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Geschichte des Augsburger Gaswerks

Gaswerk I

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1848 eröffnete man das erste Augsburger Gaswerk, um die Straßen beleuchten zu können. Dieses Gaswerk I (man nannte es "Gasanstalt") wurde privatwirtschaftlich betrieben und lag vor dem Jakobertor in der Bauhofstraße, heute Johannes-Haag-Straße. Bevor man auf die Gasbeleuchtung in Augsburg umstellte, wurden die Straßen der Stadt mit Öllampen beleuchtet. Der Grund für die Umstellung auf die Gasbeleuchtung war einfach: Gaslampen erhellten die Straßen besser. Deshalb finanzierte die Augsburger Gasbeleuchtungs-Gesellschaft?, ein Unternehmen von Baron August von Eichenthal und dem Bankhaus Erzberger & Söhne, den Bau der Augsburger Gasanstalt, die von der Genfer Firma C. Kohler & Companie nach Plänen des Schweizer Ingenieurs Wolfsberger gebaut wurde.

Dieses Gaswerk I hatte 2 2/2 Tagewerk Grundstück und wurde im Jahr 1870 erweitert, weil die Augsburger immer mehr Gas verbrauchten. Im Jahr 1895 kaufte die Gesellschaft für Gasindustrie? dieses erste Augsburger Gaswerk. 1907 ging das Werk (zusammen mit dem Gaswerk II) an die Stadt Augsburg. Am 31. Dezember 1915 musste es stillgelegt werden, weil es nicht mehr den technischen Bedingungen der damaligen Zeit entsprach. Danach benutzten es die Stadtwerke Augsburg von 1928 bis 1954 als Hauptwerkstätte. Dann wurden die Gebäude des Gaswerks I niedergelegt. Das Gelände aber wird noch heute von den Stadtwerken Augsburg genutzt.

Über das Gaswerk I ist noch zu berichten, dass es 12 Halbgeneratoren mit 6 Retorten besaß und eine Leistung von 12 000 Nm³/Tag erbrachte. Es gab 2 Behälter Baujahr 1848/1850 mit je 900 m³ (1800 m³), einen Behälter Baujahr 1856 mit 1900 m³ und einen Behälter Baujahr 1877 mit 2000 m³, insgesamt konnten also 5.700 Kubikmeter Gas gespeichert werden.

Gaswerk II

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Diese Gaswerk wurde ebenfalls privatwirtschaftlich betrieben und 1863 am Standort Badstraße 5 Nähe Exerzierplatz? eröffnet. Finanziert hat es der "Finanzrath" Ludwig August Riedinger.

Weil die Stadt Augsburg immer mehr Gas verbrauchte, musste das Werk zweimal erweitert werden: 1870 und 1906. Zwischen diesen Jahren wurde das Gaswerk 195 von der Gesellschaft fuer Gasindustrie in Augsburg? gekauft.

Im Januar 1916 legte man das Werk still, weil nun das Gaswerk in Oberhausen den Komplettbedarf stillte. Allerdings blieben bis 1921 noch eine Gas-Eichanstalt, eine Gasmesser-Reparatur-Werkstätte und ein Werkstätte für die Straßenbeleuchtung auf dem Gelände dieses Gaswerks.

In 10 Rostöfen und 4 Generatoren-Öfen mit zusammen 96 Retorten erbrachte das Werk eine Leistung von 18 000 Nm³ am Tag und erzeugte dazu noch 25% Wassergas mit einer Leistung von 7500 Nm³ am Tag. Ein Behälter aus dem Jahr 1862 konnte 1000 m³ Gas speichern, einer aus dem Jahr 1873 konnte 1700 m³, einer aus dem Jahr 1885 konnte 5000 m³ (Bassin aus Stampfbeton, 30 Meter Durchmesser, 7,5 Meter Tiefe, das 14-Pfeiler-Bassin wurde Ende März 1886 allerdings schon undicht) und einer aus dem Jahr 1896 konnte 9400 m³ Gas speichern, was eine Gesamtspeicherkapazität von 17100 m³ ergab.

Gaswerke in Lechhausen und Göggingen

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Neben den Augsburger Gaswerken gab es in den später eingemeindeten Orten Lechhausen und Göggingen eigene Gaswerke.

In Lechhausen war ein Gaswerk der Gaswerk Lechhausen A. G. ansäßig, das der "Centralverwaltung von Gas- Wasser- und Elektricitäts- Werken GmbH Bremen" gehörte und 1907 von einem Bremer Ingenieur und einem Apotheker und einem Magistratsrat von Lechhausen gebaut wurde. Das Gaswerk befand sich in der Steinernen Furt? und konnte 2.000 Kubikmeter Gas speichern, bei 3 Retortenöfen mit 21 Retorten, die 3.000 Kubikmeter Stadtgas erzeugen konnten. Schon 1922 kaufte die Stadt Augsburg das Gaswerk und legte es bald darauf still, denn schon 1929 ist das Werk im Stadtplan als "ehemaliges Gaswerk" gekennzeichnet

Auf Initiative von Friedrich von Hessing? entstand 1911 auch in Göggingen ein Gaswerk, gebaut in der Bayerstraße? 135 von dem Ingenieur Friedrich Wilhelm Heil?. Im Jahr 1914 gehörte das Werk der Gasanstalt-Betriebsges. m. b. H. Berlin, später der Vereinigte Gaswerke A.G. und dann LUK (Licht und Kraft) München, heute gehört das Gelände der Erdgas Schwaben. 1912 beschäftigte man dort 8 Mitarbeiter. 1951 stellte man die Eigenproduktion von Gas ein, weil Göggingen per Fernleitung an das Augsburger Gasnetz angeschlossen wurde. Ab 1952 vertrieb man vom Gelände aus Flüssiggas für nicht verrohrte Landgemeinden, 1963 stellte man auf Erdgas-Luftgemisch, 1964 auf reines Erdgas um. 1975 riss man zwei Teleskop-Gasbehälter ab, nachdem man die Gaserzeugung im Werk komplett eingestellt hatte.

Sonstige kleine Gaswerke

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Neben den erwähnten Gaswerken standen auf dem Gebiet Augsburgs oder in der Nähe kleinere Einzelgasanlagen. Eine hatter der Chemiker und Kattunfabrikant Dr. Johann Gottfried Dingler? vor dem Roten Tor gegründet. Sie ging aber schon 1827 nach wenigen Jahren wieder ein, weil sich Anwohner beschwerten.

Zwischen 1890 und 1908 hatte auch die Zwirnerei und Nähfaden Fabrik Ackermann? eine Ölgasfabrik in Göggingen mit zwei Gasbehältern, um das Werk zu beleuchten und Fäden abzubrennen.

Auch die "Kgl. bayerische Staatsbahn" unterhielt um 1896 am Bahnhof Augsburg eine Ölgasanstalt, genau wie die "Baumwollspinnerei und Weberei" in Haunstetten, die ebenfalls um 1896 gegründet wurde. Weitere Textilbetriebe mit Gaswerk waren die Augsburger Kammgarn-Spinnerei AG im Textilviertel, die "N. S. Landauer, mechanische Weberei" in Oberhausen oder die "Gebr. Schnell, Buntweberei" in Pfersee.

Gaswerk Oberhausen

20. Jahrhundert

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Schon im Jahr 1910 überlegte die Stadt Augsburg, in Oberhausen ein neues Gaswerk zu errichten. Da die Kapazität der beiden alten Gaswerke Augsburgs an ihre Grenzen gekommen waren, wurde noch 1911 ein Teleskop-Gasbehälter auf dem Gelände errichtet. Er fasste 25.000 m3 Gas und wurde zunächst noch vom alten Gaswerk in der Badstraße gefüllt und gewartet. Geplant und ausgeführt wurde das neue Gaswerk Oberhausen in den Jahren von 1912 bis 1915 durch die Gebrüder Rank (München). Der technische Teil der niedergelegten Gaskokerei wurde von dem Zivilingenieur Dr. E. Schilling (München) geplant.

1914/1915 Umhüllung des ersten Scheiben-Gasometers von MAN, was damals einen Pionierbau darstellte. Sie ist immer noch erhalten.

In Betrieb genommen wurde das Gaswerk an Silvester 1915, wegen des 1. Weltkrieges ein Jahr später als geplant. Damit wurden die veralteten Gaswerke I und II von 1848 und 1863 aufgelöst. Zunächst produzierte man das Stadtgas nur aus Kohle. Die Tagesleistung betrug damals 50.000 m3 Steinkohlegas und 12.500 m3 Wassergas. Schon bald errichtete man einen zweiten Teleskop-Gasbehälter mit 50.000 m3 Fassungsvermögen und einen kleinen Scheibengasbehälter mit 1.600 m3 Fassungsleistung für Wassergas, der erste seiner Art, den die MAN verkaufte.

Es ist schade, dass von dem Gaswerk vor dem Zweiten Weltkrieg keine Bilder im Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege vorliegen: Man hat damals zeitgenössische technische Anlagen noch nicht geschätzt und der Fotografie für Wert befunden, sondern richtete seine Aufmerksamkeit auf kunst- oder kulturhistorisch bedeutsame Gebäude. Wie durch ein Wunder überstand das Augsburger Gaswerk in Oberhausen den Zweiten Weltkrieg fast ohne Schäden. Allerdings musste man wegen der kriegsbedingten Rohstoffknappheit oft mit unzulänglichen Brennstoffen Gas herstellen. So wurden die Öfen z. B. auch mit Papier-Akten und schlechter Kohle befeuert, was dazu führte, dass man nach dem Krieg die Öfen neu aufmauern musste.

1951 nahm man einen Still-Ofen in Betrieb (Horizontal-Kammer-Ofen), um noch mehr Gas erzeugen zu können. 1954 baute man den MAN -Scheibengasbehälter mit 100.000 m3 Fassungskraft.

1960 wurde der Dachreiter der Tordurchfahrt abgetragen.

1962 stellte man aus Gründen der Effizienz und wegen Beschwerden der Anwohner über die Geruchsbelästigung die Erzeugung von Gas aus Kohle ein und stellte größtenteils auf niederländisches Erdgas um.

Ab 1963 wurde auf dem Gelände des Gaswerks eine Erdgas-Spaltanlage betrieben, um von Stadtgas auf Erdgas umzustellen. Die Anlage lief bis 1978.

1968/1969 wurde die Stadtgasproduktion entgültig eingestellt und man begann mit dem Abbruch der Ofenanlage, ihren Anbauten, den Kohlensilos, der Schwachgasgeneratoren, der Koksseparation und den "Innereien" des kleinen Scheibengasbehälters.

Um 1970 Abbau der Kokerei.

Seit 1973 kommt russisches Erdgas über Ingolstadt nach Augsburg. Dafür baute man an Stelle der ehemaligen Kokerei 1974 eine Mess- und Reglerstation.

1976 setzten sich einige Stadträte dafür ein, dass auf dem Gelände des ehemaligen Gaswerks die Müllverbrennungsanlage? errichtet wird. Die Mehrheit des Stadtrats lehnte diesen Standort jedoch ab, weil man den Oberhausener Bürgern die Geruchsbelästigung nicht zumuten könne, die jetzt Lechhausen zu tragen hat.

1978 komplette Umstellung der Versorgung Augsburgs auf Erdgas. In diesem Jahr legte man die Spaltanlagen still und baute sie ab.

Von 1991 bis 2001 dienten ehemalige Butanspeicher zur Erdgasspeicherung bis zu einem Druck von 15 Bar. Noch bis ins Jahr 2001 dienten auch die großen Gasbehälter dazu, um Erdgas in Spitzenzeiten speichern zu können.

21. Jahrhundert

2001 wurde das Gaswerk komplett stillgelegt. Heute stehen die Gebäude unter Denkmalschutz.

Es klingt wie ein Wunder, dass dieses Gaswerk so viele Jahrzehnte und zwei Weltkriege überstanden hat. Wahrscheinlich war es ein Glücksfall, dass es nach der Außerbetriebnahme der klassischen Gaserzeugung aus Steinkohle von den Stadtwerken Augsburg nicht einfach abgerissen, sondern bis 2001 zur Speicherung von Erdgas verwendet wurde. Zwar wurde viel Technik aus früheren Zeiten abgebaut, aber die Hüllen des Werkes und die faszinierenden Gasbehälter stehen noch heute. Vor allem der große Scheiben-Gasbehälter ist eine unübersehbare Augsburger Landmarke und bietet ein außergewöhnliches Ambiente für Veranstaltungen.

Im Jahre 2007 entschlossen sich die Stadtwerke Augsburg dazu, das stillgelegte Gaswerk in Augsburg- Oberhausen in einer neuen Form wiederzubeleben. Dabei ließen sie sich von dem bekannten Städteplaner Professor Karl Ganser? beraten. Die Stadtwerke Augsburg schlossen mit ihm einen zweijährigen ehrenamtlichen und nur gering entlohnten Beratervertrag ab. Das Ziel ist es, (Kunst)-Gewerbe-Betriebe auf den Standort aufmerksam zu machen und sie zu einer Niederlassung am Gaswerk zu bewegen. Die denkmalgeschützte Anlage soll auch zu einer "coolen Location" für alle möglichen Anlässe werden.

Unter der bürgerlich-konservativen Stadtregierung von CSU und PRO Augburg? wurden im Dezember 2009 Pläne der Stadt bekannt, das in Europa einmalige Bauensemble, das 2009 zu einem der sehenswertesten Technikstandorte gewählt wurde, zu verkaufen. 2009 befanden sich etwa 50 einzelne Mieter auf dem Gelände.

Im April 2013 war die Ausstellung "World of Dinosaurs" im Gaswerk zu erleben. Über 60 originalgetreue Dinosaurier-Modelle in voller Lebensgröße wurden dabei gezeigt.

Der Augsburger Kulturausschuss? beschloss im Dezember 2013 einstimmig, dass der Popkulturbeauftragte? ein Hearing zur Entwicklung des Gaswerkareals organisieren sollte, um den Prozess der Entwicklung des Gaswerkgeländes,der kulturellen Szene darin und der Kreativwirtschaft erfolgreich zu gestalten und die Wünsche und Anregungen der Akteure und der Bevölkerung aufzunehmen.

Vom 8. Juni bis 21. September 2014 war im Gaskessel eine riesige Plastik des katalanischen Bildhauers Jaume Plensa zu sehen. Ein überdimensioniertes Herz, das an anatomische Modelle erinnerte, war freischwebend im Inneren aufgehängt und durch eine Soundinstallation ergänzt. Das beeindruckende Werk trug den Titel "Das Geheimherz" und sollte auf die Lebendigkeit der menschlichen Gemeinschaft aufmerksam machen. Ebenfalls im Juni 2014 beschloss der Kulturausschuss? die "Zukunftswerkstatt Gaswerk", in der Bürger ihre Wünsche und Bedürfnisse in Bezug auf das Gaswerk-Gelände mitteilen konnten.

Im Oktober 2014 begannen die Arbeiten für die letzte und gleichzeitig größte Beseitigung von Altlasten auf dem Gelände des Gaswerks Augsburg-Oberhausen. Damit bereiteten die Stadtwerke Augsburg bis September 2015 einer späteren Nutzung des Gaswerks als "Kreativwerk" durch Kunstschaffende und die Kulturwirtschaft? den Boden. Deshalb konnten ab Oktober 2014 und im Jahr 2015 weder die wöchentlichen Führungen durch das Gaswerksgelände noch die Aufstiege auf den Gaskessel von den Freunden des Augsburger Gaswerks? angeboten werden. Die vorerst letzten Führungen fanden an den drei Sonntagen 14., 21. und 28. September 2014 jeweils um 14 Uhr statt. Obwohl nach dem 28. September 2014 keine Führungen mehr stattfanden, blieb der Zugang zu der Installation "Das Geheimherz" im großen Scheibengasbehälter weiterhin möglich. Der Eingang war an der Auerstraße (neben dem Bahnübergang). Zu besichtigen war "Das Geheimherz" noch bis zum 25. Januar 2014.

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Die Luftakrobatik von Anna Winter am Vertikaltuch war nur eines der Highlights des Festivals „Asche zu Farbgut“ Foto swa/Thomas Hosemann

2016 feierte das Gaswerk in Oberhausen sein 100-jähriges Jubiläum mit einer Reihe von Konzerten, etwa mit dem Jazzmusiker Uri Cain oder mit Schiller. Unter dem Motto "Asche zu Farbgut" fand auch ein viertägiges Kunstfestival mit mehr als 100 Künstlern statt, organisiert von fünf Augsburger Kunst- und Kulturinitiativen.

Im Oktober 2016 gaben die Stadtwerke Augsburg bekannt, zusammen mit der Stadt Augsburg das Oberhausener Gaswerk zu einem Ort für Kultur und Kreativwirtschaft ausbauen zu wollen. In einer ersten Bauphase sollte das so genannte Ofenhaus umgebaut und erweitert werden. Neben dem Ofenhaus wollte man ein Parkhaus bauen. Seit das Gaswerk 2001 endgültig stillgelegt worden war, hatten die Stadtwerke Augsburg nach eigenen Angaben jährlich etwa 500.000 Euro nur in den Erhalt der Gebäude gesteckt. Dazu kam die Altlastensanierung, die Anfang 2016 mit der letzten und größten Maßnahme für rund 3,4 Millionen Euro abgeschlossen wurde. Bis Frühjahr 2018 sollte in dem historischen Ofenhaus-Gebäude samt sechsstöckigem Neubau die Interimsspielstätte des Theaters Augsburg entstehen. Während der sechsjährigen Umbauzeit des Theaters sollten dort das Schauspiel und das Tanztheater einziehen. Neben einem Theater mit Platz für 240 Zuschauer sollte es einen Ballettsaal, Werkstätten und Büros auf rund 5.000 Quadratmetern geben. In dem Neubau waren auf zwei Etagen auf 1.400 Quadratmetern auch Ateliers und Übungsräume für Künstler und Musiker vom Kulturpark West vorgesehen. Im Ofenhaus sollte außerdem eine Gastronomie auf rund 650 Quadratmetern entstehen. Zusammen mit dem Parkhaus mit 370 Stellplätzen wollten die swa als Eigentümer des Geländes etwa 23 Millionen Euro in diesen ersten Bauabschnitt investieren. Geplant war, dass die Stadt mietet die Flächen für das Theater Augsburg und die Künstler vom Kulturpark West von den Stadtwerken Augsburg anmietet. In weiteren Bauabschnitten planten die Augsburger Stadtwerke weitere Ateliers und Übungsräume für Künstler und Musiker aus dem Kulturpark West. Außerdem sollte Kreativwirtschaft angesiedelt werden, von Designern, Software-Entwicklern oder Architekturbüros bis zu Künstler- und Malereibedarf. Dafür sollten auch neue Gebäude auf dem Areal entstehen. Schließlich gehe es für die Stadtwerke Augsburg auch darum, das Gelände wirtschaftlich zu verwerten, um Räume für Künstler zu preiswerten Mieten anbieten zu können. Mit der Interimsspielstätte für das Theater Augsburg sollte eine dauerhafte Bühne entstehen, die auch dann weiter genutzt werden sollte, wenn das Theater Augsburg nach der Renovierung in sein Stammhaus am Kennedy-Platz zurückziehen sollte.

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