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Grünflächen

Allgemeines

Die Bedeutung von Grünzonen und Plätzen in der Stadt ist bekannt und wird von Bürgern und Touristen erkannt. Grün ist ein unverzichtbarer Bestandteil der Lebensqualität einer Stadt und für Standort-Marketing-Fachleute ein weicher Standortfaktor.

In Augsburg hat man entlang der ehemaligen Wallanlagen bewusst einen Grüngürtel angelegt, der ökologisch und historisch bedeutsam ist. Augsburg hat im Vergleich mit anderen Städten das Glück, dass dieser Grüngürtel bis heute weitgehend erhalten blieb. Kommt es aber in der Innenstadt wie etwa beim Umbau des Königsplatzes zu Baumfällungen, werden Ersatzpflanzungen viel zu weit außerhalb der Innenstadt in anderen Stadtteilen angelegt und innerstädtisches Grün immer weiter zurückgedrängt.

Auch innerstädtische Plätze mit Grünflächen erfüllen eine nicht zu unterschätzende Funktion im Sozialleben einer Stadt. Sie dienen als Ort der Ruhe und Entspannung oder um sich zu treffen. So heißt es z. B. im Bebauungsplan 500 über den Königs-, Kennedy-? und Theodor-Heuss-Platz: Den Plätzen „kommt eine hohe Bedeutung entlang der historischen Wallanlagen der Altstadt zu. Sie haben repräsentative Funktion, dienen als Aufenthaltsraum und sind ebenfalls stark frequentiert“.

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Geschichte

Zwischen 1996 und 1999 wurden Augsburgs Grünflächen um 83.000 Quadratmeter vergrößert. 1997 errang Augsburg bei dem europäischen Städtewettbewerb „Entente Florale“ die Goldmedaille.

Am 12. September 2012 fassten die GRÜNEN in einer Stadtversammlung den Beschluss, sich für den Erhalt von Grünflächen in der Augsburger Innenstadt einzusetzen. Im Einzelnen forderten sie, der Theodor-Heuss-Platz solle als urbaner Platz mit Grünflächen erhalten bleiben. Er solle, wie im Bebauungsplan 500 vorgesehen, aufgewertet werden. Jegliche Bebauung des Platzes zerstöre den wertvollen Grüngürtel rund um die Innenstadt und damit die Lebensqualität in Augsburg.

In der Sitzung des Umweltausschusses vom 25. Januar 2016 wurde vom damaligen Umweltreferenten? Reiner Erben beschrieben, dass sich wegen fehlender Finanzmittel im geplanten Haushalt? 2016 der Stadt Augsburg bei der Erstellung und Pflege von Grünanlagen im Stadtgebiet eine prekäre Situation ergeben wird (BER/16/00041 und BSV/15/03690). Viele vom Stadtrat bereits beschlossene Maßnahmen des Grünanlagenprogramms 2016 könnten nicht durchgeführt werden, da statt der erforderlichen 2.993.463,- € im Haushaltsentwurf (HH) und Investitionsprogramm (IP) lediglich 1.867.600,- € vorgesehen sind. Zur Grünflächenpflege führte er sogar aus, dass die im HH 2016 vorgesehenen Mittel bei der Baumpflege "nicht einmal annähernd zur Herstellung der Verkehrssicherheit ausreichen" würden. Hier fehlten 99.064,- € für dringend benötigtes Personal (zwei Planstellen für Gärtner). Außerdem wurde das Budget zur Nachpflanzung gefällter Stadtbäume im HH auf 5000,- € zusammengekürzt. Legt man zugrunde, dass in jedem Jahr ca. 175 Bäume aus diesem Topf nachgepflanzt werden müssten und je Anpflanzung vom Grünamt? mit durchschnittlichen Gesamtkosten von 500,- € gerechnet wird, fehlen hier 82.500,- €. Die zudem aus dem Jahr 2015 bereits bestehenden Pflegedefizite könnten "im Rahmen des laufenden Unterhaltes mit dem vorliegenden Budget nicht kompensiert werden". Ohne personelle Aufstockung müssten sich die Bürgerinnen und Bürger darauf einstellen, dass der derzeit hohen Pflegestandard wie z. B. im Sheridan-Park auf Dauer nicht gehalten werden könne.

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Zu guter Letzt wurde in der Sitzung des Finanzausschusses? vom 3. Februar 2016 mit den Stimmen der Regierungsmehrheit die "Liste der haushaltsneutralen Anträge (LZ)" beschlossen. Hierin enthalten war eine neuerliche Streichung von 60.000,- € aus einem Posten für den Unterhalt von Außenanlagen (Haushaltsstelle 1.58020.5102.03, LZ Seite 11). Die Streichungen gefährdeten die noch bestehenden Grünanlagen und Baumbestände im Stadtgebiet und ließen auch keinen Raum für Neuanlagen. Nach Meinung vieler Augsburger schädigte die Stadtregierung so nicht nur das Kleinklima im Stadtgebiet, sondern auch die Lebensqualität der BewohnerInnen.

Nachdem schon aus den vorausgehenden Jahren diverse Defizite beim Unterhalt der Grünanlagen bestanden und zudem die zu betreuenden Grünflächen zugenommen hatten, stand für die Zukunft zu erwarten, dass sich unter den gegebenen finanziellen Voraussetzungen der Zustand der Grünanlagen deutlich verschlechtern würde. Die Stadtregierung gab in den letzten Jahren viel Geld für die Aufhübschung der Augsburger Innenstadt aus, um die Stadt attraktiver für BürgerInnen wie auch für BesucherInnen zu machen. Dass die Stadt wegen finanzieller Engpässe die Augsburger Grünanlagen verlottern lässt, ist kontraproduktiv. Wie in anderen Bereichen, wo in den vergangenen Jahren die kontinuierliche Pflege versäumt wurde - z. B. bei der Theatersanierung, der Schulsanierung oder dem Gebäudeunterhalt bei städtischen Liegenschaften - werden damit nachfolgende Generationen vor schier unlösbare Aufgaben gestellt.

Details

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