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Grottenau

Eine viel befahrene Augsburger Straße nordwestlich des Ernst-Reuter-Platzes.

Allgemeines

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Die Grottenau liegt in der Augsburger Innenstadt? und zerschneidte mit vier Autospuren das gewachsene Gefüge der Stadt. Wer hier flaniert, sollt Auspuffgestank nicht scheuen. Begrenzt wird die Grottenau durch die Ludwigstraße und Am Alten Einlaß. Beeindruckend ist in der Grottenau vor allem die ehemalige Oberpostdirektion, die ein sehenswertes Treppenhaus und eine großzügige Schalterhalle besitzt. Daneben stehen in der Grottenau nüchterne Büro- und Geschäftshäuser aus den Wiederaufbaujahren nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Grottenau ist Teil der Ost-West-Achse.

Geschichte

Historisch wurde die Grottenau als "Kleine Grottenau" bezeichnet. Der Straßenname kann seit 1465 nachgewiesen werden. Früher bezeichnete man zweirädrige Weinkarren als "Grotten". Sie wurden hier in der Au (einer feuchten Niederung) früher in der Nähe von Weinschenken und Herbergen abgestellt, damit man sie immer schnell erreichen konnte.

Bis ins 16. Jahrhundert hielt man hier den Weinmarkt? ab.

1927 installierte man einen „Zwischenfunksender“ Augsburg der „Deutschen Stunde in Bayern“, den so genannten „Grottenau Sender“. Er war dort in einem Dachgeschoß untergebracht und verfügte über eine besondere Tonleitung aus München, später für Direktübertragungen auch aus dem Theater Augsburg. Bei der Antenne handelte es sich um eine Dreidraht-T-Antenne mit 90 m wirksamer Länge an zwei Masten zwischen dem Turm der Grottenau und der Schwäbischen Volksbank (Abstand 149 Meter). Am 11. August 1927 ging man in den positiv verlaufenden Probebetrieb. Wer einen Detektor besaß konnte den Sender in Augsburg empfangen, das waren damals etwa 1.000 angemeldete Nutzer, ein Jahr später schon etwa 14.000 Hörer. In den „Normalbetrieb“ überführte man den Sender Anfang September 1927.

In der Bombennacht vom 25. auf den 26. Februar 1944 wurden die Häuser der hier residierenden Patrizier vollständig zerstört. Allein die Oberpostdirektion kam heil durch das Inferno. Auch das der Grottenau nahe gelegene Handelshaus der Welser mit der Leonhardskapelle? fiel damals der Zerstörung anheim.

Die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg brachten der Straße sachliche Büro- und Geschäftshäuser sowie eine Verbreiterung der Straßenfläche für die so genannte Ost-West-Achse der Stadt.

Im Dezember 2008 beantragten DIE GRÜNEN einen Radweg in der Grottenau, nachdem nachdem ein früherer Antrag von CSU und Pro Augsburg nach Meinung der GRÜNEN auf die lange Bank geschoben wurde.

Im Februar 2010 berichtete die Augsburger Allgemeine, die Stadt plane im Lauf des Jahres 2010 den Bau einer „Ost-West-Radachse“ im Bereich Karlstraße und Grottenau, wozu im Haushaltsentwurf 2010 schon etwa die Hälfte der Baukosten von 500.000 Euro eingestellt seien, der Rest in den Haushalt 2011 eingestellt würde. Damit wollte man eine durchgehende Radtrasse vom Hauptbahnhof bis zum Jakobertor herstellen. 2010 schon im Bau war der Abschnitt zwischen Mageskreuzung? und Jakobertor.

Es dauerte bis Februar 2013, bis die Augsburger wieder etwas von dem Bau des angekündigten Radwegs in der Grottenau hörten.

Details

Immer wieder ist im Internet von einem Parkhaus Grottenau oder Grottenau-Parkhaus oder Parkhaus an der Grottenau die Rede. Dieses Parkhaus gibt es nicht. Meist ist damit das Parkhaus am Ernst-Reuter-Platz gemeint.

Lage


Weblinks


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