gebiet des Bebauungsplans Nr. 663 „Östlich des Hammerschmiedweges / Neuburger Straße“: den Korianderweg, Lorbeerweg, Kümmelweg, Arnikaweg, Melissenweg und Salbeiweg. Der Vorschlag, die sechs Straßen thematisch nach heimischen Heilkräutern? zu benennen, stammte von der Arge Hammerschmiede?, die ihn am 18. Februar 2008 bei der Stadt Augsburg einreichte.

Details

Die Hammerschmiede ist vor allem ein Wohngebiet und von sehr viel Grün geprägt. Meistens stehen hier Einfamilienhäuser aus verschiedenen Baujahre mit Gärten. Daneben gibt es nur einige Reihen- und Doppelhäuser. Die wichtigste Straße in der Hammerschmiede ist die Neuburger Straße. Wie eine Allee durchzieht die Straße die Hammerschmiede von Norden nach Süden.

Die Hammerschmiede verfügt über eine Grundschule (bis zur vierten Klasse), eine Waldorfschule? mit angeschlossenem Kindergarten sowie zwei weiteren Kindergärten.

Für Kinder gibt es Spielplätze? und einen Abenteuerspielplatz?. Einkaufsmöglichkeiten aller Art, Banken und Dienstleistungsbetriebe sind vorhanden.

Auf der nördlichen Seite der A 8 befindet sich das Naherholungsgebiet Autobahnsee, das über eine Rad- und Fußgängerbrücke erreichbar ist. Im Süden und Osten der Hammerschmiede verläuft die vierspurig ausgebaute B 2. Die Hammerschmiede ist mit der Buslinie 23? der AVG? an die Innenstadt angebunden. Die Fahrtzeit in die Stadtmitte beträgt etwa zwanzig Minuten.

Wirtschaftsbetriebe im Stadtteil Hammerschmiede sind z. B.

In der Hammerschmiede wohnen weniger Migranten als im gesamtstädtischen Durchschnitt.

Lage


Weblinks


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